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31 08, 2017

31. August

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Namenstag: Nora, Zelinda, Reimund, Marcellus, Ramona, Roy, Raymond, Raimund, Paulin, Ramon, Arved, Aidan, Raimer 1056 Tod der byzantinischen Kaiserin Theodora III; Ende der makedonischen Dynastie 1422 Heinrich VI wird mit nur acht Monaten englischer König 1823 Schlacht von Trocadero (Spanien), französische Truppen (Heilige Allianz) schlagen Bürgerliche Revolution nieder 1897 Erster Zionistischer Weltkongress in Basel, einberufen von Theodor Herzl 1907 Vertrag von St. Petersburg, England und Russland stimmen Interessensgebiete in Zentralasien ab (Persien, Afghanistan, Tibet) 1950 Verbot der Zeugen Jehovas in der DDR 1991 Unabhängigkeit Kirgisistans und Usbekistans von der Sowjetunion 1994 Sinn Féin (IRA, Irland) ruft einseitigen Waffenstillstand aus 1999 Bombenattentat in Moskauer Einkaufszentrum 2017 Universal-Investment GmbH Geschäftsführer Bernd Vorbeck fällt weiterhin mit Fonds auf, die eine deutliche Underperformance zu ihrer Benchmark aufweisen. Die sonstigen Verantwortlichen der Universal Investment Gesellschaft mit beschränkter Haftung heissen Oliver Harth, Markus Neubauer und Jochen Neynaber. Im Jahr 2014 hatte Bernd Vorbeck von der Universal Investment Ges. mbH den Hedgefonds Stay-C-Commodity Fund sowie die YEALD Vermögensverwaltungsfonds an ihrem historischen Tiefstkurs liquidiert, im Jahr 2015 gab es auch wieder diverse Fondsliquidationen, und das riss auch in 2016 nicht ab.

31 08, 2017

Bankster

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Sich staatstragend geben und dabei ungeniert das Gemeinwesen ausplündern Wer hat’s erfunden? Die Bankster Die guten Gewinne ins eigene Töpfchen, die schlechten Verluste ins staatliche Kröpfchen Wer hat’s erfunden? Die Bankster Fette Boni für wenige – magere Zeiten für die anderen Wer hat’s erfunden? Die Bankster Ungeniertes Abzocken das Gemeinewesens Wer hat’s erfunden? Die Bankster Staaten und Politiker ungestraft am Nasenring durch die Manege ziehen Wer hat’s erfunden? Die Bankster

30 08, 2017

Hohe Transaktionskosten bei Investmentfonds

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Angeblich – so zumindest die Branchenlobby BVI, in deren Vorstand Bernd Vorbeck hockt – sind Investmentfonds die transparenteste Anlageform überhaupt – auch was die Kosten angeht. Leider sind aber in den bei Investmentfonds ausgewiesenen TER = Total Expense Ratio (der Laie ist versucht zu glauben, dasss in der TOTAL Expense Ratio auch wirklich alle Kosten drinstecken) die Transaktionskosten NICHT enthalten. Und dann gibt es eben Fonds, bei denen gerade diese NICHT-ausgewiesenen Transaktionkosten den Löwenanteil der Gebühren ausmachen, die dem Anleger aus der Tasche gezogen werden. Ein extremes Beispiel ist ausgerechnet ein Fonds des BVI-Vorstands Bernd Vorbeck, der Europa-Actio-Matrix-Universal-Fonds. Der Fonds weist offiziell ein TER von 1,90 % per annum aus. Ein Prüfbericht des LKA Hessen belegt, dass die (versteckten) Transaktionskosten ein Vielfaches dieser offiziell ausgewiesenen Kosten betragen haben – ein SKANDAL (der Bericht hat nur den Zeitraum Januar bis September 2003 erfasst, danach wurde es vermutlich noch deutlich schlimmer; Angaben in Prozent des Fondsvolumens): DIE DIVERSEN TRANSAKTIONSKOSTEN: Fremde Spesen 4,57% Courtage Parketthandel 0,034% Flat-Fee 0,77% Ticket-Fee 0,25% Gesamt 5,624% Die nicht-ausgewiesenen Transaktionskosten machten somit fast das Dreifache der ausgewiesenen TER aus. Ist das Transparenz, so wie es der BVI den Anlegern vorgaukeln möchte? Herr Vorbeck und die Universal hatten mit allen Mitteln versucht zu verhindern, dass der Prüfbericht in unsere Hände fiel. Es ist ihm aber letztlich nicht gelungen.
LKA Prüfbericht 2008

30 08, 2017

Universal-Investment-Gesellschaft mbH und die “Emotionslosigkeit”

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Quant-Managed-Futures-Universal-Fonds Auszüge aus den Werbematerialien der Initiatoren, in denen vollmundig für das neue Produkt geworben wird: - „Systematisch investieren – ohne Emotionen - Die Umsetzung der Anlagestrategien in Investmententscheidungen erfolgt in systematischer Weise ausschliesslich anhand computergenerierter Signale - Emotionale Einflussfaktoren als Verlustursachen würden systematisch ausgeschaltet - So liegt angesichts der prinzipiellen Unbekanntheit künftiger Kursentwicklungen die denkbar höchste methodische Sicherheit für den Einsatz solcher Anlagestrategien vor - Mehrfache Diversifizierung zur Reduzierung des Investmentrisikos - -…haben heute einen für den deutschen Markt neuartigen Publikumsfonds aufgelegt - Dabei wird eine jährliche Zielrendite von 15 bis 20 Prozent bei nach Möglichkeit relativ geringer Volatilität angestrebt. - Die Investoren können somit sowohl von steigenden als auch fallenden Preisentwicklungen an den verschiedenen Märkten profitieren. - Tests der comptergestützt ermittelten Anlagemodelle an Hand mehrjähriger, unbekannter Kursdaten („Out-of-Sample-Vorwärtstests“) in Hinsicht auf statistisch stabile Risiko-/Ertragskriterien - Integriertes „Top-Down“-„Bottom-Up“ Risikocontrolling-Konzept - Fortlaufende Kontrolle der Ergebnisse…. - Überdurchschnittliche Chancen durch Teilnahme an globalem Portfolio mit Leverage-Effekt auf das eingesetzte Kapital - Streng systematischer Investmentansatz mit integriertem Risikokontroll-Konzept - Universal-Investment Marktführer für Private-Label-Fonds - Universal-Investment vereint dabei das Investment-Know-How erfolgreicher Vermögensverwalter, namhafter Privatbanken, internationaler Asset-Manager und führender Investment-Boutiquen zu einer aussergewöhnlichen Kollektion erstklassiger Private-Label-Fonds. …etc etc, blablabla, schwafel schwafel schwafel…. Europa-Actio-Matrix-Universal-Fonds In den Werbematerialien wird unter dem bescheidenen Motto „Nur die Besten sind gut genug“ die Anlagestrategie beschrieben (nahezu 100%-iges Investment in europäische Standardwerte und Indexzertifikate, Benchmark ist der DJ Euro Stoxx 50, auf Basis eines quanitativen Modells werden emotionslos die attraktivsten Einzeltitel aus dem Anlageuniversum gefiltert, um den Investmentprozess zu disziplinieren, werden klare Regeln für Über- und Untergewichtungen der Sektoren definiert, nur die Gewichtungen der Einzeltitel werden durch das Fondsmanagement bestimmt, zur konsequenten Minimierung der Risiken wird das Attraktivitätsprofil der Investitionen täglich kontrolliert…etc etc, blablabla, schwafel schwafel schwafel …. Man fragt sich, wie man bei so tollen Produkten Geld verlieren kann. Für die Universal verantworlich sind die Herren Bernd Vorbeck, Markus Neubauer und Oliver Harth sowie als AR-Vorsitzender Jochen Neynaber. Die Toros hat in beide Fonds investiert. Positive Emotionen haben beide Investments bei uns nicht wecken können.

30 08, 2017

Wie kommt man zu einer „Haffa-Villa“ im Münchner Luxusviertel?

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Christine Herta Schmidt ist im Münchener Prominentenviertel Bogenhausen angekommen und dort sogar in einer der Spitzenimmobilien: der ehemaligen Villa von Thomas Haffa im Herzogpark in der Pienzenauerstrasse mit ca. 1000 Quadratmeter Wohnfläche. Früher gehörte die Immobilie dem bekannten Unternehmer Leo Kirch. Frau Christine Herta Schmidt war Geschäftsführerin der Avanta Beteiligungs GmbH, Frankfurt, als diese eine Berliner Schrottimmobilie über ein Fondsmodell katastrophal überteuert an Anleger verkaufte und die Gesellschaft daran in kürzester Zeit einen tollen Gewinn machte. Die meisten der geschädigten Anleger wohnen heute deutlich schlechter als Frau Schmidt. Nach unseren Ermittlungen gab es bei deutschen geschlossenen Immobilienfonds (und sehr viele davon waren hochgradig unseriös) nie eine grössere Überteuerung: der Verkaufspreis bei der Avanta GmbH belief sich in etwa auf das Vierfache des echten Wertes der Immobilie. Die „weichen Kosten“ bei dem Fonds waren ungefähr so hoch wie der echte Wert der Immobilie. Ein Grossteil der für die Sanierung vorgesehenen Mittel wurde veruntreut. Die Fondsanteile wurden über unseriöse Vermittler überwiegend mit hohen vereinbarten Kick-Back-Zahlungen an den Mann gebracht. Baurechnungen wurden gefälscht und auch die Bauabnahmeberichte. Einer der betrügerischen „Kick-Back-Anleger“ kaufte mehrere Einheiten unter Verwendung eines falschen Namens. Diverse Juristen leisteten „kreative Beiträge“, damit das schmutzige Geschäft „erfolgreich“ im Sinne der Initiatoren durchgezogen werden konnte. Ob die Diplom-Betriebswirtin Christine Herta Schmidt, Jahrgang 1960, damals noch in Aschaffenburg wohnhaft, von alldem wusste, wissen wir nicht, auf jeden Fall war sie damals die alleinige Geschäftsführerin der Gesellschaft. Indirekter Mitgesellschafter der Avanta Beteiligungs GmbH war zur fraglichen Zeit der Rechtsanwalt Dr. Joachim Bernd Rombach aus Karlsruhe. PDFs Handelsregisterauszug Avanta Berlin Prospekt Cohiba Basisdaten Handelsregisterauszug RM Vermögens- und Verwaltungsges. mbH Faktenzusammenstellung 2010 Gefälschter Pass Gefälschte Baurechnung Schmitt Gefälschte Baurechnung Sommer Provisionsrechnung Zwangsversteigerungsgutachten Flächenberechnungen Unterschriftsbeglaubigungen Schreiben Stadt Linden Geplatzter Kick-Back-Scheck Kick-Back-Anzeige Deutsche Hyp wg. Prof. Deutsche Hyp wg. Prof. 2 Zielinski
HR-Auszug Avanta Chr Schmidt
Basisdaten
Fakten CH SchmidtAvanta2010
ZwangsversteigerungsgutachtenImmo
Zielinski Bestätigung keine Abnahme
Schreiben Stadt Linden
Gefälschte BaurechungSchmitt
Gefälschter Pass
GefälschteRechnungSommer
Geplatzter Kick-Back-Scheck

30 08, 2017

Schloss und Schrott

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Ein Schrottimmobilienmärchen mit wahrem Hintergrund. Die meisten Angaben der Initiatoren waren „eine Mär“ - ein Happy End gibt es bei diesem Märchen leider nicht. Die Moral von der Geschicht: „Hinter einer seriösen Fassade verstecken sich oft die übelsten Gauner.“ PDF „Schloß und Schrott – ein wahres Märchen“ kontakt@galerie-mipiki.de www.galerie-mipiki.de
Schloß & Schrott

30 08, 2017

Phoenix Kapitaldienst GmbH

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Historie der betrügerischen Gesellschaft: Phoenix Kapitaldienst GmbH wurde laut Handelsregisterauszug im Jahr 1976 (der Gesellschaftervertrag datiert vom 12. Oktober 1976) gegründet, erster Geschäftsführer war Dieter Hermann Johannes Clobes. Am 20. Juni 1977 wurde dann Dieter Breitkreuz als alleiniger Geschäftsführer im Handelsregister eingetragen. Ab 1998 wurde die Gesellschaft durch die BaFin überwacht und war auch Mitglied der EdW. Das „traditionelle“ Geschäft der Phoenix Kapitaldienst GmbH seit Gründung der Gesellschaft war der Handel mit Warenterminoptionen zu sittenwidrig hohen Gebühren von über 50%. Die Höhe dieser Gebühren war den Kunden, den Prüfern und den Aufsichtsbehörden bekannt. Abgewickelt wurde unter anderem über die Brokerhäuser Bailey Shatkin, Mocatta, Gardner, Hainold und über Phoenix Ltd. in London. In diesem traditionellen Geschäftsbereich „Handelbare Optionen“ wurden bekanntermassen durchweg fast alle Kundengelder „vernichtet“ beziehungsweise durch „Churning“ in Gebühren umgewandelt. Trotz dieser sittenwidrig hohen Spesen und den bekanntermassen ständig auftretenden Verlusten der Kunden bis hin zum Totalverlust in dem einen Geschäftsbereich „Handel mit Warenterminoptionen“, erregten die angeblich sagenhaft guten und stabilen Ergebnisse der Firma Phoenix Kapitaldienst GmbH in dem zweiten Geschäftsbereich „Managed Accounts mit Investments in ebensolche Warenterminoptionen“ angeblich bei keinem der mit Phoenix Kapitaldienst GmbH befassten Aufsichtsorgane und Prüfer den Verdacht, dass es bei diesen erstaunlich guten und vor allen Dingen stabilen Gewinne der Phoenix Kapitaldienst GmbH vielleicht nicht mit rechten Dingen zuging. Das betrügerische Managed Account wurde von Phoenix Kapitaldienst GmbH erst seit Mitte der 90-er Jahre angeboten. Ein einziger Anruf bei der Depotstelle MAN, ob es das Hauptkonto dort tatsächlich gibt, hätte sofort die Aufklärung gebracht. Dieser klärende Anruf ist jedoch über viele Jahre nicht erfolgt, bis ein neuer Buchhalter nach wenigen Tagen vor Ort einen entsprechenden Anruf tätigte. Die echten Konten bei MAN (Volumen ca. 5 Millionen Euro) wiesen mehr oder weniger durchweg hohe Verluste auf. Dies steht in starkem Kontrast zu den behaupteten stabilen Gewinnen in dem „Phoenix Managed Account“. Wo hätten die herkommen können, wenn in allen echten Konten nur Verluste gemacht werden? Und ist es aus Sicht der depotführenden Stelle plausibel, wenn in allen echten Konten nur Verluste gemacht werden, dass der Kontoinhaber offiziell und grossflächig mit stabilen Gewinnen wirbt? Im März 2005 flog der Betrug der Phoenix Kapitaldienst GmbH auf, nachdem sich der neue Phoenix-Buchhalter Lipke bei der Depotstelle MAN (www.manfinancial.com) nach Details zu dem Konto M2540 erkundigen wollte. MAN teilte laut Angaben von Phoenix-Mitarbeitern erst mit, dass man abweichende Salden habe, später dass man dieses Konto gar nicht kenne. (neben diesem nicht-existenten Konto unterhielt Phoenix Kapitaldienst GmbH bei MAN tatsächlich ein oder zwei kleine „real existierende“ Konten). MAN hatte die Geschäftsbeziehung mit Phoenix von der Firma Mocatta übernommen, deren entsprechende Abteilung von Standard Chartered an MAN verkauft worden war. Vorher war Mocatta von der Bank of Nova Scotia an Standard Chartered verkauft worden. Besonders bemerkenswert bei der Anfrage von Herrn Lipke bei der Depotstelle MAN ist, dass MAN auf die erste Anfrage von Herrn Lipke am 4. Februar 2005 offenbar überhaupt nicht reagierte. Es ist für eine Depotstelle äusserst ungewöhnlich, dass man auf die Nachfrage eines Kunden nach einem Depot überhaupt nicht reagiert – insbesondere wenn dieses Depot nicht existiert. Normalerweise wird so etwas unverzüglich bearbeitet und richtiggestellt. Über viele Jahre wurden die Auszüge des Kontos M2540 gefälscht, in dem sich zuletzt etwa 800 Millionen Euro befunden haben sollten. Das Konto begann mit einem Saldo von Null und es gab nie Ein- und Auszahlungen. Trotzdem wuchs das Konto auf erstaunliche 800 Millionen an, ohne dass das jemandem auffällig vorgekommen wäre. Wie kann aus „Null“ unter normalen Umständen mehr als „Null“ werden? Zu Lebzeiten des alten GF Dieter Breitkreuz wurden die Auszüge wohl täglich gefälscht, nach seinem Ableben im Jahr 2004 anscheinend nur noch monatlich (es ist u.E. rechtlich vorgeschrieben, dass Broker über jedes der durchgeführten Geschäfte umgehend einzelne Abrechnungen erstellen). Es stellt sich die Frage, wo und von wem die Monatsauszüge gefälscht wurden, angeblich von Herrn Milde in Frankfurt. Mitabeiter von Phoenix äusserten den Verdacht, dass Herrn Milde die Angaben telefonisch von einer dritten Person durchgegeben wurden. Herr Milde telefonierte, wie Phoenix Mitarbeiter bestätigten, einmal im Monat länger mit einem „Nick“ in England. Einen „Nick“ gab es – wie e-mails bestätigen – bei MAN in London. Der WP Dr. Godehard Puckler, Bad Homburg, hat über Jahre die Existenz des nicht-vorhandenen Kontos in seinen Prüfberichten bestätigt, jedes Mal mit der Angabe, dass ihm die entsprechenden Saldenbestätigungen direkt von den Depotstellen übermittelt worden seien (seine Gebühren erhöhte er von etwa DM 30.000 in 1999 auf etwa € 300.000 im Jahr 2004, bei mehr oder weniger gleichem Arbeitsvolumen). Nachdem die Sache aufflog, wurde dann behauptet, die Vordrucke für die Saldenbestätigungen habe Phoenix „versandt“ und dann die Bestätigungen gefälscht und an Dr. Puckler geschickt, der keinen Argwohn geschöpft habe – obwohl die Bestätigungen für die gefälschten Konten immer wesentlich später kamen als die Bestätigungen für die tatsächlich exisitierenden kleinen Konten von Phoenix bei MAN – da auf den entsprechenden Umschlägen eine englische Briefmarke aufgeklebt war. Die Firma Mastman Wells – Herr Schwerdtfeger gilt als enger Freund des Phoenix-Gründers Dieter Breitkreuz – hat Phoenix anscheinend über viele Jahre begleitet/betreut. Phoenix war seit den 70-er Jahren im Warenterminbereicht tätig, hatte immer einen sehr schlechten Ruf und von Anfang an wurden fast alle Kundengelder immer verloren bzw. in Commissions umgewandelt. Herr Schwerdtfeger sowie auch die Firma Mastman Wells haben e-mail-Adressen von MAN verwandt, laut Herrn Schwerdtfeger hat MAN die Firma Mastman Wells irgendwann übernommen. Herr Schwerdtfeger wurde bei MAN vermutlich kurz nach dem Auffliegen des Phoenix-Betruges entlassen. Herr Schwerdfeger war regelmässig in dem Phoenix Büro in Frankfurt und hat regelmässig an den (angeblich legendären) Weihnachtsfeiern von Phoenix teilgenommen, an denen – es war auch eine Veranstaltung für die Vertriebe - auch immer die hohen Volumina bejubelt wurden, die eingeworben worden waren (und angeblich überwiegend auf dem Konto bei MAN vorhanden waren). Wenn Schwerdtfeger bei MAN für Phoenix zuständig war, hätte ihm als zuständigem Kundenbetreuer eigentlich die Diskrepanz zwischen den tatsächlich bei MAN vorhandenen 5 Millionen und den angeblichen 800 Millionen auffallen müssen. Herr Schwerdtfeger hat inzwischen in Frankfurt die Firma Traders Alliance GmbH eintragen lassen, hier taucht er als Doktor Schwerdtfeger auf. Herr Schwerdtfeger wird auch in Verbindung mit der Firma Stebo gebracht. Der Kanzlei Praschma Hess gelang es, die Umsetzung des BaFin Bescheides aus dem Jahr 2002, der der Phoenix das Führen eines Treuhandkontos, in der Form wie es später zu dem Schaden führte, untersagte bis zuletzt zu verhindern – obwohl Klagen gegen den Bescheid ohnehin keine aufschiebende Wirkung haben und Phoenix die Klage im Jahr 2002 endgültig verloren hatte. Es gibt viele weitere „Ungereimtheiten“, der Betrug war unseres Erachtens für jeden, der es nur sehen wollte, täglich leicht ersichtlich. So zum Beispiel anhand der täglichen „equity runs“, auf denen das Konto M 2540 immer fehlte. Die Aufarbeitung des Falles durch den Insolvenzverwalter ist ebenso skandalös wie der Betrugsfall selbst: Der Insolvenzverwalter legt einen unseres Erachtens grob rechtswidrigen Insolvenzplan vor, der ihm selbst zusätzliche Gebühren in Höhe von etwa 8 Millionen Euro gewähren würde Die Hintermänner des Betruges werden nicht ermittelt Geschäftspartner von Phoenix, die zumindest „schlampig gearbeitet“ haben, werden nicht in Regress genommen Stattdessen sollen vollkommen unbeteiligte Finanzdienstleister über die EdW für einen grossen Teil des Schadens aufkommen. Unser Kommentar Die Auf- und Abarbeitung des Betrugsfalls Phoenix ist mindestens so skandalös wie die Vor- bzw. Entstehungsgeschichte Die Anhäufung von Versäumnissen vor und nach Aufdeckung des Betruges sind kaum glaublich. Die Tatsache, dass weder der Firma Unitreu, die die Jahresabschlüsse der Phoenix aufgestellt hat, noch dem Prüfer Puckler, der die Abschlüsse testiert hat, irgendwelche Ungereimtheiten aufgefallen sind, ist für uns kaum nachvollziehbar (WP Pucklers Gebühren stiegen von ca. DM 30.000 in 1998 auf ca. € 300.000 im Jahr 2004 etwa um das Zwanzigfache). Oft werden Schneeballsysteme von skrupellosen Finanzmarktanalysten unterstützt, die eine Zeit lang positive Berichte über die Betrugssystem verfassen und in „Branchenblättchen“ veröffentlichen. Besonders bemerkenswert - Erteilung einer KWG-Lizenz an Phoenix für ihr Geschäftsmodell mit über 50% Spesen - Mangelnde Überwachung der Phoenix von 1998 bis 2005 (keine 2 Geschäftsleiter mit KWG-Zulassung u.v.a.m.; Nichtumsetzung eines rechtskräftigen Bescheides des BaKred) - Keine Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Insolvenzverwalter in Richtung englischer Broker als mögliche Mitverantwortliche (die u.E. für jeden offenkundig falsche Aussage von Milde, dass er der mehr oder weniger alleinige Täter war, hat der Staatsanwaltschaft und den Gerichten „viel Arbeit gespart“ und das wurde offenbar strafmildernd angerechnet) - Bislang keine strafrechtlichen Ermittlungen gegen viele der „Partner“ und „Partnerfirmen“ - Bislang keine zivilrechtlichen Schritte gegen Partnerfirmen von Phoenix - Abrechnungsmodalitäten des Insolvenzverwalters (siehe Gutachten Bork; Einbeziehung der Treuhandgelder in die Berechnungsgrundlage) - Unseres Erachtens mangelhafte Kontrolle des Insolvenzverwalters durch den Gläubigerausschuss, in dem die EdW prominent vertreten ist - Millionengebühren für u.E. recht wertlose „Gutachten“ aus dem Umfeld des Insolvenzverwalters; das „Gutachten“, auf dem Arbeit des Insolvenzverwalters seit März 2005 beruht, datiert vom November 2007 - (Fehl-)Konzeption der EdW durch die Regierung Ziele von Toros: Der ursprüngliche Betrugsfall muss professionell aufgeklärt werden und alle Mittäter und Mitverantwortlichen müssen ermittelt werden Eine korrekte Abwicklung des Insolvenzverfahrens muss sichergestellt werden (Anträge auf Ablösung des Insolvenzverwalters und Einsetzung eines Sonderinsolvenzverwalters) Im Zuge der Aufarbeitung können die Mängel der Überwachung aufgedeckt werden - im Interesse der Verhinderung gleichartiger Betrugsfälle in der Zukunft. Mittäter und Insolvenzverwalter i.w.S. (Gutachtenkosten) müssen in Regress genommen werden Die von Phoenix Kapitaldienst GmbH geschädigten Anleger sollen schnellstmöglich (bei korrekter Handhabung des Insolvenzverwalters hätte dies u.E. bereits im Jahr 2005 geschehen können) einen Teil ihres Geldes zurückerhalten, Etwa 170 Millionen Euro Treuhandgelder stehen dafür sofort zur Verfügung. Die anderen Finanzdienstleister sollen nicht verfrüht und unangemessen durch möglicherweise verfassungswidrige EdW-Beiträge geschädigt werden (eine grosse Mitverantwortung für die Höhe des Schadens liegt bei den Aufsichtsorganen – insofern erscheint es angemessen, wenn der Staat bis zu einer lückenlosen Aufklärung und Aufarbeitung selbst in Vorlage tritt, sofern die Anleger vorab über die Auszahlung der Treuhandgelder hinaus entschädigt werden sollen). Wenn die Regierung im Herbst 2008 vollmundig ankündigt, dass Anleger zukünftig nicht mehr in drei Monaten nach Eintritt des Schadensfalls entschädigt werden sollen, sondern in drei Tagen (was schon rein technisch gar nicht möglich sein dürfte), sollte die Regierung ihren eigenen Ankündigungen gerecht werden und der staatlichen EdW die benötigten 200 Millionen Euro zur Verfügung stellen, die benötigt werden, um die Phoenix-Anleger, die seit dem Jahr 2005 auf ihre Entschädigung warten, endlich zu entschädigen. Anmerkung: mit diesen Ausführungen unterstellen wir niemandem eine strafbare Handlung.
PDF Dokumente: Anlage Broschüre MA Broker Bailey Shatkin Broker Gardner Abrech Broker Mocatta Abrech Broker Phoenix London Liste Konten MAN an Puckler ohne M2540 Phoenix Prüfungsbericht 2000 Teil 1 Phoenix Prüfungsbericht 2000 Teil 2 Urteil Verwaltungsgericht WpHG Bericht2003
Vertriebsvergütung Phoenix 4 Vertriebe 70 Mio
churning def toros
Vertriebspartnerphoenix
Phoenix Prüfungsbericht 2000 Teil 1
Prospekt PMA Broschüre MA
Broker Bailey Shatkin
E&Y II
E&Y I
EDW Ende Sonderzahlungen blanko 12 April 2017
Liste Konten Man an Puckler ohne M2540
Phoenix Prüfungsbericht 2000 Teil 2
Vertriebsvereinbarung
Vertriebsvergütung Phoenix 4 Vertriebe 70 Mio
equity-run-Muster
E Y Saldenbestätigungen MAN 412 Mio

30 08, 2017

Banker, Geld

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„Auf Glanz und Pracht bedachte Banker sind in der Regel Lumpen und Schwindler.“ Zitat aus Schreiben der US-Bankenaufsicht vom Jahr 1863 „Schädliche Größe“ FAZ 24.10.14 Es gibt „kein nationales Interesse am internationalen Wettbewerbserfolg einzelner Unternehmen, und geradezu schädlich sei der Blick auf internationale Champions, wenn deren Erfolg mit dem Geld von Steuerzahlern erkauft werde.“ „Zu gross fürs Gefängnis“ Handelsblatt, Michael Maisch „In der Bankenwelt schützt Grösse noch immer vor Strafe…..Erst wenn sich Banken ohne Gefahr abwickeln lassen, kann man sie auch wegen schwerwiegender Verghen strafrechtlich verurteilen….das Image der Banken scheint dagegen beinahe rettungslos verloren…stattdessen sieht es so aus, als würde mit jedem Skandal, der mühsam aufgearbeitet wurd, irgendwo ein anderer sein hässliches Haupt erheben….viele Grossbanken sind nicht nur „too big to fail“, sondern auch „too big to jail“..so mächtig, dass es für die Staatsanwälte schwierig, wenn nicht unmöglich ist, sie strafrechtlich mit letzter Konsequenz zu verfolgen, weil die Konzerne destabilisiert würden und das wiederum das ganze Finanzsystem gefährden würde. Dafür gibt es inzwischen reichlich Beispiele…BNP…HSBC…Deutsche Bank……“ Goldstandard Am 15. August 1971 verkündete US-Präsident Nixon, dass von nun an der US-Dollar nicht mehr in Gold einlösbar sei. „Das war der grösste monetäre Enteignungsakt der Neuzeit“ (Prof. Thorsten Polleit) Thomas Jefferson „Das Übel dieser Sintflut von Papiergeld wird erst beseitigt werden, wenn unsere Bürger umfassend und rückhaltlos über deren Ursachen und Folgen aufgeklärt sind und durch ihren Einfluss eigennützige Forderungen, findige Spekulationen, die Geldschneiderei und die Banken zum Schweigen bringen. Bis dahin müssen wir uns hier und jetzt damit zufriedengeben, zu einem eher unzivilisierten Zustand zurückzukehren und in Ermangelung eines stabilen, allgemein anerkannten Wertträgers zum Austausch von Eigentum auf den Tauschhandel zurückzugreifen, weil das derzeit gebräuchliche Wertmittel weniger Stabilität bietet als Glasperlen und das Wampum des Indianers und unsere Bürger, ihr Eigentum und ihre Arbeit zu wehrlosen Opfern der betrügerischen Tricks der Banker und Scharlatane macht.“ März 1819 „Der Feind im eigenen Handelssaal, Banken mussten schon 200 Milliarden Euro Strafe zahlen“ FAZ 15.4.2015 „Die grössten inernationalen Banken haben seit Ausbruch der Finanzkrise weltweit schon mehr als 200 Milliarden Euro für Vergehen ihrer Mitarbeiter gezahlt….Zahlen der London School of Economics, die Zahlungen von 2008 bis 2013 beobachtete….. Bändigt die Banken! FAZ 27. November 2016 Sven Giegold, Udo Philipp, Gerhard Schick „…In der letzten Finanzkrise war die dünne Eigenkapitaldecke der Banken der Hauptgrund für ihr Scheitern…..Der wichtigste Schutz gegen Insolvenz ist ..Eigenkapital… Jedes „normale“ Unternehmen setzt 25 bis 30 Prozent Eigenkapital zur Finanzierung ein. Auch Banken waren in der Vergangenheit so finanziert. Die grossen Investmentbanken ware traditionell sogar als Partnerschaften organisiert…In den Jahren vor der Krise hatten Banken allerdings systematisch ihr Eigenkapital reduziert. Viele der gescheiterten grossen Banken nutzten nur ein bis zwei Prozent Eigenkapital zur Finanzierung. Die deutsche Hypo Real Estate (HRE) hatte gar nur einen homöopathischen Anteil von 0,08 Prozent echtem Eigenkapital in ihrer Bilanz….. Die enorme Prozyklizität der Banken, also die Verstärkung der Konjunkturentwicklung durch ihren..Schuldenhebel, ist eine der wichtigsten Ursachen für Blasenbildung im Finanzsystem und für Rezessionen der Realwirtschaft… Um das Risikogewicht ihrer Kredite und anderer Vermögensgegenstände zu berechnen, dürfen die Banken..ihre eigenen Riskomodelle nutzen..Die Modelle sind so komplex, dass man sie kaum nachvollziehen kann… Aus unserer Sicht ist es völlig unverständlich, wie die Banken immer noch mit genau diesen scheingenauen Modellen arbeiten können und warum die Bankenaufsicht dies..toleriert… Too big to fail….Diese vermeintliche Alternativlosigkeit verursachte unvorstellbar hohe Kosten: Allein in Deutschland mussten die Steuerzahler Banken mit der astronomisch hohen Summe von insgesamt 392 Milliarden Euro vor dem Zusammenbruch retten…auch heute noch betragen die Staatsschulden aus der Finanzkrise über 225 Milliarden Euro… Weil die Kreditgeber wissen, dass diese Banken nicht in Konkurs gehen können, sind Anleihen grosser Banken fast so sicher wie Staatsanleihen. Jedes Jahr fliessen auf diese Weise implizite Subventionen von über 200 Milliarden Euro an Europas Grossbanken… Kein Wunder, dass die Grossbanken ihre Mitarbeiter mit fürstlichen Gehältern und exorbitanten Boni entlohnen können.“ Weniger Spielraum für Missbrauch FAZ, 17.10.2016 Martin Hellwig „Vor allem die grossen Banken haben es im Kleinrechnen ihrer Risiken zu besonderer Meisterschaft gebracht. Um Missbrauch zu verhindern, braucht es klare und höhere Eigenkapitalvorgaben….Der Basler Ausschuss für Bankenaufsicht möchte gewisse Missbräuche beseitigen…Länder der Europäischen Union leisten erbitterten Widerstand…Dabei können die Banken ihre eigenen Modelle zur „Messung“ der Risiken einsetzen. Das bietet Spielraum für Missbrauch. Es ist paradox, wenn man einerseits glaubt, dass Banken reguliert werden müssen, da sie sich sonst zu hoch verschulden, und man andererseits den Banken vertraut, dass die die Risikoeinschätzungen angemesen durchführen….Vorschlag würde vor allem sehr grosse Banken treffen, da diese es im Kleinrechnen ihrer Risiken zu besonderer Meisterschaft gebracht haben…Sie betrachten den durch missbräuchliches Verhalten erzielten Spielraum zur Umgehung der Regulierung als Besitzstand…..“ „Deutschland hat die Finanzkrise nicht aufgearbeitet“ FAZ 24.10.14 Martin Hellwig, Präsident des Max-Planck-Instituts zur Erforschung von Gemeinschaftsgütern: „Früher glich der Bankensektor einem Lastwagen, der mit 150 Stundenkilometer in einen Tunnel fährt. Heute gleicht der Bankensektor einem Lastwagen, der mit 140 Stundekilometer in einen Tunnel fährt.“ Der Bankensektor ist noch lange nicht sicher, erforderlich ist eine erheblich höhere Eigenkapitalausstattung. Es gibt eine zu enge Verflechtung zwischen Banken und Politik. Die zunehmende Macht von Gläubigern gegenüber der Politik führt zur Aushebelung des Haftungsprinzips, der Bail-Out von Griechenland erfolgte nicht zuletzt zum Schutze deutscher und französischer Banken. Die Regulierung der vergangenen Jahre ist in Teilen unzureichend, in Teilen abwegig. Strafen für Banken FAZ 14. Januar 2015 „Manipulierte Wechselkurse, getürkte Zinssätze, Beihilfe zur Geldwäsche und Steuerhinterziehung – das Sündenregister der Banken ist lang…. Analysten der amerikanischen Bank Morgan Stanley …. haben nachgerechnet und kommen auf schwindelerregende Summen: Sie sagen voraus, dass die 25 grössten Geldhäuser in Europa und den Vereinigten Staaten dieses und nächstes Jahr weitere 70 Milliarden Dollar …. für Strafen und Entschädigungszahlungen aufwenden müssen. Die Gesamtkosten für die Institute würden damit seit Anfang 2009 auf umgerechnet 300 Milliarden Dollar steigen…. An vorderer Front steht in Europa die Deutsche Bank……. Die Analysten….glauben, dass neben den Skandalen um Devisenkurse und Libor vor allem krumme Geschäfte mit Hypothekenpapieren die Branche in Zukunft noch teuer werden….. In Europa sprengt….ein Falschberatungsskandal in Grossbritannien alle bisherigen Dimensionen von Strafzahlungen im Bankensektor: Umgerechnet mehr als 30 Milliarden Euro mussten die führenden Geldhäuser auf der Insel in den vergangenen Jahren ….aufwenden, weils sie Privatkunden über viele Jahre hinweg nutzlose Restschuldverschreibungen aufgeschwatzt hatten….. Deutsche Bank zahlt 2,5 Milliarden Dollar Strafe wegen der Zinsmanipulationen Laut der Nachrichtenagentur Reuters bezahlt die Deutsche Bank in einem Vergleich mit den Regulierern in Großbritannien und den USA 2,5 Milliarden Dollar Strafe. Bei dem Skandal hatten sich Händler bei wichtigen Referenzzinsen wie Libor und Euribor abgesprochen, um Handelsgewinne zu Lasten ihrer Kunden einzustreichen. 99,5 Millionen Dollar zahlt JP Morgan an Anleger wegen Devisenmanipulationen FAZ 2.2.15 Laut Presseberichten hat sich die Bank mit Investoren auf eine Zahlung von 99,5 Millionen Dollar geeinigt, da Händler angeblich Devisenkurse zum Nachteil von Kunden beim Fixing manipuliert haben sollen. Insgesamt sind 12 Banken betroffen. „Wie der Banken-Augiasstall ausgemistet werden soll“ FAZ 3. Juli 2014, Philip Pickert „…Noch immer, rund sechs Jahre nach Ausbruch der Finanzkrise , liegt in Europas Bankbilanzen eine Menge Mist. Hinter vorgehaltener Hand sprechen Finanzleute über gewaltige Verluste, die in den Bilanzen verborgen seien. Bedrohlich hohe, zweistellige Quoten fauler Hypothekenkredite in Südeuropa, marode Schiffsfinanzierungen, fragwürdige Geschäftsimmobilien, komplizierte Verbriefungen, deren realen Wertgehalt kam einer mehr versteht – keiner weiss, wie viele Zigmilliarden in den Bilanzen der europäischen Banken eigentlich noch abgeschrieben werden müssten. Die Banken selbst trauen sich gegenseitig nicht über den Weg…..Nicht wenige Ökonomen befürchten, dass Europa ein „japanisches Szenario“ drohen könne mit „Zombie-Banken“, die künstlich am Leben gehalten werden. In Japan infizierten die kranken Banken die ganze Volkswirtschaft….Laut dem aktuellen Bankenmonitor des Instituts der deutschen Wirtschaft sind die Problemkredite am höchsten in Zypern und Griechenland, aber auch in Italien (11 Prozent) sind sie sehr hoch…..Aufbau der neuen EZB-Bankenaufsicht: „Wir haben nur einen Schuss, und der muss sitzen.“…..Bei dem „Blitztest“ 2011 wurden einige Banken für gesund erklärt, die wenig später in gewaltige finanzielle Schwierigkeiten gerieten und vom Steuerzahler gerettet werden mussten…..Jörg Asmussen: „Das wird die dritte und letzte Chance sein.“ “ Der britische Wirtschaftsminister Lord Mandelson 2009: „The banks are fucked, we’re fucked, the country’s fucked!“ „Wie die Investmentbanker reich werden“ FAZ, 2. Juni 2014, Marcus Theurer „Ein Veteran der Londoner City schildert, wie sich seine Branche in den vergangenen Jahrzehnten in einen Selbstbedienungsladen verwandelt hat……Der Mann war Spitzenmanager mehrerer internationaler Investmentbanken…..Er ist eine Art wandelndes Geschichtsbuch der City. ……Noch Mitte der siebziger Jahre konnten in Grossbritannien nicht nur Ingenieure, sondern auch Anwälte, Architekten und andere Berufsgruppen mit einem höheren Einkommen rechnen als die Herren des Geldes in der City. ……Heute dagegen verdient ein Banker im Durchschnitt mehr als doppelt so viel wie ein Ingenieur und hat auch alle anderen untersuchten Professionen mit Ausnahme der Ärzte weit hinter sich gelassen………Der Manager, der lange Zeit Teil des Systems war, sagt, seine Branche sei letztlich zu einem Selbstbedienungsladen geworden, eine Art Kasino, in dem die Spieler viel gewinnen und nichts verlieren können. Das Thema ist so brisant, wie nie zuvor…. Die Banken schätzten “den Bonus von heute noch immer höher ein als die Geschäftsbeziehung von morgen“ kritisierte … Christine Lagarde….und attestierte der Branche, sie verweigere noch immer „hartnäckig“ den Wandel….Bei Barclays waren im Jahrt 2013 die milliardenschweren Bonuszahlungen für die Mitarbeiter fast dreimal so hoch wie die Dividenden für die Aktionäre. Im Fall der Deutschen Bank….das Investmentbanking habe in den vergangenen beiden Jahren Verluste in dreistelliger Millionenhöhe verursacht. Dennoch habe die Deutsche Bank für diesen Zeitraum rund 4,5 Milliarden Euro an Mitarbeiter-Boni verteilt…….In den siebziger Jahren….Investmentbanken waren zu jener Zeit …nicht börsennotiert. Die Banker waren….Partner….Als Miteigentümer hatte man eine Gesamtverantwortung ….nicht nur an den Gewinnen, sondern auch an den Verlusten beteiligt……der Banker als Unternehmer war schon in den siebziger Jahren ein Auslaufmodell….Im Jahr 1971 ging Merrill Lynch als erste der führenden amerikanischen Investmentbanken an die Börsse…..Als eigentlichen Sündenfall sieht er jedoch eine andere Zäsur an: „Die Aufgabe des Trennbankensystems hat die Weltfinanzkrise von 2008 verursacht“……Die Kombination des Know-how der Investmentbanker mit der Kapitalstärke führender Geschäftsbanken führte zu einem revolutionären Wandel…….Das Kapital wirkte wie Doping und machte das Investmentbanking in den neunziger Jahren zu einer Geldmaschine, deren Räder sich immer schneller drehten – und die Einkommensspirale drehte sich mit…..Der Kapitalmarkexperte hat einen drastischen Ausdruck für diese Vermischung der Geschäftsmodelle: „raping the balance sheet“ – die Vergewaltigung der Bankbilanz durch die Investmentbanker…..Das Problem sei weiter ungelöst….Ein halbes Jahrzehnt nach der Beinahe-Kernschmelze des globalen Finanzsystems sieht der Bankenveteran die Geldhäuser unverändert auf Kollisionskurs mit dem Rest der Welt. „Wenn eine Branche, die total versagt hat, trotzdem so viel bezahlt, dann verletzt das ein natürliches Gerechtigkeitsempfinden…..Die Banken müssen einen Weg finden, ihre Mitarbeiter in einer Art und Weise zu entlohnen, die für die Gesellschaft akzeptabel ist.““ Banker/Finanzindustrie – Raub durch Hochfrequenzhandel FAZ 13. Januar 2015 Algorithmen auf Computern von sogenannten „Algo-Tradern“ senden Kauf-und Verkaufaufträge in riesigen Volumina an die Börsen, um Arbitrage-Gewinne durch Kursdifferenzen zu erzielen. Es geht bei der Orderürbermittlung um Bruchteile von Sekunden, einen Nanosekunden-Vorteil hat der, dessen Computer am nächsten an der Börse steht. Viele Aufträge werden in Sekundenbruchteilen gleich wieder storniert. Gigantische Fehltrades können grosse Turbulenzen auszlösen („Flash Crashs“). Einige der Börsenaufträge werden in räuberischer Absicht übermittelt: um ein falsches Bild von Angebot und Nachfrage zu generieren („Spam and Cancel“), um Grossrechner der Börse durch eine Vielzahl von Orders etwas zu verlangsamen („Quote Stuffing“), um Liquidität vorzutäuschen („Spoofing“) oder Orderbücher durch „Anklopfen“ mit kleinejn Testorders auszuspähen („Pinging“), um einen Markttrend vorzutäuschen („Momentum Ignition“) oder um einen Kurs durch hintereinandergestaffelte Limits in eine bestimmte Richtung zu bewegen („Layering“). Die Kreativität der Finanzindustrie ist mal wieder grenzenlos – leider erneut zu Lasten der normalen Anleger. Ich glaube, dass Banken für unsere Freiheit eine grössere Gefahr darstellen als eine stehende Armee. Thomas Jefferson Banker - Tricksereien im Rohstoffhandel n-tv 26.11.14 Der amerikanische Senat wirft Goldman Sachs Preismanipulation vor, unter der nicht nur die Wirtschaft im allgemeinen, sondern auch die Verbraucher gelitten haben. Ein überparteischer Untersuchungsausschuss kommt zu dem Ergebnis, dass vor allem Goldman Sachs, Morgan Stanley und JP Morgan Chase in den vergangen Jahren so weit in das Geschäft mit Rohstoffen vorgedrungen sind, dass das der Wirtschaft schade. Ein weiteres Beispiel für die ungebremste Gier der amerikanischen Finanzriesen. Teure Lobbyarbeit führte zu einer weitgehenden Deregulierung der Märkte, die dann schamlos ausgenutzt wurde. Bis vor etwa zwanzig Jahren durften Banken keine Rohstoffe besitzen. Heute besitzt Goldman besitzt eine eigene Kohlengrube in Kolumbien, riesige Aluminiumlager in Detroit, JP Morgan besitzt 31 Stromkraftwerke, Morgan Stanley hat 100 Öltanker und 55 Millionen Fass Rohöl und eigene Lieferverträge mit Großkunden. Durch geschickte Lagerhaltung kann der Markt verknappt und Preise in die Höhe getrieben werden und man hat beste Marktdaten, mit denen die eigenen Banker wunderbar spekulieren können. Dabei laden die Banken auch enorme Risiken auf sich, die im Zweifelsfall wieder von den Steuerzahlern getragen werden. Banker FAZ: „Wie wir lernten, die Banken zu hassen“ (22. Dezember 2013) „..Das Jahr 2013 geht zu Ende. Und systemrelevante Banken gefährden noch immer das Wohlergehen des Landes und vieler anderen Volkswirtschaften. Warum? Weil die Politik nur an den Symptomen herumkuriert, aber die Ursachen der Krise nicht bekämpft. Was sind die Ursachen der Krise? Dass die Banken zuwenig Eigenkapital haben, mit dem sie für Fehlspekulationen haften können….Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren – so lautet das skandalöse Geschäftsmodell der Banken. Mit diesem Modell haben sie die Welt an den Rand des Abrunds gebracht…..Man soll sich nicht zufrieden geben, solange das alte, verderbliche System bleibt. Im Kern wollen Banken weiterhin Geschäfte machen dürfen, deren Risiken sie der Gesellschaft aufhalsen. Denn sie weigern sich, den zentralen Sicherheitspuffer ihrer Bilanz – das Eigenkapital – auf eine sozialverträgliche Höhe zu bringen. Warum weigern sich die Banken so hartnäckig? …Wegen des Hebels. Dieser Zauberstab des Fremdkapitals vervielfacht bei geringem Eigenkapital die Renditechance gewaltig. So etwas mögen die Banker. Denn dann können sie sich hohe Gehälter zahlen und saftige Boni gönnen. Aber der Hebel wirkt leider auch in die andere Richtung…..Wirtschaftsnobelpreisträger Eugene Fama: „Die Erwartung der Rettung durch den Steuerzahler verleiht den Banken teuflische Anreize, viel zu hohe Risiken einzugehen….Hätten die Banken in der Finanzkrise mehr Eigenkapital gehalten, hätten die Aktionäre viel Geld verloren, die Welt als Ganzes aber nicht so viel.“……Zwischen 2008 und 20123 mussten die europäischen Staaten nach Auweis der Europäischen Kommission ihre Banken mit 5,1 Billionen Steuergeld „retten“…….Risiko und Haftung gehören zusammen. Wer die Boni einstreicht, muss auch für die Verluste geradestehen……Die Banken heucheln Demut. Doch wahre Demut bestünde darin, für mehr Eigenkapital zu sorgen. Das aber scheuen sie wie der Teufel das Weihwasser………diese Zahlen ändern nichts daran, dass alle Banken der Welt….insgesamt grottenschlecht kapitalisiert sind. Um das zu kaschieren, werfen die Banken Nebelkerzen in die Öffentlichkeit…..Wer so argumentiert, unterschlägt auf ziemlich unanständige Weise die Kosten, die er der Allgemeinheit aufgebürdet hat……Das Argument, wonach höhere Eigenkapitalanforderungen zwingend zu höheren Kreditzinsen führen, ist weder theoretisch noch praktisch haltbar…….Wenn höhere Kapitalanforderungen Banken veranlassen, weniger zu verleihen, dann deshalb,weil sie Eigenkapital nicht erhöhen wollen……Im 19. Jahrhundert waren Eigenkapitalquoten zwischen 25 und 40%! Prozent durchaus üblich….Was also tun, wenn die Banken nicht freiwillig erhöhen? Dann muss man sie zwingen…..Zwang ist ein schmutziges Wort…Rauspauken (Bail-Out) ist aber noch viel, viel schmutziger.“ Banker „….Weit mehr als eine Fussnote ist mir der Hinweis wert, dass die Deutsche Bank AG - wie andere grosse Banken auch - aus der Rettung der AIG durch den US-Staat eine Zahlung über 11,8 Milliarden US-Dollar für fällige Sicherheiten erhielt. Warum ist mir dies eine Erwähnung wert, wo es sich doch um einen unzweifelhaften Zahlungsanspruch der Deutschen Bank handelt? Nun, eine Bank wie diese, die mehrfach bekundet hat, dass sie staatliche Hilfsmassnahmen nie in Anspruch nehmen müsste, wird sehr genau wissen, wie hoch ihr Abschreibungsbedarf gewesen wäre, wenn es nicht eine Serie staatlicher Stützungsmassnahmen gegeben hätte. Ich vermute, dass die nationalen Stützungsmassnahmen für IKB und HRE, die US-Rettung der AIG, die Stützung des Einlagensicherungsfonds der deutschen privaten Banken durch die Angebote des Finanzmarktstabilisierungsgesetzes und die Gewährleistungen der EU-Staaten, unter anderem für Länder wie Griechenland, der Deutschen Bank AG einen Abschreibungsbedarf von 25 bis 30 Milliarden Euro erspart haben. Wären all diese Maßnahmen nicht erfolgt, hätte darüber sogar die Eigenkapitalausstattung der Deutschen Bank zum Problem werden können. Mit anderen Worten: Angesichts der vielen indirekten Vorteile aus diversen staatlichen Rettungspaketen sollte der Verzicht auf eine Inanspruchnahme direkter staatlicher Unterstützungsmassnahmen nicht so lustvoll betont werden…..“ Peer Steinbrück, "Unterm Strich" „Erst zogen einige Bankmanager ihre Kunden mit obskuren und riskanten, aber provisionsträchtigen Anlagen über den Tisch. Dann nahmen sie ihre Anteilseigner aus, indem sie saftige Bonuszahlungen von den Erträgen abzogen und nicht etwa als Dividenden ausschütteten oder dem Eigenkapital zuführten; anschliessend jagten sie in ihrer Risikoignoranz den Wert der Banken in den Keller. Dann nahmen sie einzelne Staaten aus, indem diese sich gezwungen sahen, systemrelevante Banken mit Steuermitteln zu stabilisieren. Und schliesslich nahmen sie ganze Staatengemeinschaften aus, indem sie ihnen Notfallpakete abverlangten, mit denen ihre Kredite an bankrotte Staaten abgesichert wurden.“ Aus Peer Steinbrück, „Unterm Strich“ „Weitere Erfahrungen mit Bankmanagern liessen meinen Respekt für diese unantastbar kompetent erscheinende und von ihrer eigenen Bedeutung getragene Kaste systematisch sinken....“ Peer Steinbrück, „Unterm Strich“ „Das Einmaleins der Devisenbetrüger“ FAZ 13.11.2014, Marcus Theuer „Wie Bankenhändler die wichtigsten Referenzkurse im Währungshandel manipuliert haben“ „Sie nannten sich ‚die Spieler‘, die ‚drei Musketiere‘ und …“A-Team“ – über Jahre hinweg haben verschworene Cliquen von Devisenhändlern großer Banken den internationalen Währungsmarkt manipuliert. In elektronischen Chatrooms tauschten sich die Mitglieder des Devisenzocker-Kartells untereinandern aus, um auf Kosten ihrer Kunden Profite einzustreichen…..Geldbußen von umgerechnet rund 2,7 Milliarden Euro….Im globalen Devisenhandel werden täglich rund 5,3 Billionen Dollar umgesetzt…..Der Glaube an faire Devisenkurse ist mittlerweile verflogen…Währungshandel weitgehend unreguliert und intransparent….‘Anreiz und Gelegenheit‘ zu Tricksereien …….Besonders dreist haben es die Manipulateure in den Handelssälen der Banken offensichtlich beim sogenannten ‚4pm London fix‘ getrieben. Beim ‚4pm fix‘ zum Ende des Londoner Handelstages werden täglich um vier Uhr nachmittags Kassapreise für 160 Währungen ermittelt….die mit Abstand wichtigsten Referenzwerte im Währungshandel….die Bankenhändler..garantieren ihren Kunden vorab, dass diese ihre Geschäfte zum Kassakurs abwickeln können, der beim Fixing ermittelt wird….Berechnet werden die Kassakurse auf Basis von Aufträgen , die während eines Zeitraums von nur einer Minute durch das Handelssystem des Finanzdienstleisters WM Reuters geschleust werden. Die Mitglieder des Devisenkartells haben sich vorab untereinander informiert, welche Aufträge sie während des ‚Handelsfensters‘ um 16 Uhr abwickeln wollen. Durch eine abgestimmte Stückelung der Aufträge während der entscheidenden Handelsminute versuchten sie den Kassapreis so zu beeinflussen, dass sie daraus Gewinn schlagen konnten…. Sittenverfall im Bankwesen - Ungehaltene Rede 15.07.2004, von Dr. h.c. Ludwig Poullain Eigentlich hätte ich zum Thema „Landesbanken im Wandel der Zeiten“ zu Ihnen sprechen sollen - und auch gerne sprechen wollen. Doch dann wäre ich kaum umhingekommen, mich mit der herrschenden Lehre der Öffentlich-Rechtlichen streitbar auseinanderzusetzen. Und dies hätte zum Frevel an diesem hohen Feiertag werden können. So wählte ich „Bank und Ethos“, im Glashaus sitzend - habe ich doch selbst einmal in diesem Gewerbe gegen die Gebote des Ethos verstoßen, war darum auch angeklagt, zwar vom Kadi freigesprochen, dann jedoch meinem eigenen Urteilsspruch unterworfen. Ich hatte gefehlt. Und ich fand es gerecht, daß ich dafür meinen Tribut zu zollen hatte. So fühle ich mich frei, frei genug, die gegenwärtige Szene kritisch zu beurteilen. Dennoch werde ich mich hüten, allzu dicke Steine in die Hand zu nehmen; jedoch werde ich auch nicht nur Sandkörnchen gegen die Glasscheiben werfen. Es geht mir nicht um aktuelle Ereignisse - auch wenn ich Begebenheiten als Beispiele für moderne Verhaltensnormen nennen werde. Das Thema ist zeitlos. Bereits mit der Gründung der ersten Bank war es akut. Zum Einstieg wähle ich den öffentlichen Auftrag - nicht den, den die öffentlich-Rechtlichen für sich beanspruchen, sondern den an die gesamte deutsche Kreditwirtschaft gerichteten Öffentlichen Auftrag, die Bürger dieses Landes mit ihren Dienstleistungen zu versorgen, und dies in redlicher Art. Redlich: welch schönes altes deutsches, welch treffendes Wort. Es beinhaltet Ehrlichkeit, Offenheit, Beflissenheit, Bereitwilligkeit, es bedeutet, gleichermaßen zu dienen wie zu leisten. Schon vor mehr als 200 Jahren hat Kant den Bankdienstleistern die moralischen Verhaltensnormen hierfür vorgegeben: „Man darf sich bei Vergehungen gegen die Redlichkeit niemals auf die Schwäche der menschlichen Natur berufen; denn in der Redlichkeit kann man vollkommen sein.“ Kant unterstellt also bei einer Verletzung des Gebotes der Redlichkeit den Vorsatz. Somit hat er damals bereits Knebelungsverträge, Zinswucher, Übervorteilung, Ausnutzung von Unwissen, Verführung Unkundiger, Mißbrauch von Macht gegenüber Abhängigen und was es auf diesem Gebiet noch an weiteren Unarten geben sollte, unter sein moralisches Verdikt gestellt. Anschwellender Bankgesang Ob neben erfolgreichem Wirtschaften auch moralische Prinzipien das Denken und Handeln eines in einer Bank Verantwortlichen leiten sollten, vor diese Frage fühlte ich mich erstmals gestellt, als Ende der sechziger Jahre die Schlagworte „Macht der Banken, Machtmißbrauch durch die Banken“ zu aktuellen Themen wurden. „Die Banken verfügen über eine große Macht. Sie wird im stillen ausgeübt. Also ist sie unkontrollierbar. Darum verführt sie zum Mißbrauch“, so lauteten die Thesen der damals Jungen und Wilden (heute bekleiden sie Ämter wie, beispielsweise, das des Bundeskanzlers). Sie forderten mehr Kontrolle über die Banken und, in ihrer Konsequenz, dann auch deren Verstaatlichung. Was macht man, wenn man so attackiert wird? Man entrüstet sich gebührend. Aber war es nicht wirklich Ausübung von Macht, über Kreditlenkung auf Industrie und Wirtschaft Einfluß zu nehmen, war es nicht stille Gewaltanwendung, in den von uns Bankleuten durchsetzten und bestimmten Aufsichtsräten die Richtung zu bestimmen? Die Attacken gegen die Macht der Banken wurden dann auch von Politikern, denen andere Mächtige neben sich dulden zu müssen lästig ist, allzugern aufgegriffen. Was ihnen jedoch mehr mißfiel, war das in den Banken angesammelte umfassende Wissen über die wirtschafts- und finanzpolitischen Zusammenhänge in unserem Land und die Bereitschaft, dieses Wissen den Bürgern ungeschminkt zur Kenntnis zu bringen, also fundierte Kritik zu üben. Solche Äußerungen trafen die Regierenden an empfindlicher Stelle. Denn es ist schon etwas grundlegend anderes, wenn gebündelter Sachverstand kritisch spricht, als wenn eine Opposition alles negiert, was eine Regierung sagt, macht oder unterläßt. Als ich von dem damaligen Ministerpräsidenten meines Landes - der schon vor geraumer Zeit verstorben ist - aufgefordert wurde, als Chef einer öffentlich-rechtlichen Bank, an der das Land Nordrhein-Westfalen maßgeblich beteiligt sei, kritische Äußerungen gegenüber der Wirtschaftspolitik des damaligen Bundeskanzlers Helmut Schmidt zu unterlassen, fühlte ich mich weniger in meinen Rechten beeinträchtigt als vielmehr an der Ausübung meiner Pflichten gehindert. So habe ich ihm dann geantwortet, daß er als Politiker das Grundgesetz, in dem mein Recht auf freie Äußerung meiner Meinung verbrieft sei, sicherlich besser kenne als ich. Was jedoch die Wirtschafts- und Finanzpolitik beträfe, fühlte ich mich als einer der Bestinformierten in unserem Lande. Wenn dann also ein Journalist mir eine Frage stellte, deren Beantwortung ich als wichtig ansähe, so würde ich es auch in Zukunft als meine Pflicht und zu meinen Aufgaben gehörend ansehen, diese mit öffentlicher Wirkung zu beantworten. Seine Replik: „Dann ist das Tischtuch zwischen Ihnen und mir zerschnitten.“ Das war dann so und blieb auch so. Seit jeher ist es unbequem, eine eigene Meinung zu haben; noch beschwerlicher kann es werden, wenn man sie auch von sich gibt. Der letzte unserer Zunft, der die hierzu nötige Courage noch aufbrachte, war Alfred Herrhausen. Seitdem äußern sich die Sprecher der Vorstände lieber nicht mehr öffentlich kritisch zu Fragen der Wirtschaftspolitik. So können sie sich des Wohlwollens der Mächtigen sicher sein. Ersatzweise werden Chefvolkswirte zum unverbindlichen Talk ins Fernsehen entsandt. Meines Erachtens gehört es aber zu den ethischen Pflichten der Bankherren, ihr Wissen und ihren kritischen Sachverstand zur Aufklärung schwieriger wirtschaftspolitischer Zusammenhänge zum Wohle der Bürger, die diese Vorgänge nicht zu deuten vermögen, offenzulegen, auch wenn sie damit den Regierenden auf die Füße treten und diese ihnen darob ihr Wohlwollen entziehen. Wir alle bewegen uns in der Strömung unserer Gesellschaft; dabei können wir uns von ihr treiben lassen, oder aber wir können uns ihr entgegenstemmen. Die Banken dümpeln träge mitten im Strom. Mich als Methusalem aus dem vergangenen Jahrhundert erschreckt, wie radikal und in welch hohem Tempo sich die Normen unserer Gesellschaft ändern - ich empfinde dies als moralischen Zerfallsprozeß. Anders als der 1945 aus dem Krieg heimkehrende geschlagene Soldat P., der es als Glück empfand, die Fesseln der Staatswirtschaft gegen die Freiheiten, die ihm der Kapitalismus bescherte, eintauschen zu können und sich darum auch seinem Land verpflichtet fühlte, nehmen sich die meisten Mitglieder unserer Gesellschaft nicht mehr als wesentliche Bestandteile unseres Staates wahr. Sie sind von Fördernden zu Fordernden geworden. Diese Denkungsart hat auch das einst hochangesehene Bankgewerbe erfaßt. Auch dort haben sich Wertmaßstäbe verschoben. Selbstverständlich nicht so derb und vordergründig wie im gemeinen Volke, sondern vornehm und auf hohem Niveau. Man nutzte in der Wirtschaft, also nicht nur bei den Banken, die Veränderungen auch als Chance, sich elitär zu gebärden. Noch nicht fällige Vertragsverlängerungen für Vorstände an einem Abend vor einer Hauptversammlung, auf der gravierende Fehlprognosen zur Diskussion standen, zu beschließen wird aktienrechtlich korrekt gewesen sein. Aber es war auch: instinktlos, taktlos, hoffärtig und arrogant. Daß einer aus unserer Branche hieran maßgeblich mitgewirkt hat, verletzte das Ethos unserer Zunft. In Düsseldorf stehen einige Herren der Wirtschaft, darunter auch ein Banker, vor dem falschen Gericht. Denn die im Strafgesetzbuch stehenden Texte können den Kern der Handlungen nicht werten. Kant: „Der Gerichtshof ist im Innern des Menschen aufgeschlagen“, und „Handle so, daß die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne“. Es entspricht den Standards unserer Gesellschaft, daß sie das Geld, das verteilt worden ist, in das Zentrum ihrer Kritik gerückt hat. Doch nicht die Höhe der Beträge bemißt das Übel. Das liegt vielmehr in der Art, wie die Herren die Sache gemacht haben und als ihr Recht betrachten, so gehandelt zu haben: Wie sie mit ihren vor der Brust verschränkten Armen den Einzug des Gerichts erwarten, dieses Bild tut weh. Uns in der Wirtschaft täte Demut zu empfinden, und sie mitunter auch zu zeigen, gut. Wir müssen nicht mit dem Kopf unter den Armen herumlaufen, aber ein Gespür dafür entwickeln, was in den Gemütern derer vorgeht, die nicht auf der Sonnenseite rechtssicherer Dienstverträge leben. Wir sind Pharisäer, wenn wir nur immer wieder auf den Mißbrauch sozialer Sicherungsinstrumente hinweisen, anstatt unser eigenes Tun selbstkritisch zu betrachten. Selbstkritische Gedanken scheinen einem Bankherren heute nicht mehr angemessen; das eigene Tun in Frage zu stellen - ich meine: vor sich selbst, nicht gegenüber dem Aufsichtsrat -, erscheint ihm als zinsloser Aufwand. Dabei hatten und haben wir so viele hervorragende Vorbilder! Wenn ich sage, die heute in den Banken Handelnden seien stromlinienförmiger geworden, könnte das falsch verstanden werden: als meinte ich, sie hätten die Fähigkeit erworben, sich schneller den Herausforderungen zu stellen. Doch ihre windschlüpfige Form nutzen sie lieber dazu, sich solchen Verpflichtungen zu entziehen. Ist es nur Lässigkeit, wenn sie sich scheinbar unbedacht über die Kreditwürdigkeit ihrer Kunden äußern? Hätte sich ein Hermann Josef Abs, der seinen Namen mit der ihm von uns Zeitgenossen zugestandenen Arroganz zu buchstabieren pflegte: „A wie Abs, B wie Abs, S wie Abs“, jemals dafür hergegeben, über einen Kunden Kreditschädigendes zu sagen? Auch zu seiner Zeit hätte er einen Anlaß finden können, mit einer kundenschädigenden Aussage der eigenen Bank einen Vorteil zu verschaffen. Aber eher hätte er einen materiellen Nachteil hingenommen, als die ethische Maxime, das Bankgeheimnis wie ein Beichtgeheimnis zu wahren, zu verletzen. Heute dagegen scheinen Mächtige unserer Zunft nichts Anrüchiges mehr dabei zu finden, wenn sie scheinbar beiläufig in einem fernen Land vor einer laufenden Fernsehkamera einem ihrer Kunden, der ihrer Zunft nicht nur durch Kreditvertrag, in dem gegenseitig Stillschweigen vereinbart worden war, verbunden ist, sondern der sich, wenn der Grundsatz von Treu und Glauben noch gelten sollte, ihr anvertraut wähnte, Schaden zufügen - um danach von sich zu geben, sie hätten nichts von Bedeutung gesagt. Indem ein in unserer Branche Herausragender sein Wissen auf diese Weise öffentlich machte, verletzte er die zwar ungeschriebenen, aber bis dahin noch gültigen Gesetze unseres Gewerbes. Nun sind sie Makulatur. Ich frage: Wie will die deutsche Kreditwirtschaft ihre an den Gesetzgeber gerichtete Forderung, das Bankgeheimnis nicht anzurühren, begründen, wenn einer ihrer Repräsentanten es derart verletzt hat? Die Bank wurde wegen Verletzung des Kreditvertrages in zwei Instanzen zur Leistung von Schadenersatz verurteilt. Da eine Revision nicht zugelassen wurde, wählte sie den Weg der Nichtzulassungsbeschwerde. Es galt erst einmal, Zeit zu gewinnen. Lange Fristen haben den Charme, Unangenehmes undeutlich werden zu lassen. Eine solche Taktik ist zwar nicht unbedingt ehrenhaft, aber bequem und wirksam. Es gibt Vorgänge, die nicht verjähren, weil ihr moralischer Kern nicht verwittert. Erdnüsse in den Strümpfen Vor ziemlich genau zehn Jahren wurde der Peanut, der Wert einer Erdnuß, neu erfunden. Danach betrug er rund 50 Millionen Deutsche Mark. Doch das ist nicht mein Thema. Mich beschäftigt die Reaktion des Erfinders auf die massive Kritik, die ihm nach der Verkündigung seines Satzes entgegenschlug: „Mich verblüfft schon, mit welcher Vehemenz und Uneinsichtigkeit auf uns eingeprügelt wird“, sagte er und fuhr fort: „Wir haben niemandem geschadet außer uns selbst.“ Diese Aussage gibt nebenher Auskunft darüber, wem nach Meinung des Bankvorstandes die Bank gehört: ihm, selbstverständlich ihm, dem Vorstand, und nicht etwa den Aktionären. Dieses „Wir haben niemandem geschadet außer uns selbst“ ist so unwahr wie unredlich. Ethos der Banken? Wollten sie sich mit diesem Nimbus umgeben, müßten die Leute an ihren Spitzen zunächst einmal danach trachten, ihre Köpfe mit einem anderen Geist zu füllen. Sie müßten ihre Instinkte und ihr Denken wandeln. Und dann auch noch den Untergebenen, deren Motivation sich im schnellen Geldmachen erschöpft, andere Wegmarken einpflanzen - auch ihren Investmentbankern. Doch selbst für Herakles, der die Erde von ihren Unholden befreite und sich klaglos allem Schlimmen beugte, wäre diese Aufgabe wohl zu schwer. Ich maße mir nicht an, die herrschenden Verhältnisse zu ändern. Ich will nur etwas an sie rühren. So spreche ich nur von den Pflichten der Bankherren. Sie alle, wir alle sind unserer Gesellschaft gegenüber zu redlichem Handeln verpflichtet. Unsere Aufgabe ist es nicht, Waren zu produzieren und sie zu vertreiben. Wir sind Treuhänder. Die Bürger unseres Staates haben uns wesentliche Teile ihres von ihnen erarbeiteten Vermögens anvertraut. Dieses Vertrauen kann nur gerechtfertigt werden durch die Erfüllung der Pflicht, die Werte nicht nur sicher anzulegen, sondern auch mit einem höchstmöglichen Bonus auszustatten. Diese Pflicht eines Verwalters fremder Vermögen hat eine andere Maxime als etwa die Pflicht eines Vorstandes eines Büromaschinenherstellers. Mich dünkt, daß an die Stelle der Pflicht, seine eigene Person, oder, falls vorhanden, seine Persönlichkeit, sich selbst mit Geist und Haut und Haaren in seine Aufgabe einzubringen, die Unverbindlichkeit gerückt ist. An die Stelle des sich auch dem Wohle dieses Landes verpflichtet fühlenden „Bankiers“ ist der „Banker“ getreten. Was den Unterschied zwischen einem Bankier und einem Banker ausmacht? Der Bankier war ein vornehmer Mann, kein Vornehmtuer, er war also ein Herr, der die Kunst und die Geduld des Zuhörens beherrschte und so souverän war, seine eigene Meinung durch das, was er aufnahm, zu korrigieren. Er räumte den Ratgebern Zeit ein, und er nahm die Sorgen derer, die sich ihm anvertrauten, ernst. Er war kein Mann des schnellen Geldmachens, sondern suchte seinen Nutzen in der Beständigkeit einer Beziehung. Ein Banker dagegen ist ein globaler Universeller. Er weiß nicht nur alles, er weiß auch alles besser; etwa von Abläufen in Produktion und Versand, von Forschung und Entwicklung, also von Dingen, von denen er von Haus aus nur wenig wissen kann. Hat er sich einmal eine Meinung gebildet, steht sie unverrückbar fest. Sie ist nicht mehr diskutierbar. Am liebsten verkehrt er nur unter Gleichgekleideten. Gepflegte Tischsitten und strikte Beachtung der Regeln der Etikette gelten ihm als Ausdruck hochentwickelter Kultur. In den letzten zwanzig Jahren haben an der Spitze der Banken vier- bis fünfmal die Generationen gewechselt. Die heute sind um nichts schlechter, als wir, die Verflossenen, es waren. Nur anders sind sie. Den Herren der Neuzeit ist die Fähigkeit oder der Wille abhanden gekommen, sich mit ihren Institutionen zu identifizieren. Nannte man etwa in den siebziger Jahren den Namen Ponto, so nannte man damit gleichzeitig den Namen seiner Bank. Der Mann an der Spitze machte sich mit seiner Bank eins. Höre ich Ackermann, fallen mir Globalisierungswut und schwyzerischer Erwerbssinn ein, letzterer jedoch nur in verfremdeter Form. Ackermann ist dabei, die Identität der Bank, die einen stolzen Namen trägt und, dies bekenne ich gerne, für mich in meiner aktiven Zeit immer ein Vorbild für Abgewogenheit im Denken und Tun war, für immer und ewig wegzugeben. Auch der Herr Bundeskanzler hat auf dem letzten Sparkassentag in Frankfurt mit der staatsmännisch klingenden Formulierung, mit Fusionen „endlich in die Strümpfe zu kommen“, diese Politik für gut und richtig erklärt, wobei er es nicht unterließ, den Landesbanken seinen speziellen Rat zu geben, aus ihrem runden Dutzend nur noch drei zu machen - als ob Fusionen in die Horizontale die einzig wahren wären. Nur wer in die Tiefe bohrt, stößt auf Brunnen. Glaubt der Bundeskanzler, glauben die Banken, daß die bloße Addition von Bilanzsummen und Eigenkapital auch zu größeren Leistungen führen wird? Ob sie, als in der Schule die Differentialrechnung gelehrt wurde, gefehlt haben? Ich denke, daß die Identität der Deutschen Bank mehr wert ist als ihre sonstigen stillen Reserven. Ich denke auch, daß sie alle Dienstleistungen und Finanzierungen, die von ihr gefordert werden, in hervorragender Qualität zu erbringen in der Lage sein wird, auch, oder vielmehr gerade dann, wenn sie bleibt, wie sie ist, nämlich allein. Bliebe als Grund für Fusionen dann noch die Furcht vor dem unbekannten großen Dritten, der Feindliches plant. Gibt es ihn überhaupt, oder malt man nur ein Gespenst an die Wand, um Verständnis für nicht Verstehbares zu erwecken? Mein Eindruck ist, daß die Aktionäre sich mehr als die Mitglieder ihres Vorstandes mit ihrer Bank identifizieren. Gewinnmaximierung ist keine Maxime Vor geraumer Zeit veranstaltete die philosophische Fakultät meiner heimischen Universität eine Veranstaltungsreihe, die sich mit dem Verhalten verschiedener Gruppen in unserer Gesellschaft beschäftigte. Unter anderem auch mit den Banken. Im Veranstaltungskalender stand zu diesem Thema: „Das Mißverhältnis zwischen hohen Kreditzinsen auf der einen Seite und niedrigen Sparzinsen auf der anderen Seite ist von Millionen von Bankkunden zwar als Ärgernis, aber bisher doch stillschweigend hingenommen worden.“ Dieses Phänomen ist so alt, daß ich es sogar noch aus meiner aktiven Zeit kenne. Der terminus technicus der Bankensprache dafür lautet: „Zinsunempfindlichkeit der Sparer“. Zu dem Satz von der Verhältnismäßigkeit des Kreditzinses zum Sparzins fand ich bei Kant Entsprechendes. Er erzählte ein Beispiel von einem Krämer: Ein Kaufmann berechnet die Preise für seine Ware und entschließt sich, ehrlich zu sein. Er will seine Kunden, ob sie nun unerfahren sind - dies gilt, das füge ich ein, in der Regel auch für Sparer - oder ob es sich gleich um Kinder handelt, nicht übers Ohr hauen. Eine solche Handlung geschieht noch lange nicht aus Pflicht, so behauptet Kant, sondern sie ist „pflichtmäßig“, äußerlich nicht von derselben Handlung aus ehrlichen Grundsätzen heraus zu unterscheiden. Warum? Kant fährt fort: Weil es sein kann, daß der Kaufmann aus Vorteilsdenken ehrlich ist, damit ihm die Kunden nicht davonlaufen. In diesem Fall geschieht seine Handlung in Wahrheit aus eigennütziger Absicht. Die Banken braucht die Sorge des Krämers, daß ihm die Kunden, wenn er sie denn übers Ohr hauen sollte, davonlaufen, nicht zu plagen. Selbst wenn ein nicht „zinsunempfindlicher“ Sparer alle Banken am Platz abklappern und die in den Kassenräumen aushängenden Konditionen miteinander vergleichen würde, er wird kaum etwas Besseres als das finden, was ihm seine Hausbank seit eh und je bietet. Marktgerechte Zinsen seien dies, erklärt der Kundenberater jeder Bank seinem durchaus zinsempfindlichen Sparer. Oder doch nicht eher ein stillschweigendes Kartell? Ich kann nur festhalten, daß es seit langer Zeit auf diesem Sektor kaum noch Wettbewerb gibt. Leider haben die Sparkassen dazu ihren Beitrag geleistet, da sie freiwillig ihre Preisführerschaft aufgegeben haben. Dies scheint nun die Postbank zu übernehmen. Ob sie dafür einen öffentlichen Auftrag beansprucht? Wir Deutschen werden sparen, fürderhin und immerdar. Die Sparer haben sich schon seit langem damit abgefunden, daß ihnen ihre Einlagen, ziehen sie die Inflationsrate ab, kaum noch eine reale Verzinsung bringen. Dennoch, sie lassen die Einlagen stehen. Sie sind ihre Sparstrümpfe für Unvorhergesehenes. So wurden selbst Spareinlagen mit täglicher Fälligkeit zu Dauerleihgaben der Sparer an die Banken. Mit ihnen läßt sich lässig wuchern. Sogar weltweit. Für Kant war die „Maxime“ ein Prinzip des Willens, „unangesehen der Zwecke, die durch solche Handlungen bewirkt werden können“. Die Maxime hat auch Eingang in die Bankersprache gefunden, als „Gewinnmaximierung“. Den Gehalt des Wortes „Maxime“ total zu verkehren und dann zum Maß aller Dinge zu machen kann nicht nur Gedankenlosigkeit sein. Dies ist auch Ausdruck der Gesinnung. Gewinnmaximierung zum Hauptziel des geschäftlichen Tuns zu erklären bedeutet die Verletzung der ethischen Pflichten des Unternehmers. Zudem ist es dumm, die Gewinnmaximierung zur Maxime zu machen, weil sie kein belastbares Fundament einer Unternehmenspolitik sein kann. Doch warum sollte eine Bank der eigenen Profitgier Grenzen ziehen, wenn das Motto „Bereichert euch“ ohne moralische Hemmungen öffentlich gepredigt werden kann? Warum moralisch sein, solange die Unmoral nicht mit dem Handelsgesetzbuch und dem Strafgesetzbuch kollidiert? Warum also Gutes tun, wenn Böses tun so einträglich ist? Elementare Fragen sind oft am schwersten zu beantworten. Es ist aus meiner Sicht nur konsequent, wenn sich die Banken den moralischen Rahmen ihres Handelns selber gebastelt haben: daß sie sich alles erlauben können, was nicht ausdrücklich verboten ist. Daß auch wirtschaftliches Denken und Handeln nicht wertneutral ist, scheint sie nicht zu beschweren. Um nicht mißverstanden zu werden, füge ich ein: Auch für mich ist selbstverständlich, daß der Zweck wirtschaftlichen Handelns der Erfolg, das Ergebnis ist. Das Tun oder das Unterlassen der Verantwortlichen wird in Euro oder Dollar gemessen. Ihre Fähigkeiten, ihr Fleiß oder ihre Trägheit finden in nackten Ziffern ihren angemessenen Niederschlag. Dies ist auch darum wichtig, weil am Erfolg die Erhaltung und Entwicklung der Substanz eines Unternehmens und die Wohlfahrt der Eigentümer und Beschäftigten hängen. Aber auch erfolgreiches Wirtschaften schließt die Frage nach der Methode nicht aus, mit der die Ergebnisse erzielt wurden. Nicht nur die Glaubwürdigkeit der Bankvorstände wird beschädigt, die alle naslang mit einer neuen Erklärung über die Ziele ihrer Unternehmen der gerade vorausgegangenen widersprechen; ihre flinkzüngige Wendigkeit läßt auch Stetigkeit und Sicherheit, somit auch Solidarität und Redlichkeit vermissen. Nehme ich solche in ihren Inhalten rasch wechselnden Äußerungen wahr, so beginne ich darüber zu rätseln, ob sich der Sprecher gründlich genug mit den Problemen seines Unternehmens auseinandergesetzt hat oder ob die gerade vorher von ihm verkündete Politik Mißerfolge zu bringen droht. Oder ist er nur ein munter von Ast zu Ast hüpfender Zaunkönig? Ethos der verboten - gibt es das? Gibt es ein Ethos der Handwerker, der Rechtsanwälte, der Mediziner? Die Gründungsväter der Handwerker-Innungen haben sich Standesregeln gegeben, deren Ansprüche sich zuerst gegen sie selbst richteten. Aber ist aus dem „Gott schütze das ehrbare Handwerk“ nicht inzwischen ein „Gott schütze uns davor“ geworden? Die Mediziner haben sogar ihr eigene Eidesformel, die hippokratische. Doch unabhängig von den ethischen Pflichten, die sie damit auf sich laden, haben sich nicht wenige von ihnen einen eigenen Gott gekürt, Hermes, den Gott der Anlageberater und Abschreibungsakrobaten. Doch ich habe es nicht mit den moralischen Kriterien von Klempnermeistern oder Dermatologen zu tun, ich habe mich mit denen der Bankherren auseinanderzusetzen. Auch darum, weil ich mich selbst betroffen fühle; schließlich bin ich ein gelernter Bankkaufmann. Unsere Altvorderen haben keine Standesregeln zu Papier gebracht. Wir schwören auch keine Eide. Aber dürfen wir dennoch, ohne Schamgefühl zu empfinden, ethische Grundsätze für den eigenen Gebrauch ausschließen - so, als würden diese nur für andere, etwa unsere Kreditnehmer, gelten - und uns dafür lieber der Gewinnmaximierung widmen? Die Soziale Marktwirtschaft ist nicht nur der Generator unserer Gesellschaftsordnung, sie ist auch ihr moralisches Korsett. Gerade das letztere gilt auch dann noch, wenn ich werte, daß die Marktwirtschaft immer noch das Substantiv und das Wörtchen „soziale“ nur das Adjektiv ist. Nicht die mit ihr Unzufriedenen - weil sie zu wenig Soziales abwirft - noch die sie kritisierenden Werteverbesserer können sie gefährden; dies vermögen allein die in ihrem Zentrum Agierenden, wenn sie nicht endlich die Balance zwischen ihrem Eigennutz und der Verantwortung, die sie für unser Land tragen, finden. Darum, ihr Bankleute, wartet nicht, bis die Tide kippt und sie euch zu neuen Ufern trägt. Schwimmt schon jetzt los, gegen den Strom dieser Zeit. Erforscht euch einmal selbst, wischt euch den Puder von der Backe, achtet weniger auf euer Image als vielmehr auf das Standing - das eurer Bank ebenso wie das persönliche. Sagt, was ihr denkt, tut, was ihr sagt. Öffnet eure Gesichter. „Grösse, so heisst es, sei kein Verbrechen. Aber Grösse kann schädlich werden infolge der Mittel, durch welche sie erreicht wurde, oder der Zwecke, zu welchen sie eingesetzt wird.“ Louis Brandeis (Other people’s money. And how the bankers use it, 1913) Bankier: ein Mensch, der seinen Schirm verleiht, wenn die Sonne scheint, und ihn sofort zurückhaben will, wenn es zu regnen beginnt. Mark Twain Das Geld zieht nur den Eigennutz an und verführt stets unwiderstehlich zum Mißbrauch.“ (Albert Einstein) „Die Unfehlbaren“ von Andrew Ross Sorkin über die Finanzkrise von 2008, insbesondere der Pleite von Lehman Brothers Vorwort von Gabor Steingart „..Ein Markt ohne Ordnung..schafft am Ende immer nur eine Anarchie, in der ökonomische Verwüstung und menschliche Tragödien einander bedingen. Man kann dem heutigen Weltfinanzsystem vieles nachsagen, aber nicht, dass es Stabilität hervorbringt….die Urkräfte, die sich in den damaligen Ereignissen entladen haben, sind nicht verschwunden. Im Innern des Weltfinanzsystems grummelt es. Es herrscht – schon wieder oder immer noch – die alte Mischung aus Gier und Grössenwahn, aus exzessivem Risikoappetit und einem Bezahlsystem, das dieses Appetit verstärkt, anstatt ihn zu dämpfen….die Mächtigen der New Yorker Banken sich selbst als Finanzgenies sahen…die eine neue Ära erschaffen haben, in der mit geringem Risiko Gewinne zu machen sind…diese Vorstellung spukt noch immer in den Köpfen der meisten Akteure herum….diese Welt des permanenten Wahnsinns, die wir verharmlosend Investmentbanking nennen….Im grossen Weltfinanztheater fand keine wirklichee Neubesetzung statt….die Banken sind durch das Ausscheiden einiger Konkurrenten sogar noch grösser, noch mächtiger, noch arroganter und damit auch noch gefährlicher geworden….Das Problem des „moral hazard“…ist durch die Rettung der Banken zu einer konkreten Gefahr geworden…Indem die USA die Krise bekämpfte, bereiteten sie die nächste vor……15 Billionen Doller..um eine einzelne Industrie zu retten…die meisten Beteiligten wurden gerettet, nicht bestraft. Sie wurden genau genommen sogar belohnt…Die Spekulation mit dem Geld fremder Menschen wurde im Zuge der Krisenbekämpfung jedenfalls nicht beendet, sie wurde stimuliert, weshalb die Bankbosse aus alledem andere Schlüsse gezogen haben, als das gemeine Publikum….die enormen Summen, die damals zur Rettung des Banksektors …aufgewandt wurden, belasten heute die staatlichen Haushalte. Wall Street lebt, aber viele Staaten bleiben verletzt zurück…die Staatsschulden ..haben sich durch die Kosten der Weltenrettung enorm gesteigert…Das Wort „Krise“ haben die Banker bereits aus ihrem Leben ausgebucht..Es wird wieder gezock. Es wird wieder gefeiert. Und es wird wieder klotzig verdient. Inmitten einer noch immer kriselnden Weltwirtschaft scheffelt die Finanzelite erneut Milliarden….Die Banken betrachten sich weiter als Teil einer weltweiten Risk-Taking-Industrie, auch wenn sich gerade erst gezeigt hat, dass die sie Risiken, die sie eingehen, nicht tragen können….der Konsens..ist wieder aufgekündigt…..Der Staat hat für die Spekulanten die beste aller Welten geschaffen. Erst nahmen die Regierungen ihnen die wertlosen Papiere..ab, dann drängten sie den Banken billiges Eigenkapital auf, und nun versorgt der Staat die Geldhäuser täglich mit Liquidität zu einem Zinssatz nahe der Nulllinie..….“Für die überlebenden Banken sind das die profitabelsten Zeiten, die es jemals gegeben hat“….“Man muss wirklich kein Genie sein, um sich quasi umsonst Geld vom Staat zu leihen und damit eine Heidenkohle zu verdienen“…..Der Ruf nach strengerer Kontrolle und mehr Sicherheitsgarantien steht zwar jeden Tag in der Zeitung, aber im Alltag wirken diese Regeln bisher nicht….Nun wird..der Wahnsinn 2.0 gestartet…..Die Banker..dürfen alles riskieren ..und sie werden nie bestraft. Verstehen zu wollen, wie es zu den Ereignissen im September 2008 kam, ist ..wichtig,.., wenn daraus die richtigen Lehren gezogen werden, um das System zu stärken und vor künftigen Krisen zu schützen..Wenn der Regulierungsmechanismus nicht radikal geändert wird und Massnahmen ergriffen werden wie: eine strikte Begrenzung der Kapitalanlage mit geborgten Mittel; die Beschneidung von Vergütungsstrukturen, die ihre Empfänger animieren, untragbare Risiken einzugehen; und eine entschlossene Bekämpfung der Tatsache, dass die Märkte von Aktien und Derivaten durch Gerüchte manipuliert werden, dann wird es weiterhin Firmen geben, die zu gross zum Scheitern sind. Und dann wird sich der Kreislauf nur wiederholen, wenn die nächste unvermeidliche Blase platzt. Die Finanzindustrie sollte traditionell als eine Art unsichtbare Stütze der Gesamtwirtschaft funktionieren, indem sie neuen Unternehmen hilft, auf die Beine zu kommen, und älteren, sich anzupassen und zu expandieren. In den Jahren vor der Krise jedoch trat der Finanzsektor selbst in den Vordergrund. Die Wall Street machte es sich zum Ziel, Gewinne für sich selbst statt für ihre Klienten zu erwirtschaften. …Das Risiko wird wieder in das System eingeführt. Die Geier kreise wieder….Am beunruhigendsten ist vielleicht, dass das Ego an der Wall Street immer noch eine zentrale Rolle spielt. Wenn ich das Geld eines Landes herausgeben und kontrollieren kann, kümmert es mich nicht, wer die Gesetze schreibt. Mayer Amschel Rothschild Geld kennt keine Heimat; Finanziers sind ohne Patriotismus und ohne Anstand, ihr einziges Ziel ist der Gewinn. Napoleon Bonaparte „Was der liebe Gott vom Gelde hält, kann man an den Leuten sehen, denen er es gibt.“ (Peter Bamm) „Wer aufhört zu werben, um Geld zu sparen, kann ebenso seine Uhr anhalten, um Zeit zu sparen.“ (Henry Ford) „Wer der Meinung ist, daß man für Geld alles haben kann, gerät leicht in den Verdacht, daß er für Geld alles zu tun bereit ist.“ (Benjamin Franklin) „Gläubiger haben ein besseres Gedächtnis als Schuldner.“ (Benjamin Franklin) „Willst du den Wert des Geldes kennenlernen, geh und versuche dir welches zu borgen.“ (Benjamin Franklin) „Der Weg zum Reichtum hängt hauptsächlich an zwei Wörtern: Arbeit und Sparsamkeit.“ (Benjamin Franklin) „Eine Regierung muß sparsam sein, weil das Geld, das sie erhält, aus dem Blut und Schweiß ihres Volkes stammt. Es ist gerecht, daß jeder einzelne dazu beiträgt, die Ausgaben des Staates tragen zu helfen. Aber es ist nicht gerecht, daß er die Hälfte seines jährlichen Einkommens mit dem Staate teilen muß.“ (Friedrich II. der Große) „Aufpassen muß man auf Minister, die nichts ohne Geld machen können und auf Minister, die alles nur mit Geld machen wollen.“ (Indira Gandhi) „Geld ist das Brecheisen der Macht.“ (Friedrich Nietzsche) „Wenn man genug Geld hat, stellt sich der gute Ruf ganz von selbst ein.“ (Erich Kästner) „Als ich klein war, glaubte ich, Geld sei das Wichtigste im Leben. Heute, da ich alt bin, weiß ich: es stimmt.“ (Oscar Wilde) „Ich würde gern leben wie ein armer Mann mit einem Haufen Geld.“ (Pablo Picasso) „Die Bank leiht Ihnen Geld, wenn Sie beweisen können, dass Sie es nicht brauchen“ (Mark Twain) „Geld ist geprägte Freiheit.“ Fjodor Michailowitsch Dostojewski „Geld allein macht nicht glücklich. Es gehören auch noch Aktien, Gold und Grundstücke dazu.“ Danny Kaye „Zum Krieg gehört Geld, Geld und wieder Geld.“ „Man muß dem Gelde gebieten, nicht gehorchen.“ „Politik ist die Kunst, von den Reichen das Geld und von den Armen die Stimmen zu erhalten, beides unter dem Vorwand, die einen vor den anderen schützen zu wollen.“ „Alter schützt vor Torheit nicht: Mit diesem Wort macht man sich über das Alter lustig und bedenkt nicht, daß gerade die Fähigkeit, noch Torheiten begehen zu können, ein Trost und eine Quelle des Glücks für die Alten ist.“ Jakob Bosshart „Lebensstandard ist der Versuch, sich heute das zu leisten, für was man auch in zehn Jahren kein Geld haben wird.“ Danny Kaye „Es stimmt, daß Geld nicht glücklich macht. Allerdings meint man damit das Geld der anderen.“ George Bernhard Shaw „Virtus post nummos. - Die Tugend (kommt) nach dem Geld.“ Horaz „Würde alles Geld dieser Welt an einem beliebigen Tag um drei Uhr Nachmittags unter die Erdenbewohner verteilt, so könnte man schon um halb vier erhebliche Unterschiede in den Besitzverhältnissen der Menschen feststellen.“ Jean Paul Getty „Geld ist nichts. Aber viel Geld, das ist etwas anderes.“ George Bernard Shaw „Dem Geld darf man nicht nachlaufen, man muß ihm entgegenkommen.“ Aristoteles Onassis „Verfüge nie über Geld, ehe du es hast.“ Thomas Jefferson Geld haben ist schön, solange man nicht die Freude an Dingen verloren hat, die man nicht mit Geld kaufen kann.“ Salvador Dali „Nicht einer würde sich an den Guten Samariter erinnern, wenn der nur gute Absichten gehabt hätte. Er hatte auch Geld.“ Margareth Thatcher „Man lässt sich gern schützen, aber man zahlt nicht gern.“ Otto von Bismarck „Was frag' ich viel nach Geld und Gut, - Wenn ich zufrieden bin!“ Johann Martin Miller „Für Verschwender ist das Geld rund, für Sparsame flach.“ Honore de Balzac „Die neue Quelle der Macht ist nicht mehr Geld in der Hand von wenigen, sondern Informationen in den Händen von vielen.“ John Naisbitt „Geld ist der beste Köder um nach Menschen zu fischen.“ Thomas Fuller „Magie ist die Kunst, Aberglauben in Geld zu verwandeln.“ Ambrose Bierce „Briganten verlangen Geld oder Leben, Frauen beides.“ Samuel Butler „Geld nennt man heute Knete, weil man jeden damit weich bekommt.“ Gerhard Uhlenbruck „Wenn man kein Geld hat, denkt man immer an Geld. Wenn man Geld hat, denkt man nur noch an Geld.“ Jean Paul Getty „Mit Geld kann man sein Glück nicht kaufen - aber man kann anderen Glück schenken.“ „Man empfindet es oft als ungerecht, daß Menschen, die Stroh im Kopf haben, auch noch Geld wie Heu besitzen.“ Gerhard Uhlenbruck „Sparmaßnahmen muß man dann ergreifen, wenn man viel Geld verdient. Sobald man in den roten Zahlen ist, ist es zu spät.“ Jean Paul Getty „Ahnenforscher ist ein Mann, der den Spuren deiner Familie folgt, soweit dein Geld reicht.“ „Geld stinkt nicht.“ Titus Flavius Vespasianus „Geld ist nicht alles, aber es hat einen Riesenvorsprung vor allem, was danach kommt.“ „Geld ist ein Mittel, um alles zu haben bis auf einen aufrichtigen Freund, eine uneigennützige Geliebte und eine gute Gesundheit.“ George Bernard Shaw „Geld ist der sechste Sinn. Der Mensch muss ihn haben; denn ohne ihn kann er die anderen fünf nicht voll ausnützen.“ William Somerset Maugham „Als ich klein war, glaubte ich, Geld sei das wichtigste im Leben. Heute, da ich alt bin, weiß ich: Es stimmt.“ Oscar Wilde „Wer wie ich ein ganzes Leben lang kostbare Zeit und Geld mit der Protektion junger Talente verloren hat, und zwar Talente, die anfänglich die höchsten Hoffnungen erweckten, aus denen aber am Ende gar nichts geworden ist, dem muß wohl der Enthusiasmus und die Lust, in solcher Richtung zu wirken, nach und nach vergehen.“ Johann Wolfgang von Goethe „Freiheit ist ein Luxus, den sich nicht jedermann leisten kann.“ Karl Marx Geld allein macht nicht glücklich. Aber es gestattet immerhin, auf angenehme Weise unglücklich zu sein. Jean Marais Freunde in der Not wären selten? Im Gegenteil! Kaum hat man mit einem Freundschaft gemacht, so ist er auch schon in der Not und will Geld geliehen haben. Arthur Schopenhauer Geld allein ist das absolut Gute: weil es nicht nur einem Bedürfnis inconcreto begegnet, sondern dem Bedürfnis überhaupt in abstracto. Arthur Schopenhauer Das Geld ist die menschliche Glückseligkeit in abstracto; daher wer nicht mehr fähig ist, sie in concreto zu genießen, sein ganzes Herz an dasselbe hängt. Arthur Schopenhauer Der bis zur Vorrede, die ihn abweist, gelangte Leser hat das Buch für bares Geld gekauft und fragt, was ihn schadlos hält? – Meine letzte Zuflucht ist jetzt, ihn zu erinnern, daß er ein Buch, auch ohne es gerade zu lesen, doch auf mancherlei Art zu benutzen weiß. Es kann, so gut wie viele andere, eine Lücke seiner Bibliothek ausfüllen, wo es sich, sauber gebunden, gewiß gut ausnehmen wird. Oder auch er kann es seiner gelehrten Freundin auf die Toilette, oder den Teetisch legen. Arthur Schopenhauer Daß die Wünsche der Menschen hauptsächlich auf Geld gerichtet sind, wird ihnen oft zum Vorwurf gemacht, jedoch ist es wohl natürlich. Arthur Schopenhauer Jedoch ist es natürlich, wohl gar unvermeidlich, das zu lieben, was als ein unermüdlicher Proteus jeden Augenblick bereit ist, sich in den jedesmaligen Gegenstand unserer so wandelbaren Wünsche und mannigfaltigen Bedürfnisse zu verwandeln. Jedes andere Gut nämlich kann nur einem Wunsch, einem Bedürfnis genügen: Speisen sind bloß gut für den Hungrigen, Wein für den Gesunden, Arznei für den Kranken, ein Pelz für den Winter, Weiber für die Jugend usw. Sie sind folglich alle nur relativ gut. Geld allein ist das absolute Gute: Weil es nicht bloß einem Bedürfnis in concreto begegnet, sondern dem Bedürfnis überhaupt in abstracto. Arthur Schopenhauer Für den Börsianer ist Geld wie Meerwasser für den Durstigen. Je mehr er trinkt, um so durstiger wird er. Arthur Schopenhauer Es gibt Leute; die zahlen für Geld jeden Preis. Arthur Schopenhauer Kein Geld ist vorteilhafter angewandt als das, um welches wir geprellt werden; denn wir haben dafür unmittelbar Klugheit eingehandelt. Arthur Schopenhauer Geld ist der härteste Prüfstein für menschliche Charaktere. Elfriede Hablè Quisquis agis, prudenter agas et respice finem. Was immer du tust, handle klug und bedenke das Ende. Lateinisches Sprichwort

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