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9 01, 2019

Banker

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„Auf Glanz und Pracht bedachte Banker sind in der Regel Lumpen und Schwindler.“ Zitat aus Schreiben der US-Bankenaufsicht vom Jahr 1863 „Schädliche Größe“ FAZ 24.10.14 Es gibt „kein nationales Interesse am internationalen Wettbewerbserfolg einzelner Unternehmen, und geradezu schädlich sei der Blick auf internationale Champions, wenn deren Erfolg mit dem Geld von Steuerzahlern erkauft werde.“ „Zu gross fürs Gefängnis“ Handelsblatt, Michael Maisch „In der Bankenwelt schützt Grösse noch immer vor Strafe…..Erst wenn sich Banken ohne Gefahr abwickeln lassen, kann man sie auch wegen schwerwiegender Verghen strafrechtlich verurteilen….das Image der Banken scheint dagegen beinahe rettungslos verloren…stattdessen sieht es so aus, als würde mit jedem Skandal, der mühsam aufgearbeitet wurd, irgendwo ein anderer sein hässliches Haupt erheben….viele Grossbanken sind nicht nur „too big to fail“, sondern auch „too big to jail“..so mächtig, dass es für die Staatsanwälte schwierig, wenn nicht unmöglich ist, sie strafrechtlich mit letzter Konsequenz zu verfolgen, weil die Konzerne destabilisiert würden und das wiederum das ganze Finanzsystem gefährden würde. Dafür gibt es inzwischen reichlich Beispiele…BNP…HSBC…Deutsche Bank……“ Goldstandard Am 15. August 1971 verkündete US-Präsident Nixon, dass von nun an der US-Dollar nicht mehr in Gold einlösbar sei. „Das war der grösste monetäre Enteignungsakt der Neuzeit“ (Prof. Thorsten Polleit) Thomas Jefferson „Das Übel dieser Sintflut von Papiergeld wird erst beseitigt werden, wenn unsere Bürger umfassend und rückhaltlos über deren Ursachen und Folgen aufgeklärt sind und durch ihren Einfluss eigennützige Forderungen, findige Spekulationen, die Geldschneiderei und die Banken zum Schweigen bringen. Bis dahin müssen wir uns hier und jetzt damit zufriedengeben, zu einem eher unzivilisierten Zustand zurückzukehren und in Ermangelung eines stabilen, allgemein anerkannten Wertträgers zum Austausch von Eigentum auf den Tauschhandel zurückzugreifen, weil das derzeit gebräuchliche Wertmittel weniger Stabilität bietet als Glasperlen und das Wampum des Indianers und unsere Bürger, ihr Eigentum und ihre Arbeit zu wehrlosen Opfern der betrügerischen Tricks der Banker und Scharlatane macht.“ März 1819 „Der Feind im eigenen Handelssaal, Banken mussten schon 200 Milliarden Euro Strafe zahlen“ FAZ 15.4.2015 „Die grössten inernationalen Banken haben seit Ausbruch der Finanzkrise weltweit schon mehr als 200 Milliarden Euro für Vergehen ihrer Mitarbeiter gezahlt….Zahlen der London School of Economics, die Zahlungen von 2008 bis 2013 beobachtete….. Bändigt die Banken! FAZ 27. November 2016 Sven Giegold, Udo Philipp, Gerhard Schick „…In der letzten Finanzkrise war die dünne Eigenkapitaldecke der Banken der Hauptgrund für ihr Scheitern…..Der wichtigste Schutz gegen Insolvenz ist ..Eigenkapital… Jedes „normale“ Unternehmen setzt 25 bis 30 Prozent Eigenkapital zur Finanzierung ein. Auch Banken waren in der Vergangenheit so finanziert. Die grossen Investmentbanken ware traditionell sogar als Partnerschaften organisiert…In den Jahren vor der Krise hatten Banken allerdings systematisch ihr Eigenkapital reduziert. Viele der gescheiterten grossen Banken nutzten nur ein bis zwei Prozent Eigenkapital zur Finanzierung. Die deutsche Hypo Real Estate (HRE) hatte gar nur einen homöopathischen Anteil von 0,08 Prozent echtem Eigenkapital in ihrer Bilanz….. Die enorme Prozyklizität der Banken, also die Verstärkung der Konjunkturentwicklung durch ihren..Schuldenhebel, ist eine der wichtigsten Ursachen für Blasenbildung im Finanzsystem und für Rezessionen der Realwirtschaft… Um das Risikogewicht ihrer Kredite und anderer Vermögensgegenstände zu berechnen, dürfen die Banken..ihre eigenen Riskomodelle nutzen..Die Modelle sind so komplex, dass man sie kaum nachvollziehen kann… Aus unserer Sicht ist es völlig unverständlich, wie die Banken immer noch mit genau diesen scheingenauen Modellen arbeiten können und warum die Bankenaufsicht dies..toleriert… Too big to fail….Diese vermeintliche Alternativlosigkeit verursachte unvorstellbar hohe Kosten: Allein in Deutschland mussten die Steuerzahler Banken mit der astronomisch hohen Summe von insgesamt 392 Milliarden Euro vor dem Zusammenbruch retten…auch heute noch betragen die Staatsschulden aus der Finanzkrise über 225 Milliarden Euro… Weil die Kreditgeber wissen, dass diese Banken nicht in Konkurs gehen können, sind Anleihen grosser Banken fast so sicher wie Staatsanleihen. Jedes Jahr fliessen auf diese Weise implizite Subventionen von über 200 Milliarden Euro an Europas Grossbanken… Kein Wunder, dass die Grossbanken ihre Mitarbeiter mit fürstlichen Gehältern und exorbitanten Boni entlohnen können.“ Weniger Spielraum für Missbrauch FAZ, 17.10.2016 Martin Hellwig „Vor allem die grossen Banken haben es im Kleinrechnen ihrer Risiken zu besonderer Meisterschaft gebracht. Um Missbrauch zu verhindern, braucht es klare und höhere Eigenkapitalvorgaben….Der Basler Ausschuss für Bankenaufsicht möchte gewisse Missbräuche beseitigen…Länder der Europäischen Union leisten erbitterten Widerstand…Dabei können die Banken ihre eigenen Modelle zur „Messung“ der Risiken einsetzen. Das bietet Spielraum für Missbrauch. Es ist paradox, wenn man einerseits glaubt, dass Banken reguliert werden müssen, da sie sich sonst zu hoch verschulden, und man andererseits den Banken vertraut, dass die die Risikoeinschätzungen angemesen durchführen….Vorschlag würde vor allem sehr grosse Banken treffen, da diese es im Kleinrechnen ihrer Risiken zu besonderer Meisterschaft gebracht haben…Sie betrachten den durch missbräuchliches Verhalten erzielten Spielraum zur Umgehung der Regulierung als Besitzstand…..“ „Deutschland hat die Finanzkrise nicht aufgearbeitet“ FAZ 24.10.14 Martin Hellwig, Präsident des Max-Planck-Instituts zur Erforschung von Gemeinschaftsgütern: „Früher glich der Bankensektor einem Lastwagen, der mit 150 Stundenkilometer in einen Tunnel fährt. Heute gleicht der Bankensektor einem Lastwagen, der mit 140 Stundekilometer in einen Tunnel fährt.“ Der Bankensektor ist noch lange nicht sicher, erforderlich ist eine erheblich höhere Eigenkapitalausstattung. Es gibt eine zu enge Verflechtung zwischen Banken und Politik. Die zunehmende Macht von Gläubigern gegenüber der Politik führt zur Aushebelung des Haftungsprinzips, der Bail-Out von Griechenland erfolgte nicht zuletzt zum Schutze deutscher und französischer Banken. Die Regulierung der vergangenen Jahre ist in Teilen unzureichend, in Teilen abwegig. Strafen für Banken FAZ 14. Januar 2015 „Manipulierte Wechselkurse, getürkte Zinssätze, Beihilfe zur Geldwäsche und Steuerhinterziehung – das Sündenregister der Banken ist lang…. Analysten der amerikanischen Bank Morgan Stanley …. haben nachgerechnet und kommen auf schwindelerregende Summen: Sie sagen voraus, dass die 25 grössten Geldhäuser in Europa und den Vereinigten Staaten dieses und nächstes Jahr weitere 70 Milliarden Dollar …. für Strafen und Entschädigungszahlungen aufwenden müssen. Die Gesamtkosten für die Institute würden damit seit Anfang 2009 auf umgerechnet 300 Milliarden Dollar steigen…. An vorderer Front steht in Europa die Deutsche Bank……. Die Analysten….glauben, dass neben den Skandalen um Devisenkurse und Libor vor allem krumme Geschäfte mit Hypothekenpapieren die Branche in Zukunft noch teuer werden….. In Europa sprengt….ein Falschberatungsskandal in Grossbritannien alle bisherigen Dimensionen von Strafzahlungen im Bankensektor: Umgerechnet mehr als 30 Milliarden Euro mussten die führenden Geldhäuser auf der Insel in den vergangenen Jahren ….aufwenden, weils sie Privatkunden über viele Jahre hinweg nutzlose Restschuldverschreibungen aufgeschwatzt hatten….. Deutsche Bank zahlt 2,5 Milliarden Dollar Strafe wegen der Zinsmanipulationen Laut der Nachrichtenagentur Reuters bezahlt die Deutsche Bank in einem Vergleich mit den Regulierern in Großbritannien und den USA 2,5 Milliarden Dollar Strafe. Bei dem Skandal hatten sich Händler bei wichtigen Referenzzinsen wie Libor und Euribor abgesprochen, um Handelsgewinne zu Lasten ihrer Kunden einzustreichen. 99,5 Millionen Dollar zahlt JP Morgan an Anleger wegen Devisenmanipulationen FAZ 2.2.15 Laut Presseberichten hat sich die Bank mit Investoren auf eine Zahlung von 99,5 Millionen Dollar geeinigt, da Händler angeblich Devisenkurse zum Nachteil von Kunden beim Fixing manipuliert haben sollen. Insgesamt sind 12 Banken betroffen. „Wie der Banken-Augiasstall ausgemistet werden soll“ FAZ 3. Juli 2014, Philip Pickert „…Noch immer, rund sechs Jahre nach Ausbruch der Finanzkrise , liegt in Europas Bankbilanzen eine Menge Mist. Hinter vorgehaltener Hand sprechen Finanzleute über gewaltige Verluste, die in den Bilanzen verborgen seien. Bedrohlich hohe, zweistellige Quoten fauler Hypothekenkredite in Südeuropa, marode Schiffsfinanzierungen, fragwürdige Geschäftsimmobilien, komplizierte Verbriefungen, deren realen Wertgehalt kam einer mehr versteht – keiner weiss, wie viele Zigmilliarden in den Bilanzen der europäischen Banken eigentlich noch abgeschrieben werden müssten. Die Banken selbst trauen sich gegenseitig nicht über den Weg…..Nicht wenige Ökonomen befürchten, dass Europa ein „japanisches Szenario“ drohen könne mit „Zombie-Banken“, die künstlich am Leben gehalten werden. In Japan infizierten die kranken Banken die ganze Volkswirtschaft….Laut dem aktuellen Bankenmonitor des Instituts der deutschen Wirtschaft sind die Problemkredite am höchsten in Zypern und Griechenland, aber auch in Italien (11 Prozent) sind sie sehr hoch…..Aufbau der neuen EZB-Bankenaufsicht: „Wir haben nur einen Schuss, und der muss sitzen.“…..Bei dem „Blitztest“ 2011 wurden einige Banken für gesund erklärt, die wenig später in gewaltige finanzielle Schwierigkeiten gerieten und vom Steuerzahler gerettet werden mussten…..Jörg Asmussen: „Das wird die dritte und letzte Chance sein.“ “ Der britische Wirtschaftsminister Lord Mandelson 2009: „The banks are fucked, we’re fucked, the country’s fucked!“ „Wie die Investmentbanker reich werden“ FAZ, 2. Juni 2014, Marcus Theurer „Ein Veteran der Londoner City schildert, wie sich seine Branche in den vergangenen Jahrzehnten in einen Selbstbedienungsladen verwandelt hat……Der Mann war Spitzenmanager mehrerer internationaler Investmentbanken…..Er ist eine Art wandelndes Geschichtsbuch der City. ……Noch Mitte der siebziger Jahre konnten in Grossbritannien nicht nur Ingenieure, sondern auch Anwälte, Architekten und andere Berufsgruppen mit einem höheren Einkommen rechnen als die Herren des Geldes in der City. ……Heute dagegen verdient ein Banker im Durchschnitt mehr als doppelt so viel wie ein Ingenieur und hat auch alle anderen untersuchten Professionen mit Ausnahme der Ärzte weit hinter sich gelassen………Der Manager, der lange Zeit Teil des Systems war, sagt, seine Branche sei letztlich zu einem Selbstbedienungsladen geworden, eine Art Kasino, in dem die Spieler viel gewinnen und nichts verlieren können. Das Thema ist so brisant, wie nie zuvor…. Die Banken schätzten “den Bonus von heute noch immer höher ein als die Geschäftsbeziehung von morgen“ kritisierte … Christine Lagarde….und attestierte der Branche, sie verweigere noch immer „hartnäckig“ den Wandel….Bei Barclays waren im Jahrt 2013 die milliardenschweren Bonuszahlungen für die Mitarbeiter fast dreimal so hoch wie die Dividenden für die Aktionäre. Im Fall der Deutschen Bank….das Investmentbanking habe in den vergangenen beiden Jahren Verluste in dreistelliger Millionenhöhe verursacht. Dennoch habe die Deutsche Bank für diesen Zeitraum rund 4,5 Milliarden Euro an Mitarbeiter-Boni verteilt…….In den siebziger Jahren….Investmentbanken waren zu jener Zeit …nicht börsennotiert. Die Banker waren….Partner….Als Miteigentümer hatte man eine Gesamtverantwortung ….nicht nur an den Gewinnen, sondern auch an den Verlusten beteiligt……der Banker als Unternehmer war schon in den siebziger Jahren ein Auslaufmodell….Im Jahr 1971 ging Merrill Lynch als erste der führenden amerikanischen Investmentbanken an die Börsse…..Als eigentlichen Sündenfall sieht er jedoch eine andere Zäsur an: „Die Aufgabe des Trennbankensystems hat die Weltfinanzkrise von 2008 verursacht“……Die Kombination des Know-how der Investmentbanker mit der Kapitalstärke führender Geschäftsbanken führte zu einem revolutionären Wandel…….Das Kapital wirkte wie Doping und machte das Investmentbanking in den neunziger Jahren zu einer Geldmaschine, deren Räder sich immer schneller drehten – und die Einkommensspirale drehte sich mit…..Der Kapitalmarkexperte hat einen drastischen Ausdruck für diese Vermischung der Geschäftsmodelle: „raping the balance sheet“ – die Vergewaltigung der Bankbilanz durch die Investmentbanker…..Das Problem sei weiter ungelöst….Ein halbes Jahrzehnt nach der Beinahe-Kernschmelze des globalen Finanzsystems sieht der Bankenveteran die Geldhäuser unverändert auf Kollisionskurs mit dem Rest der Welt. „Wenn eine Branche, die total versagt hat, trotzdem so viel bezahlt, dann verletzt das ein natürliches Gerechtigkeitsempfinden…..Die Banken müssen einen Weg finden, ihre Mitarbeiter in einer Art und Weise zu entlohnen, die für die Gesellschaft akzeptabel ist.““ Banker/Finanzindustrie – Raub durch Hochfrequenzhandel FAZ 13. Januar 2015 Algorithmen auf Computern von sogenannten „Algo-Tradern“ senden Kauf-und Verkaufaufträge in riesigen Volumina an die Börsen, um Arbitrage-Gewinne durch Kursdifferenzen zu erzielen. Es geht bei der Orderürbermittlung um Bruchteile von Sekunden, einen Nanosekunden-Vorteil hat der, dessen Computer am nächsten an der Börse steht. Viele Aufträge werden in Sekundenbruchteilen gleich wieder storniert. Gigantische Fehltrades können grosse Turbulenzen auszlösen („Flash Crashs“). Einige der Börsenaufträge werden in räuberischer Absicht übermittelt: um ein falsches Bild von Angebot und Nachfrage zu generieren („Spam and Cancel“), um Grossrechner der Börse durch eine Vielzahl von Orders etwas zu verlangsamen („Quote Stuffing“), um Liquidität vorzutäuschen („Spoofing“) oder Orderbücher durch „Anklopfen“ mit kleinejn Testorders auszuspähen („Pinging“), um einen Markttrend vorzutäuschen („Momentum Ignition“) oder um einen Kurs durch hintereinandergestaffelte Limits in eine bestimmte Richtung zu bewegen („Layering“). Die Kreativität der Finanzindustrie ist mal wieder grenzenlos – leider erneut zu Lasten der normalen Anleger. Ich glaube, dass Banken für unsere Freiheit eine grössere Gefahr darstellen als eine stehende Armee. Thomas Jefferson Banker - Tricksereien im Rohstoffhandel n-tv 26.11.14 Der amerikanische Senat wirft Goldman Sachs Preismanipulation vor, unter der nicht nur die Wirtschaft im allgemeinen, sondern auch die Verbraucher gelitten haben. Ein überparteischer Untersuchungsausschuss kommt zu dem Ergebnis, dass vor allem Goldman Sachs, Morgan Stanley und JP Morgan Chase in den vergangen Jahren so weit in das Geschäft mit Rohstoffen vorgedrungen sind, dass das der Wirtschaft schade. Ein weiteres Beispiel für die ungebremste Gier der amerikanischen Finanzriesen. Teure Lobbyarbeit führte zu einer weitgehenden Deregulierung der Märkte, die dann schamlos ausgenutzt wurde. Bis vor etwa zwanzig Jahren durften Banken keine Rohstoffe besitzen. Heute besitzt Goldman besitzt eine eigene Kohlengrube in Kolumbien, riesige Aluminiumlager in Detroit, JP Morgan besitzt 31 Stromkraftwerke, Morgan Stanley hat 100 Öltanker und 55 Millionen Fass Rohöl und eigene Lieferverträge mit Großkunden. Durch geschickte Lagerhaltung kann der Markt verknappt und Preise in die Höhe getrieben werden und man hat beste Marktdaten, mit denen die eigenen Banker wunderbar spekulieren können. Dabei laden die Banken auch enorme Risiken auf sich, die im Zweifelsfall wieder von den Steuerzahlern getragen werden. Banker FAZ: „Wie wir lernten, die Banken zu hassen“ (22. Dezember 2013) „..Das Jahr 2013 geht zu Ende. Und systemrelevante Banken gefährden noch immer das Wohlergehen des Landes und vieler anderen Volkswirtschaften. Warum? Weil die Politik nur an den Symptomen herumkuriert, aber die Ursachen der Krise nicht bekämpft. Was sind die Ursachen der Krise? Dass die Banken zuwenig Eigenkapital haben, mit dem sie für Fehlspekulationen haften können….Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren – so lautet das skandalöse Geschäftsmodell der Banken. Mit diesem Modell haben sie die Welt an den Rand des Abrunds gebracht…..Man soll sich nicht zufrieden geben, solange das alte, verderbliche System bleibt. Im Kern wollen Banken weiterhin Geschäfte machen dürfen, deren Risiken sie der Gesellschaft aufhalsen. Denn sie weigern sich, den zentralen Sicherheitspuffer ihrer Bilanz – das Eigenkapital – auf eine sozialverträgliche Höhe zu bringen. Warum weigern sich die Banken so hartnäckig? …Wegen des Hebels. Dieser Zauberstab des Fremdkapitals vervielfacht bei geringem Eigenkapital die Renditechance gewaltig. So etwas mögen die Banker. Denn dann können sie sich hohe Gehälter zahlen und saftige Boni gönnen. Aber der Hebel wirkt leider auch in die andere Richtung…..Wirtschaftsnobelpreisträger Eugene Fama: „Die Erwartung der Rettung durch den Steuerzahler verleiht den Banken teuflische Anreize, viel zu hohe Risiken einzugehen….Hätten die Banken in der Finanzkrise mehr Eigenkapital gehalten, hätten die Aktionäre viel Geld verloren, die Welt als Ganzes aber nicht so viel.“……Zwischen 2008 und 20123 mussten die europäischen Staaten nach Auweis der Europäischen Kommission ihre Banken mit 5,1 Billionen Steuergeld „retten“…….Risiko und Haftung gehören zusammen. Wer die Boni einstreicht, muss auch für die Verluste geradestehen……Die Banken heucheln Demut. Doch wahre Demut bestünde darin, für mehr Eigenkapital zu sorgen. Das aber scheuen sie wie der Teufel das Weihwasser………diese Zahlen ändern nichts daran, dass alle Banken der Welt….insgesamt grottenschlecht kapitalisiert sind. Um das zu kaschieren, werfen die Banken Nebelkerzen in die Öffentlichkeit…..Wer so argumentiert, unterschlägt auf ziemlich unanständige Weise die Kosten, die er der Allgemeinheit aufgebürdet hat……Das Argument, wonach höhere Eigenkapitalanforderungen zwingend zu höheren Kreditzinsen führen, ist weder theoretisch noch praktisch haltbar…….Wenn höhere Kapitalanforderungen Banken veranlassen, weniger zu verleihen, dann deshalb,weil sie Eigenkapital nicht erhöhen wollen……Im 19. Jahrhundert waren Eigenkapitalquoten zwischen 25 und 40%! Prozent durchaus üblich….Was also tun, wenn die Banken nicht freiwillig erhöhen? Dann muss man sie zwingen…..Zwang ist ein schmutziges Wort…Rauspauken (Bail-Out) ist aber noch viel, viel schmutziger.“ Banker „….Weit mehr als eine Fussnote ist mir der Hinweis wert, dass die Deutsche Bank AG - wie andere grosse Banken auch - aus der Rettung der AIG durch den US-Staat eine Zahlung über 11,8 Milliarden US-Dollar für fällige Sicherheiten erhielt. Warum ist mir dies eine Erwähnung wert, wo es sich doch um einen unzweifelhaften Zahlungsanspruch der Deutschen Bank handelt? Nun, eine Bank wie diese, die mehrfach bekundet hat, dass sie staatliche Hilfsmassnahmen nie in Anspruch nehmen müsste, wird sehr genau wissen, wie hoch ihr Abschreibungsbedarf gewesen wäre, wenn es nicht eine Serie staatlicher Stützungsmassnahmen gegeben hätte. Ich vermute, dass die nationalen Stützungsmassnahmen für IKB und HRE, die US-Rettung der AIG, die Stützung des Einlagensicherungsfonds der deutschen privaten Banken durch die Angebote des Finanzmarktstabilisierungsgesetzes und die Gewährleistungen der EU-Staaten, unter anderem für Länder wie Griechenland, der Deutschen Bank AG einen Abschreibungsbedarf von 25 bis 30 Milliarden Euro erspart haben. Wären all diese Maßnahmen nicht erfolgt, hätte darüber sogar die Eigenkapitalausstattung der Deutschen Bank zum Problem werden können. Mit anderen Worten: Angesichts der vielen indirekten Vorteile aus diversen staatlichen Rettungspaketen sollte der Verzicht auf eine Inanspruchnahme direkter staatlicher Unterstützungsmassnahmen nicht so lustvoll betont werden…..“ Peer Steinbrück, "Unterm Strich" „Erst zogen einige Bankmanager ihre Kunden mit obskuren und riskanten, aber provisionsträchtigen Anlagen über den Tisch. Dann nahmen sie ihre Anteilseigner aus, indem sie saftige Bonuszahlungen von den Erträgen abzogen und nicht etwa als Dividenden ausschütteten oder dem Eigenkapital zuführten; anschliessend jagten sie in ihrer Risikoignoranz den Wert der Banken in den Keller. Dann nahmen sie einzelne Staaten aus, indem diese sich gezwungen sahen, systemrelevante Banken mit Steuermitteln zu stabilisieren. Und schliesslich nahmen sie ganze Staatengemeinschaften aus, indem sie ihnen Notfallpakete abverlangten, mit denen ihre Kredite an bankrotte Staaten abgesichert wurden.“ Aus Peer Steinbrück, „Unterm Strich“ „Weitere Erfahrungen mit Bankmanagern liessen meinen Respekt für diese unantastbar kompetent erscheinende und von ihrer eigenen Bedeutung getragene Kaste systematisch sinken....“ Peer Steinbrück, „Unterm Strich“ „Das Einmaleins der Devisenbetrüger“ FAZ 13.11.2014, Marcus Theuer „Wie Bankenhändler die wichtigsten Referenzkurse im Währungshandel manipuliert haben“ „Sie nannten sich ‚die Spieler‘, die ‚drei Musketiere‘ und …“A-Team“ – über Jahre hinweg haben verschworene Cliquen von Devisenhändlern großer Banken den internationalen Währungsmarkt manipuliert. In elektronischen Chatrooms tauschten sich die Mitglieder des Devisenzocker-Kartells untereinandern aus, um auf Kosten ihrer Kunden Profite einzustreichen…..Geldbußen von umgerechnet rund 2,7 Milliarden Euro….Im globalen Devisenhandel werden täglich rund 5,3 Billionen Dollar umgesetzt…..Der Glaube an faire Devisenkurse ist mittlerweile verflogen…Währungshandel weitgehend unreguliert und intransparent….‘Anreiz und Gelegenheit‘ zu Tricksereien …….Besonders dreist haben es die Manipulateure in den Handelssälen der Banken offensichtlich beim sogenannten ‚4pm London fix‘ getrieben. Beim ‚4pm fix‘ zum Ende des Londoner Handelstages werden täglich um vier Uhr nachmittags Kassapreise für 160 Währungen ermittelt….die mit Abstand wichtigsten Referenzwerte im Währungshandel….die Bankenhändler..garantieren ihren Kunden vorab, dass diese ihre Geschäfte zum Kassakurs abwickeln können, der beim Fixing ermittelt wird….Berechnet werden die Kassakurse auf Basis von Aufträgen , die während eines Zeitraums von nur einer Minute durch das Handelssystem des Finanzdienstleisters WM Reuters geschleust werden. Die Mitglieder des Devisenkartells haben sich vorab untereinander informiert, welche Aufträge sie während des ‚Handelsfensters‘ um 16 Uhr abwickeln wollen. Durch eine abgestimmte Stückelung der Aufträge während der entscheidenden Handelsminute versuchten sie den Kassapreis so zu beeinflussen, dass sie daraus Gewinn schlagen konnten…. Sittenverfall im Bankwesen - Ungehaltene Rede 15.07.2004, von Dr. h.c. Ludwig Poullain Eigentlich hätte ich zum Thema „Landesbanken im Wandel der Zeiten“ zu Ihnen sprechen sollen - und auch gerne sprechen wollen. Doch dann wäre ich kaum umhingekommen, mich mit der herrschenden Lehre der Öffentlich-Rechtlichen streitbar auseinanderzusetzen. Und dies hätte zum Frevel an diesem hohen Feiertag werden können. So wählte ich „Bank und Ethos“, im Glashaus sitzend - habe ich doch selbst einmal in diesem Gewerbe gegen die Gebote des Ethos verstoßen, war darum auch angeklagt, zwar vom Kadi freigesprochen, dann jedoch meinem eigenen Urteilsspruch unterworfen. Ich hatte gefehlt. Und ich fand es gerecht, daß ich dafür meinen Tribut zu zollen hatte. So fühle ich mich frei, frei genug, die gegenwärtige Szene kritisch zu beurteilen. Dennoch werde ich mich hüten, allzu dicke Steine in die Hand zu nehmen; jedoch werde ich auch nicht nur Sandkörnchen gegen die Glasscheiben werfen. Es geht mir nicht um aktuelle Ereignisse - auch wenn ich Begebenheiten als Beispiele für moderne Verhaltensnormen nennen werde. Das Thema ist zeitlos. Bereits mit der Gründung der ersten Bank war es akut. Zum Einstieg wähle ich den öffentlichen Auftrag - nicht den, den die öffentlich-Rechtlichen für sich beanspruchen, sondern den an die gesamte deutsche Kreditwirtschaft gerichteten Öffentlichen Auftrag, die Bürger dieses Landes mit ihren Dienstleistungen zu versorgen, und dies in redlicher Art. Redlich: welch schönes altes deutsches, welch treffendes Wort. Es beinhaltet Ehrlichkeit, Offenheit, Beflissenheit, Bereitwilligkeit, es bedeutet, gleichermaßen zu dienen wie zu leisten. Schon vor mehr als 200 Jahren hat Kant den Bankdienstleistern die moralischen Verhaltensnormen hierfür vorgegeben: „Man darf sich bei Vergehungen gegen die Redlichkeit niemals auf die Schwäche der menschlichen Natur berufen; denn in der Redlichkeit kann man vollkommen sein.“ Kant unterstellt also bei einer Verletzung des Gebotes der Redlichkeit den Vorsatz. Somit hat er damals bereits Knebelungsverträge, Zinswucher, Übervorteilung, Ausnutzung von Unwissen, Verführung Unkundiger, Mißbrauch von Macht gegenüber Abhängigen und was es auf diesem Gebiet noch an weiteren Unarten geben sollte, unter sein moralisches Verdikt gestellt. Anschwellender Bankgesang Ob neben erfolgreichem Wirtschaften auch moralische Prinzipien das Denken und Handeln eines in einer Bank Verantwortlichen leiten sollten, vor diese Frage fühlte ich mich erstmals gestellt, als Ende der sechziger Jahre die Schlagworte „Macht der Banken, Machtmißbrauch durch die Banken“ zu aktuellen Themen wurden. „Die Banken verfügen über eine große Macht. Sie wird im stillen ausgeübt. Also ist sie unkontrollierbar. Darum verführt sie zum Mißbrauch“, so lauteten die Thesen der damals Jungen und Wilden (heute bekleiden sie Ämter wie, beispielsweise, das des Bundeskanzlers). Sie forderten mehr Kontrolle über die Banken und, in ihrer Konsequenz, dann auch deren Verstaatlichung. Was macht man, wenn man so attackiert wird? Man entrüstet sich gebührend. Aber war es nicht wirklich Ausübung von Macht, über Kreditlenkung auf Industrie und Wirtschaft Einfluß zu nehmen, war es nicht stille Gewaltanwendung, in den von uns Bankleuten durchsetzten und bestimmten Aufsichtsräten die Richtung zu bestimmen? Die Attacken gegen die Macht der Banken wurden dann auch von Politikern, denen andere Mächtige neben sich dulden zu müssen lästig ist, allzugern aufgegriffen. Was ihnen jedoch mehr mißfiel, war das in den Banken angesammelte umfassende Wissen über die wirtschafts- und finanzpolitischen Zusammenhänge in unserem Land und die Bereitschaft, dieses Wissen den Bürgern ungeschminkt zur Kenntnis zu bringen, also fundierte Kritik zu üben. Solche Äußerungen trafen die Regierenden an empfindlicher Stelle. Denn es ist schon etwas grundlegend anderes, wenn gebündelter Sachverstand kritisch spricht, als wenn eine Opposition alles negiert, was eine Regierung sagt, macht oder unterläßt. Als ich von dem damaligen Ministerpräsidenten meines Landes - der schon vor geraumer Zeit verstorben ist - aufgefordert wurde, als Chef einer öffentlich-rechtlichen Bank, an der das Land Nordrhein-Westfalen maßgeblich beteiligt sei, kritische Äußerungen gegenüber der Wirtschaftspolitik des damaligen Bundeskanzlers Helmut Schmidt zu unterlassen, fühlte ich mich weniger in meinen Rechten beeinträchtigt als vielmehr an der Ausübung meiner Pflichten gehindert. So habe ich ihm dann geantwortet, daß er als Politiker das Grundgesetz, in dem mein Recht auf freie Äußerung meiner Meinung verbrieft sei, sicherlich besser kenne als ich. Was jedoch die Wirtschafts- und Finanzpolitik beträfe, fühlte ich mich als einer der Bestinformierten in unserem Lande. Wenn dann also ein Journalist mir eine Frage stellte, deren Beantwortung ich als wichtig ansähe, so würde ich es auch in Zukunft als meine Pflicht und zu meinen Aufgaben gehörend ansehen, diese mit öffentlicher Wirkung zu beantworten. Seine Replik: „Dann ist das Tischtuch zwischen Ihnen und mir zerschnitten.“ Das war dann so und blieb auch so. Seit jeher ist es unbequem, eine eigene Meinung zu haben; noch beschwerlicher kann es werden, wenn man sie auch von sich gibt. Der letzte unserer Zunft, der die hierzu nötige Courage noch aufbrachte, war Alfred Herrhausen. Seitdem äußern sich die Sprecher der Vorstände lieber nicht mehr öffentlich kritisch zu Fragen der Wirtschaftspolitik. So können sie sich des Wohlwollens der Mächtigen sicher sein. Ersatzweise werden Chefvolkswirte zum unverbindlichen Talk ins Fernsehen entsandt. Meines Erachtens gehört es aber zu den ethischen Pflichten der Bankherren, ihr Wissen und ihren kritischen Sachverstand zur Aufklärung schwieriger wirtschaftspolitischer Zusammenhänge zum Wohle der Bürger, die diese Vorgänge nicht zu deuten vermögen, offenzulegen, auch wenn sie damit den Regierenden auf die Füße treten und diese ihnen darob ihr Wohlwollen entziehen. Wir alle bewegen uns in der Strömung unserer Gesellschaft; dabei können wir uns von ihr treiben lassen, oder aber wir können uns ihr entgegenstemmen. Die Banken dümpeln träge mitten im Strom. Mich als Methusalem aus dem vergangenen Jahrhundert erschreckt, wie radikal und in welch hohem Tempo sich die Normen unserer Gesellschaft ändern - ich empfinde dies als moralischen Zerfallsprozeß. Anders als der 1945 aus dem Krieg heimkehrende geschlagene Soldat P., der es als Glück empfand, die Fesseln der Staatswirtschaft gegen die Freiheiten, die ihm der Kapitalismus bescherte, eintauschen zu können und sich darum auch seinem Land verpflichtet fühlte, nehmen sich die meisten Mitglieder unserer Gesellschaft nicht mehr als wesentliche Bestandteile unseres Staates wahr. Sie sind von Fördernden zu Fordernden geworden. Diese Denkungsart hat auch das einst hochangesehene Bankgewerbe erfaßt. Auch dort haben sich Wertmaßstäbe verschoben. Selbstverständlich nicht so derb und vordergründig wie im gemeinen Volke, sondern vornehm und auf hohem Niveau. Man nutzte in der Wirtschaft, also nicht nur bei den Banken, die Veränderungen auch als Chance, sich elitär zu gebärden. Noch nicht fällige Vertragsverlängerungen für Vorstände an einem Abend vor einer Hauptversammlung, auf der gravierende Fehlprognosen zur Diskussion standen, zu beschließen wird aktienrechtlich korrekt gewesen sein. Aber es war auch: instinktlos, taktlos, hoffärtig und arrogant. Daß einer aus unserer Branche hieran maßgeblich mitgewirkt hat, verletzte das Ethos unserer Zunft. In Düsseldorf stehen einige Herren der Wirtschaft, darunter auch ein Banker, vor dem falschen Gericht. Denn die im Strafgesetzbuch stehenden Texte können den Kern der Handlungen nicht werten. Kant: „Der Gerichtshof ist im Innern des Menschen aufgeschlagen“, und „Handle so, daß die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne“. Es entspricht den Standards unserer Gesellschaft, daß sie das Geld, das verteilt worden ist, in das Zentrum ihrer Kritik gerückt hat. Doch nicht die Höhe der Beträge bemißt das Übel. Das liegt vielmehr in der Art, wie die Herren die Sache gemacht haben und als ihr Recht betrachten, so gehandelt zu haben: Wie sie mit ihren vor der Brust verschränkten Armen den Einzug des Gerichts erwarten, dieses Bild tut weh. Uns in der Wirtschaft täte Demut zu empfinden, und sie mitunter auch zu zeigen, gut. Wir müssen nicht mit dem Kopf unter den Armen herumlaufen, aber ein Gespür dafür entwickeln, was in den Gemütern derer vorgeht, die nicht auf der Sonnenseite rechtssicherer Dienstverträge leben. Wir sind Pharisäer, wenn wir nur immer wieder auf den Mißbrauch sozialer Sicherungsinstrumente hinweisen, anstatt unser eigenes Tun selbstkritisch zu betrachten. Selbstkritische Gedanken scheinen einem Bankherren heute nicht mehr angemessen; das eigene Tun in Frage zu stellen - ich meine: vor sich selbst, nicht gegenüber dem Aufsichtsrat -, erscheint ihm als zinsloser Aufwand. Dabei hatten und haben wir so viele hervorragende Vorbilder! Wenn ich sage, die heute in den Banken Handelnden seien stromlinienförmiger geworden, könnte das falsch verstanden werden: als meinte ich, sie hätten die Fähigkeit erworben, sich schneller den Herausforderungen zu stellen. Doch ihre windschlüpfige Form nutzen sie lieber dazu, sich solchen Verpflichtungen zu entziehen. Ist es nur Lässigkeit, wenn sie sich scheinbar unbedacht über die Kreditwürdigkeit ihrer Kunden äußern? Hätte sich ein Hermann Josef Abs, der seinen Namen mit der ihm von uns Zeitgenossen zugestandenen Arroganz zu buchstabieren pflegte: „A wie Abs, B wie Abs, S wie Abs“, jemals dafür hergegeben, über einen Kunden Kreditschädigendes zu sagen? Auch zu seiner Zeit hätte er einen Anlaß finden können, mit einer kundenschädigenden Aussage der eigenen Bank einen Vorteil zu verschaffen. Aber eher hätte er einen materiellen Nachteil hingenommen, als die ethische Maxime, das Bankgeheimnis wie ein Beichtgeheimnis zu wahren, zu verletzen. Heute dagegen scheinen Mächtige unserer Zunft nichts Anrüchiges mehr dabei zu finden, wenn sie scheinbar beiläufig in einem fernen Land vor einer laufenden Fernsehkamera einem ihrer Kunden, der ihrer Zunft nicht nur durch Kreditvertrag, in dem gegenseitig Stillschweigen vereinbart worden war, verbunden ist, sondern der sich, wenn der Grundsatz von Treu und Glauben noch gelten sollte, ihr anvertraut wähnte, Schaden zufügen - um danach von sich zu geben, sie hätten nichts von Bedeutung gesagt. Indem ein in unserer Branche Herausragender sein Wissen auf diese Weise öffentlich machte, verletzte er die zwar ungeschriebenen, aber bis dahin noch gültigen Gesetze unseres Gewerbes. Nun sind sie Makulatur. Ich frage: Wie will die deutsche Kreditwirtschaft ihre an den Gesetzgeber gerichtete Forderung, das Bankgeheimnis nicht anzurühren, begründen, wenn einer ihrer Repräsentanten es derart verletzt hat? Die Bank wurde wegen Verletzung des Kreditvertrages in zwei Instanzen zur Leistung von Schadenersatz verurteilt. Da eine Revision nicht zugelassen wurde, wählte sie den Weg der Nichtzulassungsbeschwerde. Es galt erst einmal, Zeit zu gewinnen. Lange Fristen haben den Charme, Unangenehmes undeutlich werden zu lassen. Eine solche Taktik ist zwar nicht unbedingt ehrenhaft, aber bequem und wirksam. Es gibt Vorgänge, die nicht verjähren, weil ihr moralischer Kern nicht verwittert. Erdnüsse in den Strümpfen Vor ziemlich genau zehn Jahren wurde der Peanut, der Wert einer Erdnuß, neu erfunden. Danach betrug er rund 50 Millionen Deutsche Mark. Doch das ist nicht mein Thema. Mich beschäftigt die Reaktion des Erfinders auf die massive Kritik, die ihm nach der Verkündigung seines Satzes entgegenschlug: „Mich verblüfft schon, mit welcher Vehemenz und Uneinsichtigkeit auf uns eingeprügelt wird“, sagte er und fuhr fort: „Wir haben niemandem geschadet außer uns selbst.“ Diese Aussage gibt nebenher Auskunft darüber, wem nach Meinung des Bankvorstandes die Bank gehört: ihm, selbstverständlich ihm, dem Vorstand, und nicht etwa den Aktionären. Dieses „Wir haben niemandem geschadet außer uns selbst“ ist so unwahr wie unredlich. Ethos der Banken? Wollten sie sich mit diesem Nimbus umgeben, müßten die Leute an ihren Spitzen zunächst einmal danach trachten, ihre Köpfe mit einem anderen Geist zu füllen. Sie müßten ihre Instinkte und ihr Denken wandeln. Und dann auch noch den Untergebenen, deren Motivation sich im schnellen Geldmachen erschöpft, andere Wegmarken einpflanzen - auch ihren Investmentbankern. Doch selbst für Herakles, der die Erde von ihren Unholden befreite und sich klaglos allem Schlimmen beugte, wäre diese Aufgabe wohl zu schwer. Ich maße mir nicht an, die herrschenden Verhältnisse zu ändern. Ich will nur etwas an sie rühren. So spreche ich nur von den Pflichten der Bankherren. Sie alle, wir alle sind unserer Gesellschaft gegenüber zu redlichem Handeln verpflichtet. Unsere Aufgabe ist es nicht, Waren zu produzieren und sie zu vertreiben. Wir sind Treuhänder. Die Bürger unseres Staates haben uns wesentliche Teile ihres von ihnen erarbeiteten Vermögens anvertraut. Dieses Vertrauen kann nur gerechtfertigt werden durch die Erfüllung der Pflicht, die Werte nicht nur sicher anzulegen, sondern auch mit einem höchstmöglichen Bonus auszustatten. Diese Pflicht eines Verwalters fremder Vermögen hat eine andere Maxime als etwa die Pflicht eines Vorstandes eines Büromaschinenherstellers. Mich dünkt, daß an die Stelle der Pflicht, seine eigene Person, oder, falls vorhanden, seine Persönlichkeit, sich selbst mit Geist und Haut und Haaren in seine Aufgabe einzubringen, die Unverbindlichkeit gerückt ist. An die Stelle des sich auch dem Wohle dieses Landes verpflichtet fühlenden „Bankiers“ ist der „Banker“ getreten. Was den Unterschied zwischen einem Bankier und einem Banker ausmacht? Der Bankier war ein vornehmer Mann, kein Vornehmtuer, er war also ein Herr, der die Kunst und die Geduld des Zuhörens beherrschte und so souverän war, seine eigene Meinung durch das, was er aufnahm, zu korrigieren. Er räumte den Ratgebern Zeit ein, und er nahm die Sorgen derer, die sich ihm anvertrauten, ernst. Er war kein Mann des schnellen Geldmachens, sondern suchte seinen Nutzen in der Beständigkeit einer Beziehung. Ein Banker dagegen ist ein globaler Universeller. Er weiß nicht nur alles, er weiß auch alles besser; etwa von Abläufen in Produktion und Versand, von Forschung und Entwicklung, also von Dingen, von denen er von Haus aus nur wenig wissen kann. Hat er sich einmal eine Meinung gebildet, steht sie unverrückbar fest. Sie ist nicht mehr diskutierbar. Am liebsten verkehrt er nur unter Gleichgekleideten. Gepflegte Tischsitten und strikte Beachtung der Regeln der Etikette gelten ihm als Ausdruck hochentwickelter Kultur. In den letzten zwanzig Jahren haben an der Spitze der Banken vier- bis fünfmal die Generationen gewechselt. Die heute sind um nichts schlechter, als wir, die Verflossenen, es waren. Nur anders sind sie. Den Herren der Neuzeit ist die Fähigkeit oder der Wille abhanden gekommen, sich mit ihren Institutionen zu identifizieren. Nannte man etwa in den siebziger Jahren den Namen Ponto, so nannte man damit gleichzeitig den Namen seiner Bank. Der Mann an der Spitze machte sich mit seiner Bank eins. Höre ich Ackermann, fallen mir Globalisierungswut und schwyzerischer Erwerbssinn ein, letzterer jedoch nur in verfremdeter Form. Ackermann ist dabei, die Identität der Bank, die einen stolzen Namen trägt und, dies bekenne ich gerne, für mich in meiner aktiven Zeit immer ein Vorbild für Abgewogenheit im Denken und Tun war, für immer und ewig wegzugeben. Auch der Herr Bundeskanzler hat auf dem letzten Sparkassentag in Frankfurt mit der staatsmännisch klingenden Formulierung, mit Fusionen „endlich in die Strümpfe zu kommen“, diese Politik für gut und richtig erklärt, wobei er es nicht unterließ, den Landesbanken seinen speziellen Rat zu geben, aus ihrem runden Dutzend nur noch drei zu machen - als ob Fusionen in die Horizontale die einzig wahren wären. Nur wer in die Tiefe bohrt, stößt auf Brunnen. Glaubt der Bundeskanzler, glauben die Banken, daß die bloße Addition von Bilanzsummen und Eigenkapital auch zu größeren Leistungen führen wird? Ob sie, als in der Schule die Differentialrechnung gelehrt wurde, gefehlt haben? Ich denke, daß die Identität der Deutschen Bank mehr wert ist als ihre sonstigen stillen Reserven. Ich denke auch, daß sie alle Dienstleistungen und Finanzierungen, die von ihr gefordert werden, in hervorragender Qualität zu erbringen in der Lage sein wird, auch, oder vielmehr gerade dann, wenn sie bleibt, wie sie ist, nämlich allein. Bliebe als Grund für Fusionen dann noch die Furcht vor dem unbekannten großen Dritten, der Feindliches plant. Gibt es ihn überhaupt, oder malt man nur ein Gespenst an die Wand, um Verständnis für nicht Verstehbares zu erwecken? Mein Eindruck ist, daß die Aktionäre sich mehr als die Mitglieder ihres Vorstandes mit ihrer Bank identifizieren. Gewinnmaximierung ist keine Maxime Vor geraumer Zeit veranstaltete die philosophische Fakultät meiner heimischen Universität eine Veranstaltungsreihe, die sich mit dem Verhalten verschiedener Gruppen in unserer Gesellschaft beschäftigte. Unter anderem auch mit den Banken. Im Veranstaltungskalender stand zu diesem Thema: „Das Mißverhältnis zwischen hohen Kreditzinsen auf der einen Seite und niedrigen Sparzinsen auf der anderen Seite ist von Millionen von Bankkunden zwar als Ärgernis, aber bisher doch stillschweigend hingenommen worden.“ Dieses Phänomen ist so alt, daß ich es sogar noch aus meiner aktiven Zeit kenne. Der terminus technicus der Bankensprache dafür lautet: „Zinsunempfindlichkeit der Sparer“. Zu dem Satz von der Verhältnismäßigkeit des Kreditzinses zum Sparzins fand ich bei Kant Entsprechendes. Er erzählte ein Beispiel von einem Krämer: Ein Kaufmann berechnet die Preise für seine Ware und entschließt sich, ehrlich zu sein. Er will seine Kunden, ob sie nun unerfahren sind - dies gilt, das füge ich ein, in der Regel auch für Sparer - oder ob es sich gleich um Kinder handelt, nicht übers Ohr hauen. Eine solche Handlung geschieht noch lange nicht aus Pflicht, so behauptet Kant, sondern sie ist „pflichtmäßig“, äußerlich nicht von derselben Handlung aus ehrlichen Grundsätzen heraus zu unterscheiden. Warum? Kant fährt fort: Weil es sein kann, daß der Kaufmann aus Vorteilsdenken ehrlich ist, damit ihm die Kunden nicht davonlaufen. In diesem Fall geschieht seine Handlung in Wahrheit aus eigennütziger Absicht. Die Banken braucht die Sorge des Krämers, daß ihm die Kunden, wenn er sie denn übers Ohr hauen sollte, davonlaufen, nicht zu plagen. Selbst wenn ein nicht „zinsunempfindlicher“ Sparer alle Banken am Platz abklappern und die in den Kassenräumen aushängenden Konditionen miteinander vergleichen würde, er wird kaum etwas Besseres als das finden, was ihm seine Hausbank seit eh und je bietet. Marktgerechte Zinsen seien dies, erklärt der Kundenberater jeder Bank seinem durchaus zinsempfindlichen Sparer. Oder doch nicht eher ein stillschweigendes Kartell? Ich kann nur festhalten, daß es seit langer Zeit auf diesem Sektor kaum noch Wettbewerb gibt. Leider haben die Sparkassen dazu ihren Beitrag geleistet, da sie freiwillig ihre Preisführerschaft aufgegeben haben. Dies scheint nun die Postbank zu übernehmen. Ob sie dafür einen öffentlichen Auftrag beansprucht? Wir Deutschen werden sparen, fürderhin und immerdar. Die Sparer haben sich schon seit langem damit abgefunden, daß ihnen ihre Einlagen, ziehen sie die Inflationsrate ab, kaum noch eine reale Verzinsung bringen. Dennoch, sie lassen die Einlagen stehen. Sie sind ihre Sparstrümpfe für Unvorhergesehenes. So wurden selbst Spareinlagen mit täglicher Fälligkeit zu Dauerleihgaben der Sparer an die Banken. Mit ihnen läßt sich lässig wuchern. Sogar weltweit. Für Kant war die „Maxime“ ein Prinzip des Willens, „unangesehen der Zwecke, die durch solche Handlungen bewirkt werden können“. Die Maxime hat auch Eingang in die Bankersprache gefunden, als „Gewinnmaximierung“. Den Gehalt des Wortes „Maxime“ total zu verkehren und dann zum Maß aller Dinge zu machen kann nicht nur Gedankenlosigkeit sein. Dies ist auch Ausdruck der Gesinnung. Gewinnmaximierung zum Hauptziel des geschäftlichen Tuns zu erklären bedeutet die Verletzung der ethischen Pflichten des Unternehmers. Zudem ist es dumm, die Gewinnmaximierung zur Maxime zu machen, weil sie kein belastbares Fundament einer Unternehmenspolitik sein kann. Doch warum sollte eine Bank der eigenen Profitgier Grenzen ziehen, wenn das Motto „Bereichert euch“ ohne moralische Hemmungen öffentlich gepredigt werden kann? Warum moralisch sein, solange die Unmoral nicht mit dem Handelsgesetzbuch und dem Strafgesetzbuch kollidiert? Warum also Gutes tun, wenn Böses tun so einträglich ist? Elementare Fragen sind oft am schwersten zu beantworten. Es ist aus meiner Sicht nur konsequent, wenn sich die Banken den moralischen Rahmen ihres Handelns selber gebastelt haben: daß sie sich alles erlauben können, was nicht ausdrücklich verboten ist. Daß auch wirtschaftliches Denken und Handeln nicht wertneutral ist, scheint sie nicht zu beschweren. Um nicht mißverstanden zu werden, füge ich ein: Auch für mich ist selbstverständlich, daß der Zweck wirtschaftlichen Handelns der Erfolg, das Ergebnis ist. Das Tun oder das Unterlassen der Verantwortlichen wird in Euro oder Dollar gemessen. Ihre Fähigkeiten, ihr Fleiß oder ihre Trägheit finden in nackten Ziffern ihren angemessenen Niederschlag. Dies ist auch darum wichtig, weil am Erfolg die Erhaltung und Entwicklung der Substanz eines Unternehmens und die Wohlfahrt der Eigentümer und Beschäftigten hängen. Aber auch erfolgreiches Wirtschaften schließt die Frage nach der Methode nicht aus, mit der die Ergebnisse erzielt wurden. Nicht nur die Glaubwürdigkeit der Bankvorstände wird beschädigt, die alle naslang mit einer neuen Erklärung über die Ziele ihrer Unternehmen der gerade vorausgegangenen widersprechen; ihre flinkzüngige Wendigkeit läßt auch Stetigkeit und Sicherheit, somit auch Solidarität und Redlichkeit vermissen. Nehme ich solche in ihren Inhalten rasch wechselnden Äußerungen wahr, so beginne ich darüber zu rätseln, ob sich der Sprecher gründlich genug mit den Problemen seines Unternehmens auseinandergesetzt hat oder ob die gerade vorher von ihm verkündete Politik Mißerfolge zu bringen droht. Oder ist er nur ein munter von Ast zu Ast hüpfender Zaunkönig? Ethos der verboten - gibt es das? Gibt es ein Ethos der Handwerker, der Rechtsanwälte, der Mediziner? Die Gründungsväter der Handwerker-Innungen haben sich Standesregeln gegeben, deren Ansprüche sich zuerst gegen sie selbst richteten. Aber ist aus dem „Gott schütze das ehrbare Handwerk“ nicht inzwischen ein „Gott schütze uns davor“ geworden? Die Mediziner haben sogar ihr eigene Eidesformel, die hippokratische. Doch unabhängig von den ethischen Pflichten, die sie damit auf sich laden, haben sich nicht wenige von ihnen einen eigenen Gott gekürt, Hermes, den Gott der Anlageberater und Abschreibungsakrobaten. Doch ich habe es nicht mit den moralischen Kriterien von Klempnermeistern oder Dermatologen zu tun, ich habe mich mit denen der Bankherren auseinanderzusetzen. Auch darum, weil ich mich selbst betroffen fühle; schließlich bin ich ein gelernter Bankkaufmann. Unsere Altvorderen haben keine Standesregeln zu Papier gebracht. Wir schwören auch keine Eide. Aber dürfen wir dennoch, ohne Schamgefühl zu empfinden, ethische Grundsätze für den eigenen Gebrauch ausschließen - so, als würden diese nur für andere, etwa unsere Kreditnehmer, gelten - und uns dafür lieber der Gewinnmaximierung widmen? Die Soziale Marktwirtschaft ist nicht nur der Generator unserer Gesellschaftsordnung, sie ist auch ihr moralisches Korsett. Gerade das letztere gilt auch dann noch, wenn ich werte, daß die Marktwirtschaft immer noch das Substantiv und das Wörtchen „soziale“ nur das Adjektiv ist. Nicht die mit ihr Unzufriedenen - weil sie zu wenig Soziales abwirft - noch die sie kritisierenden Werteverbesserer können sie gefährden; dies vermögen allein die in ihrem Zentrum Agierenden, wenn sie nicht endlich die Balance zwischen ihrem Eigennutz und der Verantwortung, die sie für unser Land tragen, finden. Darum, ihr Bankleute, wartet nicht, bis die Tide kippt und sie euch zu neuen Ufern trägt. Schwimmt schon jetzt los, gegen den Strom dieser Zeit. Erforscht euch einmal selbst, wischt euch den Puder von der Backe, achtet weniger auf euer Image als vielmehr auf das Standing - das eurer Bank ebenso wie das persönliche. Sagt, was ihr denkt, tut, was ihr sagt. Öffnet eure Gesichter. „Grösse, so heisst es, sei kein Verbrechen. Aber Grösse kann schädlich werden infolge der Mittel, durch welche sie erreicht wurde, oder der Zwecke, zu welchen sie eingesetzt wird.“ Louis Brandeis (Other people’s money. And how the bankers use it, 1913)

9 01, 2019

Auflistung der wichtigsten Philosophen

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(Sucher nach Lebensweisheit und bewährtem Wissen, Fragen nach den Anfängen der Welt, nach Naturgesetzen, Fragen nach Regeln des Zusammenlebens, nach Formen der Erkenntnis, nach moralischen Werten, Menschenpflichte/Menschenrechte, Aufklärung…….mit dem Resultate einer rationalen Interpretation des Daseins….) Pythagoras (6. Jahrhundert vor Christus) Heraklit von Ephesos (535-475 vor Christus) Parmenides (515-445 vor Christus) Empedokles (495-435 vor Christus) Sokrates (469-399 vor Christus) Demokrit (460-370 vor Christus) Plato (428-348 vor Christus) Aristoteles (384-321 vor Christus) Epikur (341-270 vor Christus) Zenon (333-262 vor Christus) Philo von Alexandria (20 vor Christus – 50 nach Christus) Plotin 204-270 Aurelius Augustinus 354-430 Salomo ibn Gabirol (Malaga/Spanien; 11. Jahrhundert) Moses ben Maimon (alias Rambam oder Maimuni) 1135- 1204 Albertus Magnus 1200 - 1280 Thomas von Aquin 1225-1274 Wilhelm von Ockham 1280-1349 Lewi ben Gerson (alias Leo Hebreaus) 1288 - 1344 Nikolaus von Kues 1401-1464 Niccolò Machiavelli 1469 - 1527 Erasmus von Rotterdam 1469-1536 Michel de Montaigne 1533 - 1592 Giordano Bruno 1548-1600 Thomas Hobbes 1588-1679 René Descartes 1596-1650 Blaise Pascal 1623-1662 Benedikt de Spinoza 1632-1677 John Locke 1632-1704 Isaab Newton 1643-1727 Gottfried Leibniz 1646-1716 Charles Louis Montesquieu 1689-1755 Francous Marie Voltaire 1694-1778 David Hume 1711-1776 Jean-Jacques Rousseau 1712 - 1778 Adam Smith 1723 - 1790 Immanuel Kant 1724 – 1804 Moses Mendelssohn (Dessau) 1729 - 1783 Johann Gottlieb Fichte 1762 - 1814 Georg Wilhelm Hegel 1770 - 1831 Friedrich Wilhelm Schelling 1775 - 1854 Arthur Schopenhauer 1788 - 1860 Auguste Comte 1798 - 1857 Ludwig Feuerbach 1804 - 1872 John Stuart Mill 1806 - 1873 Sören Kierkegaard 1813 - 1885 Karl Marx (aus Trier an der Mosel) 1818 - 1883 Wilhelm Dilthey 1833 - 1911 Friedrich Nietzsche 1844 – 1900 Edmund Husserl (Prossnitz, Mähren) 1859 - 1938 Bertrand Russell 1872 - 1970 Martin Buber 1878 - 1965 Karl Jaspers (Oldenburg) 1883 – 1969 Ernst Bloch (Ludwigshafen) 1885 - 1975 Franz Rosenzweig (Kassel) 1886 - 1929 Ludwig Wittgenstein (Wien) 1889 - 1951 Martin Heidegger 1889 – 1976 Walter Benjamin (Berlin) 1892 - 1940 Max Horkheimer 1895 - 1973 Karl R. Popper (Wien) 1902 – 1994 Theodor W. Adorno (Frankfurt) 1903 - 1969 Jean-Paul Sartre (Paris) 1905 – 1980 Hannah Ahrendt 1906 - 1975 Emmanuel Levinas 1906 - 1995 Albert Camus (Algerien) 1913 - 1960 John Rawls 1924 – 2002 Emmanuel Levinas 1906 - 1995 Jürgen Habermas (1929- ) Jacques Derrida (Algerien) 1930 - 2004 Richard Rorty (1931 - )

9 01, 2019

Auflistung (christlicher) Feiertage

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Heilige Drei Könige 6. Januar. Neues Testament, Geschichte der heiligen drei Könige. Caspar, Melchior und Balthasar werden vom Weihnachtsstern zum Stall Jesu geführt Karfreitag Einer der höchsten Feiertage der Christen, Kreuzigung Jesu. Ostersonntag Auferstehung Jesu Ostermontag Am Tag nach der Auferstehung, also Ostermontag, gingen zwei Jünger laut Lukasevangelium von Jerusalem nach Emmaus. Es schloss sich ihnen ein Mann an. In Emmaus luden sie den Fremden zum Essen ein, er brach das Brot und da erkannten sie Jesus, der jedoch in dem Moment verschwand. Christi Himmelfahrt An Christi Himmelfahrt kehrte Jesus von Nazareth als Sohn Gottes in den Himmel zu seinem Vater zurück, immer ein Donnerstag, immer am 39. Tag nach Ostern gefeiert wird. Pfingstmontag Pfingsten: „Empfangen des Heiligen Geistes“, Ende des christlichen Osterfestes gilt auch als ‚Geburtstag der Kirche‘. Fronleichnam Römisch katholischer Feiertag, genau 10 Tage nach Pfingsten. An Fronleichnam wird die leibliche Gegenwart von Jesus Christus im Sakrament der Eucharistie (Abendmahl) gefeiert. Mariä Himmelfahrt Am 15. August feiert die römisch-katholische und orthodoxe Kirche seit dem 6. Jahrhundert den Glauben an die leiblichen Aufnahme Marias in den Himmel, Reformationstag 31. Oktober, Geburtsstunde der evangelischen Kirche, Ursprung im Jahr 1517, Martin Luther schlug seine 95 Thesen zu Ablass und Buße an die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg. Allerheiligen Gedenken der römisch-katholischen Kirche an alle ihre Heiligen. Buß- und Bettag Evangelischer Feiertag, es geht nicht darum, für Taten zu büßen, sondern darum, eine Umkehr zu Gott hin zu finden. 11 Tage vor dem ersten Advent. Weihnachten Erster Weihnachtstag, 25. Dezember: Geburt Jesu.

9 01, 2019

Alphabet – Buchstabenbezeichnungen – Piloten

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A Alpha B Bravo C Charlie D Delta E Echo F Foxtrott G Golf H Hotel I India J Juliet K Kilo L Lima M Mike N November O Oscar P Papa Q Quebec R Romeo S Sierra T Tango U Uniform V Victor W Whiskey X X-Ray Y Yankee Z Zulu

9 01, 2019

Sternkreiszeichen

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Aquarius -January 21 - February 19 Wassermann Pisces- February 20- March 20 Fisch Aries --March 21 - April 20 Widder Taurus -April 21 - May 21 Stier Gemini -May 22 - June 21 Zwilling Cancer-June 22 - July 22 Krebs Leo- July 23 -August 21 Löwe Virgo-August 22 - September 23 Jungfrau Libra -September 24 - October 23 Waage Scorpio- October 24 - November 22 Skorpion Sagittarius - November 23 - December 22 Schütze Capricorn -December 23 - January 20 Steinbock

9 01, 2019

Rangliste der Personen (der „Eliten“), die Deutschland mit ihren (Fehl-)Entscheidungen wirtschaftlich die grössten Schäden zugefügt haben

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Adolf Hitler (verantwortlich für den Zweiten Weltkrieg, Judenvernichtung) Kaiser Wilhelm II und seine beiden Cousins (mitverantwortlich für den Ausbruch des Ersten Weltkriegs, der Europa dauerhaft ruinierte) Helmut Kohl (wirtschaftlich dilettantisch umgesetzte Wiedervereinigung , die uns bis heute über 2 Billionen Euro gekostet hat – Umtauschkurs Devisen, ungeklärte Eigentumsrechte bei Grundstücken-, ansonsten Mangel an Reformwillen mehr oder weniger in der ganzen, sehr langen Regierungszeit; letztlich haben wir ihm auch Angela Merkel zu verdanken, insofern muss man ihm die von Merkel verursachten Schäden an sich noch teilweise zurechnen…) Angela Merkel (Bankenrettung, Euro-Rettung, Energiewende, verfehlte Flüchtlingspolitik..) Wenn Frau Merkel noch ein paar Jahre weiter so „gut“ regiert, hat sie eine gute Chance, in der Liste weiter aufzusteigen

9 01, 2019

Rangliste der grössten Massenmörder in der Geschichte der Menschheit

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Mao Zedong (1943 – 1976) - 78 Millionen Jozef Stalin (1922 – 1953) – 23 Millionen Adolf Hitler (1933 – 1945) – 17 Millionen König Leopold II von Belgien (1865 – 1909) – 15 Millionen Hideki Tojo (1941-1944) – 5 Millionen Ismail Enver Pasha (1913 – 1919) – 2,5 Millionen Pol Pot (1963 – 1981) – 1,7 Millionen Kim Il Sung (1948 - 1994) – 1,6 Millionen Mengistu Haile Mariam (1974 – 1991) – 1,5 Millionen Yakube Gowon (1966 – 1975) 1,1 Millionen

9 01, 2019

Penny Stocks

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Im wörtlichen Sinne sind Penny-Stocks Aktien, die weniger als einen Dollar wert sind. Im übertragenen Sinne bezeichnet man so mehr oder weniger wertlose Aktien, die von „Drückern“ – verbunden mit einer schönen Wachstums- oder Phantasiegeschichte zu hohen Preisen an ahnungslose Käufer verkauft werden. Schönes Beispiel der jüngeren Vergangenheit: die „nicstic AG“, die Geschichte mit der rauchfreien Zigarette. In Deutschland unter anderem für den Vertrieb zuständig die damalige BaFin-lizenzierte Top Cap Financial Services GmbH mit dem Geschäftsführer Hrjove Capin, einem vermögenslosen früheren Telefonverkäufer der Phoenix Kapitaldienst GmbH. Das „Patent“, für die offensichtlich aber nicht funktionsfähige „nicstic“ hatte angeblich ein in der Haftanstalt einsitzender verurteilter Mörder entwickelt. Organsisiert wurde der Kapitalanlagebetrug dann von einem einschlägig vorbestraften Gefängnisgenossen des Mörders und einigen Komplizen, darunter auch einige aus dem Umfeld der kurz vorher pleite gegangenen Betrugsfirma Phoenix Kapitaldienst GmbH. Damit das „Spiel“ besonders gut funktioniert, benötigt man nicht nur eine börsennotierte Gesellschaft und eine (möglichst lizenzierte) „Drückerkolonne“, sondern auch hilfreiche Geister, die schöne „offizielle“ Researchberichte verfassen und Roadshows organisieren und eine Aufsichtsbehörde, die der Drückerkolonnenfirma eine Lizenz erteilt. Besonders gut zum Verticken wertloser Aktien eignen sich phantasieanregende Themen, wie Rohstoffe, Software, Pharma. Wer würde nicht gern zum zweiten Rockefeller oder Bill Gates. „A gold mine is a hole in the ground with a liar on top.“ Mark Twain Zu dieser Erkenntnis kommen viele Anleger, die sich Rohstoffwerte in Form von “Penny Stocks” andrehen lassen.

9 01, 2019

Phoenix Kapitaldienst GmbH

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Der Phoenix Rechtsverfolgungspool, ein Zusammenschluss einiger deutscher Finanzdienstleistungsinstitute, die – im Gegensatz zu BaFin, EDW, diverser Anwälte und Wirtschaftsprüfer – mit dem Betrug rein gar nichts zu tun hatten, aber nach Ansicht der EdW und der BaFin für den Schaden mit über 100 Millionen Euro haften sollen, hat sich zum Ziel gesetzt, den Betrug doch noch einmal richtig aufzuarbeiten und die wahren Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Der Phoenix Rechtsverfolgungspool, der unter anderem von Markus Ross initiert wurde, hat umfangreiche Recherchen durchgeführt und viele Materialien gesichtet. Zitate Phoenix: “Unsere gute Performance, das veränderte Anlegerverhalten und die fachliche Kompetenz unserer Vertriebspartner haben zu stetig steigenden Mittelzuflüssen geführt“ PHOENIX Kapitaldienst GmbH, 2004 „Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde, liegt es an unserer guten Performance, an einem veränderten Anlegerverhalten oder an der Leistungsstärke unserer Vertriebspartner, dass PHOENIX im 3.Quartal 2004 den höchsten monatlichen Kapitalzufluss seit Auflegung des Managed Account im Privatkundengeschäft verzeichnen konnte? Vermutlich ist es das Zusammenspiel dieser drei Kräfte. Wir nähern uns einem Jahresgewinn von 10 Prozent netto und mehr sowie einem verwalteten Anlagekapital von 700.000.000 Euro.“ PHOENIX Kapitaldienst GmbH, Oktober 2004 Das Hauptgeschäft der betrügerischen Phoenix war zunächst das „Churning“ der Kundenkonten, später das Schneeballsystem mit dem Phoenix Managed Account – unter der Aufsicht von BaFin und EdW. In dem einen Bereich wurden über fast 30 Jahre fast die gesamten Kundengelder vernichtet, in dem anderen Bereich, dem Hedgfonds Phoenix Managed Account, wurden dagegen jährlich brutto angeblich immer um die 20% Plus erwirtschaftet. Ist das plausibel und glaubhaft? NEIN! Die Wirtschaftsprüfer, die BaFin und die EdW haben das jedoch nicht ernstlich weiter hinterfragt. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Der Phoenix Rechtsverfolgungspool, ein Zusammenschluss einiger der führenden deutschen Finanzdienstleistungsunternehmen (Family Offices, Vermögensverwalter, Kapitalanlagegesellschaften) unter Führung der Ceros und ihrem Geschäftsführer Markus Ross beschäftigt sich seit 2007 mit dem Betrugsfall. Auslöser war das befremdliche Ansinnen der EdW (Entschädigungseinrichtung der Wertpapierdienstleistungsunternehmen), dass unbeteiligte Finanzunternehmen für einen Grossteil des von Phoenix verursachten Schadens aufkommen sollten. Der Phoenix Rechtsverfolgungspool recherchiert umfangreich und deckt viele Unregelmässigkeiten von Phoenix Geschäftspartnern auf. Merkwürdig erscheinen vor allem die Saldenbestätigungen über 412 Millionen Euro, die angeblich Ernst & Young in dem Sonderprüfungsgutachten von 2002 vorliegen sollen: für ein Konto, das es gar nicht gab. Markus Ross vom Phoenix Rechtsverfolgungspool schaltet daraufhin die Staatsanwaltschaft ein – bislang liegt leider noch kein erkennbares Ergebnis vor. Auch das Sonderprüfungsgutachten von Ernst & Young, datiert vom 31. März 2002, warf viele Fragen auf, die jedoch bis zum Schluss nicht geklärt wurden. Zitate: „In den oben genannten Teilmärkten werden sowohl Long- als auch Short-Positionen eigegangen, Zum Prüfungszeitraum lag der Schwerpunkt der Optionsgeschäfte in Long-Straddle-Positionen… (Anmerkung Toros: es hätten laut Prospekt nur Short-Positionen aufgebaut werden dürfen, primär Short-Strangles) Es bestehen Differenzen zwischen dem extern bestätigten Treuhandvermögen und dem intern gebuchten, welche sich nicht im Einzelnen abstimmen lassen…. Phoenix ordnet die Salden eines bei einer Bank extern geführten Kontos mit Kundengeldern intern dem Treuhandkreis zu, jedoch handelt es sich bei dem Konto um kein Treuhandkonto (vgl. Tz. 94). Darausfolgend liegt ein Verstoss gegen die Anforderung des § 34a WpHG vor, wonach Wertpapierdienstleistungsunternehmen, die kein Einlagenkreditinstitut sind, Kundengelder auf Treuhandkonten zu verwahren haben. Für drei Bankkonten konnte kein geeigneter Nachweis über die Treuhandeigenschaft geführt werden (vgl. Tz. 93)………… Das Treuhandvermögen gemäss der Hauptbuchhaltung BAAN übersteigt den entsprechenden Betrag, der im Monatsabschluss ausgewiesen wurde, um TEUR 484. Die Differenz konnte nicht erklärt werden…. Aus den dargelegten Prüfungsfeststellungen folgt weiterhin, dass bei der Phoenix in der Vergangenheit keine Abstimmung zwischen dem internen Buchungskreis und externen Bestätigungen mit dem Ziel der Identifizierung von Differenzen und der anschliessenden Eliminierung durch Zuordnung der Differenzen zu einzelnen Geschäftsvorfällen stattgefunden hat…. Aus dem Vergleich zwischen dem in der Hauptbuchhaltung geführten Saldo des Treuhandvermögens resultierte eine Differenz in Höhe von TEUR 878. In dieser Höhe übersteigt das extern bestätigte Treuhandvermögen die intern geführten Bestände…. Anhand der Summen- und Saldenlisten der Debitoren und Kreditoren zum 31. Dezember 2001 haben wir im Rahmen einer Zufallsstichprobe die Übereinstimmung der in den Listen ausgewiesenen Salden mit den Salden, welche im Nebenbuch zum genannten Zeitpunkt geführt wurden, geprüft. Dabei kam es zu umfangreichen Abweichungen….. Derzeit werden zwar die geführten Kundensalden dem Kunden mitgeteilt, es erfolgt aber keine Abstimmung mit den gebuchten Treuhandvermögen und extern bestätigten Treuhandvermögen…. Infolge der Vermischung von Kundengeldern mit unternehmenseigenen Geldern sowie der Berechnungssystematik der aufgelaufenen Provisionen durch eine Differenzbildung ist eine genaue Quantifizierung des Fremdwährungsrisikos nicht möglich…. Ernst & Young Sonderprüfungsgutachten nach § 44 KWG vom 31. März 2002, unterzeichnet von den Wirtschaftsprüfern Müller-Tronnier und Heist „…2.2. Prüfung auf Vorliegen von Treuhandkonten 87 Zum 30. September 2002 sind gemäss externer Bestätigung folgende Konten vorhanden, welche die Gesellschaft dem Treuhandkreis zuordnet: 30.9.2002 TEUR Treuhandkonten bei Brokern und Banken 3 Depotkonten bei Man Financial Ltd., London, Grossbritannien 412.264 3 Depotkonten bei Refco Inc., Chicago, USA 63 5 Geldkonten bei Man Financial Ltd., London, Grossbritannien 5.777 3 Geldkonten bei Refco Inc., Chicago, USA 1.755 3 Treuhandkonten bei der Frankfurter Sparkasse 17.038 5 Treuhandkonten bei der Svenska Handelsbanken, Stockholm,S. 14.100 4 Treuhandkonten bei der Finansbanken, Kopenhagen, Dänemark 12.209 1 Konto bei der Postbank 1.549 2 Treuhandkonten bei anderen Banken 172 Kontostand der Treuhandkonten 464.927 (Anmerkung Toros: bei Man hatte die Phoenix zu dieser Zeit nur circa 10 Millionen Euro, nicht aber die hier ausgewiesenen 412,264 Millionen Euro; es stellt sich die Frage, wer die falschen Saldenbestätigungen erstellt hat bzw. gefälscht hat bzw. wer dafür verantwortlich ist, dass diese Bestätigungen von dem Prüfer Ernst & Young akzeptiert wurden.) Aus den eingegangen Stillhaltergeschäften (vgl. Tz.284) besteht für die Gesellschaft ein Marktpreisrisiko. Per 30. September 2002 beträgt die gesamte Margin, die einen potentiellen Verlust aus den getätigten Short-Geschäften abdecken soll und die bei den beiden Brokern Man Financial und Refco hinterlegt ist, TEUR 2.705……“ (Anmerkung Toros. Diese Margin hätte bei einem angeblichen Eigenkapital des PMA von etwa 500 Millionen Euro bei etwa 1 Milliarde Euro liegen müssen, und nicht bei 2,7 Millionen) Phoenix Kapitaldienst und die Bedeutung von „Equity Runs“ bei Börsenterminkonten Auf den Equity Runs, die ein Brokerhaus (z.B. Phoenix Kapitaldienst GmbH) von dem Clearing-Broker (hier MAN) täglich erhält (früher per Telefax, heute online), sind sämtliche Konten des Brokerhauses mit allen Positionen, Salden, Margin-Requirements etc. aufgelistet, auch die Trades des Vortages. Bei Phoenix wurden diese Equity-Runs zum Teil über den zwischengeschalteten Introducing Broker „Mastman Wells“ an Phoenix per Telefax übersandt (aktenkundig). Auf diesen Equity-Runs fehlte täglich das mysteriöse, nicht-existente Konto M 2540. Das bedeutet, dass jede Person– bei Phoenix oder jeder anderen möglicherweise zwischengeschalteten Institution -, die diesen Equity-Run einsehen konnte, wissen musste, dass es das Konto M 2540 nicht gab. Auch die Werbebroschüre von Phoenix war so widersprüchlich, dass einem sachkundigen und aufmerksamen Beobachter – und das sollten Wirtschaftsprüfer und die Aufsichtsbehörden doch an sich sein – schwere Bedenken hätten kommen müssen: „In aller Regel verkaufen wir Strangles, d.h. gleichzeitig Put- und Call-Optionen, die beide aus dem Geld liegen. Dann ist durch die zweifache Prämieneinnahme das Sicherheitspolster gegen ungünstige Marktbewegungen doppelt so gross….“ …. Wer sich am Managed Account beteiligt, muss mit folgenden Kosten rechnen, die zurückverdient werden müssen, bevor der Beteiligte einen Wertzuwachs erwarten kann: Verkaufsagio 7%, das bei grösseren Anlagebeträgen abnimmt, Verwaltungskosten 0,5% pro Monat, Die Transaktionskosten („commission“) für jeden Handel betragen USD 20. Hiervon erhält Phoenix einen Betrag von ca. USD 5 als Vergütung. … Zusätzlich hierzu erhält Phoenix die auf die Kassenreserve erwirtschafteten Zinsen als Vergütung.“ Später kommt folgender Text, der widersprüchlich zu dem o.a. Text ist: „Die Zuordnung der Zinsen für die Kassenreserve des Phoenix Managed Account als Vergütung an Phoenix könnte Phoenix verleiten, entgegen den Interessen der Beteiligten sich möglichst geringfügig am Markt zu engagieren und sich bietende Geschäftschancen auszulassen.“ Anmerkung: Den Wirtschaftsprüfern und den Aufsichtsbehörden hätte der Unsinn dieser Ausführung auffallen müssen: bei Stillhaltergeschäften – und nur solche sollten und durften an sich in dem PMA gemacht werden und wären laut Prospekt zulässig gewesen – hätten sich die Kassenreserve und die Zinseinnahmen der Phoeinx erhöht. Dem aufmerksamen Leser hätte dieser Widerspruch auffallen müssen, der ein klares Indiz dafür ist, dass die Phoenix nie beabsichtigt hatte, die versprochenen Geschäfte duchzuführen. Aufgefallen ist allen für die Überwachung des Betrugsunternehmens verantwortlichen Personen angeblich nichts. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Phoenix Sonderprüfungsgutachten von Ernst & Young 31. März 2002
Zitate: „In den oben genannten Teilmärkten werden sowohl Long- als auch Short-Positionen eigegangen, Zum Prüfungszeitraum lag der Schwerpunkt der Optionsgeschäfte in Long-Straddle-Positionen… (Anmerkung Toros: es hätten laut Prospekt nur Short-Positionen aufgebaut werden dürfen, primär Short-Strangles) Es bestehen Differenzen zwischen dem extern bestätigten Treuhandvermögen und dem intern gebuchten, welche sich nicht im Einzelnen abstimmen lassen…. Phoenix ordnet die Salden eines bei einer Bank extern geführten Kontos mit Kundengeldern intern dem Treuhandkreis zu, jedoch handelt es sich bei dem Konto um kein Treuhandkonto (vgl. Tz. 94). Darausfolgend liegt ein Verstoss gegen die Anforderung des § 34a WpHG vor, wonach Wertpapierdienstleistungsunternehmen, die kein Einlagenkreditinstitut sind, Kundengelder auf Treuhandkonten zu verwahren haben. Für drei Bankkonten konnte kein geeigneter Nachweis über die Treuhandeigenschaft geführt werden (vgl. Tz. 93)………… Das Treuhandvermögen gemäss der Hauptbuchhaltung BAAN übersteigt den entsprechenden Betrag, der im Monatsabschluss ausgewiesen wurde, um TEUR 484. Die Differenz konnte nicht erklärt werden…. Aus den dargelegten Prüfungsfeststellungen folgt weiterhin, dass bei der Phoenix in der Vergangenheit keine Abstimmung zwischen dem internen Buchungskreis und externen Bestätigungen mit dem Ziel der Identifizierung von Differenzen und der anschliessenden Eliminierung durch Zuordnung der Differenzen zu einzelnen Geschäftsvorfällen stattgefunden hat…. Aus dem Vergleich zwischen dem in der Hauptbuchhaltung geführten Saldo des Treuhandvermögens resultierte eine Differenz in Höhe von TEUR 878. In dieser Höhe übersteigt das extern bestätigte Treuhandvermögen die intern geführten Bestände…. Anhand der Summen- und Saldenlisten der Debitoren und Kreditoren zum 31. Dezember 2001 haben wir im Rahmen einer Zufallsstichprobe die Übereinstimmung der in den Listen ausgewiesenen Salden mit den Salden, welche im Nebenbuch zum genannten Zeitpunkt geführt wurden, geprüft. Dabei kam es zu umfangreichen Abweichungen….. Derzeit werden zwar die geführten Kundensalden dem Kunden mitgeteilt, es erfolgt aber keine Abstimmung mit den gebuchten Treuhandvermögen und extern bestätigten Treuhandvermögen…. Infolge der Vermischung von Kundengeldern mit unternehmenseigenen Geldern sowie der Berechnungssystematik der aufgelaufenen Provisionen durch eine Differenzbildung ist eine genaue Quantifizierung des Fremdwährungsrisikos nicht möglich…. Aus den eingegangen Stillhaltergeschäften (vgl. Tz.284) besteht für die Gesellschaft ein Marktpreisrisiko. Per 30. September 2002 beträgt die gesamte Margin, die einen potentiellen Verlust aus den getätigten Short-Geschäften abdecken soll und die bei den beiden Brokern Man Financial und Refco hinterlegt ist, TEUR 2.705……“ (Anmerkung Toros. Diese Margin hätte bei einem angeblichen Eigenkapital des PMA von etwa 500 Millionen Euro bei etwa 1 Milliarde Euro liegen müssen, und nicht bei 2,7 Millionen) PMA – Phoenix Managed Account - Broschüre der Phoenix Kapitaldienst GmbH „..die am PHOENIX Managed Account beteiligt sind, haben seit Auflegung dieses Alternativen Investments seit Ende 1992 ansehnliche Gewinne erzielt – auch in turbulenten Börsenzeiten. Wie in jedem Markt gibt es auch im Optionshandel Käufer und Verkäufer. PHOENIX ist mit dem Managed Account auf der Verkäuferseite als „Stillhalter“ vertreten – ähnlich wie ein Versicherungsunternehmen im Verhältnis zu seinen Kunden. Für die Übernahme des Risikos erhält die Gesellschaft eine Prämie. Während der Optionskäufer auf steigende oder fallende Kurse mit Einzelkontrakten spekuliert, setzt der Stillhalter bevorzugt auf Seitwärtsbewegungen an den internationalen Terminbörsen. Er weiß, dass etwa 80% der Optionen zum Ende der Laufzeit wertlos verfallen. Bei kluger Kalkulation und breiter Riskostreuung befindet sich der Stillhalter – und damit das PHOENIX Managed Account – langfristig auf der Gewinnerseite.“ „Stillhalter – die Profis im Optionsgeschäft… Weniger risikofreudige Anleger sind auf der Verkäuferseite – als Stillhalter – besser aufgehoben. Für sie haben wir Ende 1992 nach dreijähriger erfolgreicher Markterprobung das PHOENIX Managed Account aufgelegt….. Die bezahlte Optionsprämie vereinnahmt der Stillhalter, in diesem Fall die Gemeinschaft der am PHOENIX Managed Account beteiligten Partner…. Sind einmal die interessanten Märkte für das Optionsschreiben gefunden, gehen wir auf die Suche nach geeigneten Optionen, die wir verkaufen können….. In aller Regel verkaufen wir Strangles, d.h. gleichzeitig Put- und Call-Optionen, die beide aus dem Geld liegen. Dann ist durch die zweifache Prämieneinnahme das Sicherheitspolster gegen ungünstige Marktbewegungen doppelt so gross….“ …. Wer sich am Managed Account beteiligt, muss mit folgenden Kosten rechnen, die zurückverdient werden müssen, bevor der Beteiligte einen Wertzuwachs erwarten kann: Verkaufsagio 7%, das bei grösseren Anlagebeträgen abnimmt, Verwaltungskosten 0,5% pro Monat, Die Transaktionskosten („commission“) für jeden Handel betragen USD 20. Hiervon erhält Phoenix einen Betrag von ca. USD 5 als Vergütung. … Zusätzlich hierzu erhält Phoenix die auf die Kassenreserve erwirtschafteten Zinsen als Vergütung. Später kommt folgender Text, der widersprüchlich zu dem o.a. Text ist: Die Zuordnung der Zinsen für die Kassenreserve des Phoenix Managed Account als Vergütung an Phoenix könnte Phoenix verleiten, entgegen den Interessen der Beteiligten sich möglichst geringfügig am Markt zu engagieren und sich bietende Geschäftschancen auszulassen. Anmerkung: Den Wirtschaftsprüfern und den Aufsichtsbehörden hätte der Unsinn dieser Ausführung auffallen müssen: bei Stillhaltergeschäften – und nur solche sollten und durften an sich gemacht werden und wären laut Prospekt zulässig gewesen – hätten sich die Kassenreserve und die Zinseinnahmen der Phoeinx erhöht. Dem aufmerksamen Leser hätte dieser Widerspruch auffallen müssen, der ein klares Indiz dafür ist, dass die Phoenix nie beabsichtigt hatte, die versprochenen Geschäfte duchzuführen. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Phoenix Kapitaldienst GmbH, Frankfurt, und ihre Wirtschaftsprüfer Zitate Bestätigung Man Financial an „Dipl-Hdl. Dr. Godehart Puckler, Wirtschaftsprüfer/Steuerberater, Kaiser-Friedrich-Promenade 74, 61348 Bad Homburg v.d.H vom 11. Juli 2011: „Dear Sirs, as per your audit request, please find enclosed the end of month statement for the Phoenix accounts held with us at 29th December 2000. The account numbers are: M 2538 M 2539 M 2780 M 3663 Z 7000 If you have any queries don’t hesitate to contact me. My telephone number is 00 44 207 285 5706. Yours sincerely Robert Clover Client Services” (Anmerkung Toros: der wesentliche Saldo der Konten von Phoenix bei Man, über 90%, befand sich angeblich im Konto M 2540; einem Konto, das es ausweislich dieser Bestätigung der Depotstelle gar nicht gab; wie kann ein Wirtschaftsprüfer vor diesem Hintergrund eine Saldenbestätigung für das Konto M 2540 als Grundlage seines testierten Berichts nehmen?) Ernst & Young Sonderprüfungsgutachten nach § 44 KWG vom 31. März 2002, unterzeichnet von den Wirtschaftsprüfern Müller-Tronnier und Heist „…2.2. Prüfung auf Vorliegen von Treuhandkonten 87 Zum 30. September 2002 sind gemäss externer Bestätigung folgende Konten vorhanden, welche die Gesellschaft dem Treuhandkreis zuordnet: 30.9.2002 TEUR Treuhandkonten bei Brokern und Banken 3 Depotkonten bei Man Financial Ltd., London, Grossbritannien 412.264 3 Depotkonten bei Refco Inc., Chicago, USA 63 5 Geldkonten bei Man Financial Ltd., London, Grossbritannien 5.777 3 Geldkonten bei Refco Inc., Chicago, USA 1.755 3 Treuhandkonten bei der Frankfurter Sparkasse 17.038 5 Treuhandkonten bei der Svenska Handelsbanken, Stockholm,S. 14.100 4 Treuhandkonten bei der Finansbanken, Kopenhagen, Dänemark 12.209 1 Konto bei der Postbank 1.549 2 Treuhandkonten bei anderen Banken 172 Kontostand der Treuhandkonten 464.927 (Anmerkung Toros: bei Man hatte die Phoenix zu dieser Zeit nur circa 10 Millionen Euro, nicht aber die hier ausgewiesenen 412,264 Millionen Euro; es stellt sich die Frage, wer die falschen Saldenbestätigungen erstellt hat bzw. gefälscht hat bzw. wer dafür verantwortlich ist, dass diese Bestätigungen von dem Prüfer Ernst & Young akzeptiert wurden.) Phoenix Kapitaldienst GmbH, Frankfurt am Main – Schneeballsystem Historie der betrügerischen Gesellschaft: Phoenix Kapitaldienst GmbH wurde laut Handelsregisterauszug im Jahr 1976 (der Gesellschaftervertrag datiert vom 12. Oktober 1976) gegründet, erster Geschäftsführer war Dieter Hermann Johannes Clobes. Am 20. Juni 1977 wurde dann Dieter Breitkreuz als alleiniger Geschäftsführer im Handelsregister eingetragen. Ab 1998 wurde die Gesellschaft durch die BaFin überwacht und war auch Mitglied der EdW. Das „traditionelle“ Geschäft der Phoenix Kapitaldienst GmbH seit Gründung der Gesellschaft war der Handel mit Warenterminoptionen zu sittenwidrig hohen Gebühren von über 50%. Die Höhe dieser Gebühren war den Kunden, den Prüfern und den Aufsichtsbehörden bekannt. Abgewickelt wurde unter anderem über die Brokerhäuser Bailey Shatkin, Mocatta, Gardner, Hainold und über Phoenix Ltd. in London. In diesem traditionellen Geschäftsbereich „Handelbare Optionen“ wurden bekanntermassen durchweg fast alle Kundengelder „vernichtet“ beziehungsweise durch „Churning“ in Gebühren umgewandelt. Trotz dieser sittenwidrig hohen Spesen und den bekanntermassen ständig auftretenden Verlusten der Kunden bis hin zum Totalverlust in dem einen Geschäftsbereich „Handel mit Warenterminoptionen“, erregten die angeblich sagenhaft guten und stabilen Ergebnisse der Firma Phoenix Kapitaldienst GmbH in dem zweiten Geschäftsbereich „Managed Accounts mit Investments in ebensolche Warenterminoptionen“ angeblich bei keinem der mit Phoenix Kapitaldienst GmbH befassten Aufsichtsorgane und Prüfer den Verdacht, dass es bei diesen erstaunlich guten und vor allen Dingen stabilen Gewinne der Phoenix Kapitaldienst GmbH vielleicht nicht mit rechten Dingen zuging. Das betrügerische Managed Account wurde von Phoenix Kapitaldienst GmbH erst seit Mitte der 90-er Jahre angeboten. Ein einziger Anruf bei der Depotstelle MAN, ob es das Hauptkonto dort tatsächlich gibt, hätte sofort die Aufklärung gebracht. Dieser klärende Anruf ist jedoch über viele Jahre nicht erfolgt, bis ein neuer Buchhalter nach wenigen Tagen vor Ort einen entsprechenden Anruf tätigte. Die echten Konten bei MAN (Volumen ca. 5 Millionen Euro) wiesen mehr oder weniger durchweg hohe Verluste auf. Dies steht in starkem Kontrast zu den behaupteten stabilen Gewinnen in dem „Phoenix Managed Account“. Wo hätten die herkommen können, wenn in allen echten Konten nur Verluste gemacht werden? Und ist es aus Sicht der depotführenden Stelle plausibel, wenn in allen echten Konten nur Verluste gemacht werden, dass der Kontoinhaber offiziell und grossflächig mit stabilen Gewinnen wirbt? Im März 2005 flog der Betrug der Phoenix Kapitaldienst GmbH auf, nachdem sich der neue Phoenix-Buchhalter Lipke bei der Depotstelle MAN (www.manfinancial.com) nach Details zu dem Konto M2540 erkundigen wollte. MAN teilte laut Angaben von Phoenix-Mitarbeitern erst mit, dass man abweichende Salden habe, später dass man dieses Konto gar nicht kenne. (neben diesem nicht-existenten Konto unterhielt Phoenix Kapitaldienst GmbH bei MAN tatsächlich ein oder zwei kleine „real existierende“ Konten). MAN hatte die Geschäftsbeziehung mit Phoenix von der Firma Mocatta übernommen, deren entsprechende Abteilung von Standard Chartered an MAN verkauft worden war. Vorher war Mocatta von der Bank of Nova Scotia an Standard Chartered verkauft worden. Besonders bemerkenswert bei der Anfrage von Herrn Lipke bei der Depotstelle MAN ist, dass MAN auf die erste Anfrage von Herrn Lipke am 4. Februar 2005 offenbar überhaupt nicht reagierte. Es ist für eine Depotstelle äusserst ungewöhnlich, dass man auf die Nachfrage eines Kunden nach einem Depot überhaupt nicht reagiert – insbesondere wenn dieses Depot nicht existiert. Normalerweise wird so etwas unverzüglich bearbeitet und richtiggestellt. Über viele Jahre wurden die Auszüge des Kontos M2540 gefälscht, in dem sich zuletzt etwa 800 Millionen Euro befunden haben sollten. Das Konto begann mit einem Saldo von Null und es gab nie Ein- und Auszahlungen. Trotzdem wuchs das Konto auf erstaunliche 800 Millionen an, ohne dass das jemandem auffällig vorgekommen wäre. Wie kann aus „Null“ unter normalen Umständen mehr als „Null“ werden? Zu Lebzeiten des alten GF Dieter Breitkreuz wurden die Auszüge wohl täglich gefälscht, nach seinem Ableben im Jahr 2004 anscheinend nur noch monatlich (es ist u.E. rechtlich vorgeschrieben, dass Broker über jedes der durchgeführten Geschäfte umgehend einzelne Abrechnungen erstellen). Es stellt sich die Frage, wo und von wem die Monatsauszüge gefälscht wurden, angeblich von Herrn Milde in Frankfurt. Mitabeiter von Phoenix äusserten den Verdacht, dass Herrn Milde die Angaben telefonisch von einer dritten Person durchgegeben wurden. Herr Milde telefonierte, wie Phoenix Mitarbeiter bestätigten, einmal im Monat länger mit einem „Nick“ in England. Einen „Nick“ gab es – wie e-mails bestätigen – bei MAN in London. Der WP Dr. Godehard Puckler, Bad Homburg, hat über Jahre die Existenz des nicht-vorhandenen Kontos in seinen Prüfberichten bestätigt, jedes Mal mit der Angabe, dass ihm die entsprechenden Saldenbestätigungen direkt von den Depotstellen übermittelt worden seien (seine Gebühren erhöhte er von etwa DM 30.000 in 1999 auf etwa € 300.000 im Jahr 2004, bei mehr oder weniger gleichem Arbeitsvolumen). Nachdem die Sache aufflog, wurde dann behauptet, die Vordrucke für die Saldenbestätigungen habe Phoenix „versandt“ und dann die Bestätigungen gefälscht und an Dr. Puckler geschickt, der keinen Argwohn geschöpft habe – obwohl die Bestätigungen für die gefälschten Konten immer wesentlich später kamen als die Bestätigungen für die tatsächlich exisitierenden kleinen Konten von Phoenix bei MAN – da auf den entsprechenden Umschlägen eine englische Briefmarke aufgeklebt war. Die Firma Mastman Wells – Herr Schwerdtfeger gilt als enger Freund des Phoenix-Gründers Dieter Breitkreuz – hat Phoenix anscheinend über viele Jahre begleitet/betreut. Phoenix war seit den 70-er Jahren im Warenterminbereicht tätig, hatte immer einen sehr schlechten Ruf und von Anfang an wurden fast alle Kundengelder immer verloren bzw. in Commissions umgewandelt. Herr Schwerdtfeger sowie auch die Firma Mastman Wells haben e-mail-Adressen von MAN verwandt, laut Herrn Schwerdtfeger hat MAN die Firma Mastman Wells irgendwann übernommen. Herr Schwerdtfeger wurde bei MAN vermutlich kurz nach dem Auffliegen des Phoenix-Betruges entlassen. Herr Schwerdfeger war regelmässig in dem Phoenix Büro in Frankfurt und hat regelmässig an den (angeblich legendären) Weihnachtsfeiern von Phoenix teilgenommen, an denen – es war auch eine Veranstaltung für die Vertriebe - auch immer die hohen Volumina bejubelt wurden, die eingeworben worden waren (und angeblich überwiegend auf dem Konto bei MAN vorhanden waren). Wenn Schwerdtfeger bei MAN für Phoenix zuständig war, hätte ihm als zuständigem Kundenbetreuer eigentlich die Diskrepanz zwischen den tatsächlich bei MAN vorhandenen 5 Millionen und den angeblichen 800 Millionen auffallen müssen. Herr Schwerdtfeger hat inzwischen in Frankfurt die Firma Traders Alliance GmbH eintragen lassen, hier taucht er als Doktor Schwerdtfeger auf. Herr Schwerdtfeger wird auch in Verbindung mit der Firma Stebo gebracht. Der Kanzlei Praschma Hess gelang es, die Umsetzung des BaFin Bescheides aus dem Jahr 2002, der der Phoenix das Führen eines Treuhandkontos, in der Form wie es später zu dem Schaden führte, untersagte bis zuletzt zu verhindern – obwohl Klagen gegen den Bescheid ohnehin keine aufschiebende Wirkung haben und Phoenix die Klage im Jahr 2002 endgültig verloren hatte. Es gibt viele weitere „Ungereimtheiten“, der Betrug war unseres Erachtens für jeden, der es nur sehen wollte, täglich leicht ersichtlich. So zum Beispiel anhand der täglichen „equity runs“, auf denen das Konto M 2540 immer fehlte. Die Aufarbeitung des Falles durch den Insolvenzverwalter ist ebenso skandalös wie der Betrugsfall selbst: Der Insolvenzverwalter legt einen unseres Erachtens grob rechtswidrigen Insolvenzplan vor, der ihm selbst zusätzliche Gebühren in Höhe von etwa 8 Millionen Euro gewähren würde Die Hintermänner des Betruges werden nicht ermittelt Geschäftspartner von Phoenix, die zumindest „schlampig gearbeitet“ haben, werden nicht in Regress genommen Stattdessen sollen vollkommen unbeteiligte Finanzdienstleister über die EdW für einen grossen Teil des Schadens aufkommen. BaFin Sprecherin zu den in Wahrheit überaus dilettantischen und lückenhaften Fälschungen der Phoenix-Verantwortlichen, laut Handelsblatt 2015: „… Sprecherin Sabine Reimer: Die Unterlagen seien „so exzellent gefälscht“ gewesen, dass es schwierig gewesen wäre, sie als solche zu erkennen…..“Vor krimineller Energie ist auch die beste Behörde nicht gefeit“….“. Anmerkung Toros: Die Equity Runs haben tagtäglich offenbart, dass es das relevante Konto M2540 NICHT gibt. Jeder nur halbwegs sachkundige Prüfer hätte das zwingend erkennen müssen.; und zwar auf den ersten Blick. BaFin –deutsche Aufsichtswirklichkeit Am Beispiel der Phoenix Kapitaldienst GmbH: Der BaFin war spätestens seit dem Jahr 2000 bewusst, war dass das gesamte Geschäftsmodell des Phoenix Managed Accounts (PMA) auf Basis des Rechtskonstrukts eines „gemeinschaftlichen Sondervermögens“ gegen gesetzliche Auflagen verstiess, unter anderem gegen den § 34 a WpHG. Diesen fundamentalen formalen Fehler konnte die Aufsichtsbehörde schlichtweg nicht übersehen, ohne komplett unfähig oder als Mittäter zu erscheinen. Da die Phoenix keine Kundengelder annehmen durfte (Einlagengschäft), durfte sie diese Kundengelder nicht in „Treuhandkonstrukten“ mit eigener Zugriffsmöglichkeit verwahren. Die BaFin war daher rein formal gezwungen, der Phoenix das Einsammeln und Verwahren von Kundengeldern in dieser Form zu untersagen, was im Jahr 2000 geschah (Bescheid vom 21.3.2000). Das Volumen des Phoenix Managed Account Ende 1999 lag bei etwas über 200 Millionen Euro, es steht zu vermuten, dass zu diesem Zeitpunkt maximal 50 Millionen Euro fehlten.. Umgesetzt wurde jedoch von den Aufsichtsbehörden bis zum Schluss rein gar nichts. Das Schneeballsystem konnte so unter den Augen der BaFin fröhlich weiter wachsen, der Schaden sich enorm vergrössern. Als der Betrug aufflog, lag das Treuhandvermögen einschliesslich der Scheingewinne bei etwa 800 Millionen Euro. Der Anstieg des echten Schadens in der Zeit von März 2000 bis April 2005 um etwa 450 Millionen Euro geht zu einem guten Teil auf das Konto der BaFin. Trotz der erstaunlich grossen Toleranz der BaFin war den Beteiligten jedoch klar, dass der Unrechtszustand nicht ewig Bestand haben würde, das wäre dann doch zu auffällig gewesen. Alternativkonzepte wurden angedacht. Legal korrekt hätte das Phoenix Managed Accounts über Zertifikate oder Fonds (SICAV) geführt werden können oder aber, wenn Phoenix als Einlageninstitut berechtigt wäre, selbst Kundengelder anzunehmen. Man spielte auf Zeit und offenbar wurde seitens der BaFin nur ganz zärtlich Druck ausgeübt. Man durfte ja nicht gänzlich untätig erscheinen. Kurz nachdem der Phoenix-Betrug schlussendlich aufflog, gründete ein anderer Betrüger eine neue Finanzdienstleistungsgesellschaft, die für einen neuen Betrug mit Penny-Stocks eingesetzt wurde, dem Vertrieb der nicstic-Aktien. Pikant dabei: die neue Gesellschaft bekam quasi auf Zuruf eine BaFin-Lizenz und das mit einem ersten Alleingeschäftsführer, der vorher bei Phoenix Kapitaldienst GmbH als Telefonverkäufer tätig war; noch dazu auf freiberuflicher Basis, da er vermögenslos war. Die Vermögenslosigkeit allein ist normal ein Ausschlusskriterium für die BaFin-Lizenz als Geschäftsleiter eines Finanzdienstleistungsinstituts. Worin die BaFin die Anforderungskriterien „Leitungserfahrung“ etc. bei Herrn Capin erkannt haben will, bleibt schleierhaft. Faktischer Geschäftsführer und im Hintergrund auch Eigentümer der Finanzdienstleistungsgesellschaft war ein verurteilter Anlagebetrüger, der gerade jetzt in Stuttgart (2016, seit etwa 2 Jahren) einsitzt und dem dort gerade der Prozess wegen des nicstic-Betrugs gemacht wird. Vielleicht war es an dieser Stelle hilfreich, dass der Ex-Schwager dieses Herrn bei der BaFin tätig war und vielleicht äusserte der Herr deshalb verschiedentlich, dass er bei der BaFin alles bekäme, was er wolle. Ein Schelm, wer etwas Böses dabei denkt. Der nicstic- Betrug wäre in dieser Form nicht möglich gewesen, wenn die für den Vertrieb eingesetzte Finanzdienstleistungsgesellschaft keine BaFin-Lizenz erhalten hätte.

9 01, 2019

Milton Friedman

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„Inflation ist Besteuerung ohne Gesetzgebung.“ Milton Friedman „The business of business is business.“ Milton Friedman “Die Staatliche Lösung für ein Problem ist gewöhnlich genauso schlecht wie das Problem selbst.” Milton Friedman „Es gibt keine Gratismahlzeit.“ Milton Friedman

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