Der Berliner Notar G. lässt im Jahr 1998 aus einem von ihm betreuten Konto eines geschlossenen Immobilienfonds auf Basis einer gefälschten Rechnung einen hohen Betrag an eine nicht-existente Baufirma auszahlen, deren Namen vorher noch nie im Zusammenhang mit dem Fonds aufgetaucht war. Jedem nur durchschnittlich intelligenten Menschen wäre sofort aufgefallen, dass mit der Rechnung etwas nicht in Ordnung sein konnte. Notar G. zahlt trotzdem aus.
Honi soit qui mal y pense (deutsch „Beschämt sei, wer schlecht darüber denkt“; „Ein Schelm, wer Böses dabei denkt“)

Besonders dreist: Nachdem die geschädigten Anleger das Geld von der Empfängerbank wieder zurückgeholt hatten, zahlt Notar G. einen Teil des Geldes – gegen ausdrückliche Weisung/Urteil des Gerichtes – erneut falsch aus und zwar ausgerechnet an die Bank, die der Überweisung an die nicht-existente mysteriöse Bauunternehmung ausdrücklich zugestimmt hatte (die heutige Eurohypo)!

Ein Frankfurter Notar kann quasi Tote wieder zum Leben erwecken.
Der Notar macht im Jahr 2007 seinen Stempel unter ein Schriftstück, das den Eindruck erweckt, dass ein Toter noch lebt. Mithilfe des Schriftstücks sollte eine teure Immobilie in Frankreich „verschoben“ werden.

Darmstädter Notar Horst A. bessert sein Einkommen auf, indem er mit dem Immobilienbetrüger P. gemeinsame Sache macht. Der Betrüger kauft mit einer klammen Firma teure Immobilien, die er nicht bezahlen kann. Der Kaufvertrag platzt, und der Immobilienbetrüger bezahlt auch nicht die Notarrechnung. Der Notar geht dann an den ohnehin geschädigten Käufer ran und verlangt von dem die Bezahlung der Notarrechnung. Not macht erfinderisch.

Offenbacher Anwalt W. berät eine greise Dame, zapft für seine intensive, über das übliche Maß einer Anwaltsberatung deutlich hinausgehende Betätigung einen zweistelligen Millionenbetrag ab und „vergisst“, einen Teil der Beute zu versteuern. Die Folge: er wird zu einer mehrjährigen Haftstrafe wegen Steuerhinterziehung verurteilt.
Das besonders Perverse: die Ehefrau und die Kinder des Anwalts kochen die greise Dame mit ab.
Beurteilung: bandenmässige Greisenschändung durch einen Familienbetrieb.

Wie der Presse zu entnehmen ist, wird er jetzt auch noch wegen Beihilfe zur Untreue in mehreren Fällen angeklagt.

Inzwischen hat er Zeit, in der JVA Hünfeld über seine aussergewöhnlichen anwaltlichen „Beratungsleistungen“ nachzudenken.

Münchener Anwalt G., schon rechtskräftig wegen Betrug verurteilt, macht vor Gericht in Frankfurt Falschaussagen zur Beeinflussung eines Gerichtsprozesses. Er behauptet wider besseren Wissens – er ist gleichzeitig Aufsichtsratsmitglied der von ihm vertretenen Partei – dass die Gesellschaft nie nach aussen hin tätig war und immer nur quasi eigenes Geld der Muttergesellschaft verwalten würde. Tatsächlich hatte die Gesellschaft eine eigene Homepage, in der sie sogar die eigenen Aktien öffentlich zum Kauf anbot und die angebliche „Muttergesellschaft“ hielt zeitweilig nur 7,4% an der Gesellschaft.

Viele Insolvenzverwalter kümmern sich weniger um die Interessen der Gläubiger oder der Gesellschaft und versuchen mehr, die vorhandene Masse zu ihrem eigenen Vorteil zu „plündern“.

Kölner Notar Johannes K. beurkundet die Unterschrift des Immobilienbetrügers Hans Peter Lindler auf Basis eines gefälschten Passes. Der Kickback-Vermittler H. aus Wiesloch schickte alle seine Kunden zu dem Kölner Notar K, der zu diesem Zeitpunkt schon fast 80 Jahre alt war.

Viele Anlegerschutzanwälte sind nur effizient, wenn es um das Abkassieren von eigenen Gebühren bei geschädigten Anlegern geht. Ihre Leistungen kommen oftmals bei Weitem nicht an das heran, was sie den Anlegern vorher vollmundig versprechen. Auch bei dem Betrugsfall Phoenix Kapitaldienst GmbH haben die meisten Anlegerschutzanwälte rein gar nichts im Sinne ihrer Anleger erreicht und einige haben den Schaden noch zusätzlich vergrössert, indem sie dem Treiben des Insolvenzverwalters keinen Einhalt geboten haben.

Ein besonders übles Beispiel aus der Rechtsanwaltszunft: RA Heinz Nikolaus Hupfer. Erst gründete er einen Verein für Kapital- und Anlegerschutz, kurz VKA, und beriet geschädigte Anleger (im allgemeinen äusserst schlecht), dann nahm er seine Mandantendatei und zockte viele seiner Mandanten, die ihm vertrauten, mit wertlosen Aktien ab. Er wurde auch als „Aasgeier in schwarzer Robe“ bezeichnet.

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