Im wörtlichen Sinne sind Penny-Stocks Aktien, die weniger als einen Dollar wert sind. Im übertragenen Sinne bezeichnet man so mehr oder weniger wertlose Aktien, die von „Drückern“ – verbunden mit einer schönen Wachstums- oder Phantasiegeschichte zu hohen Preisen an ahnungslose Käufer verkauft werden.

Schönes Beispiel der jüngeren Vergangenheit: die „nicstic AG“, die Geschichte mit der rauchfreien Zigarette. In Deutschland unter anderem für den Vertrieb zuständig die damalige BaFin-lizenzierte Top Cap Financial Services GmbH mit dem Geschäftsführer Hrjove Capin, einem vermögenslosen früheren Telefonverkäufer der Phoenix Kapitaldienst GmbH.
Das „Patent“, für die offensichtlich aber nicht funktionsfähige „nicstic“ hatte angeblich ein in der Haftanstalt einsitzender verurteilter Mörder entwickelt. Organsisiert wurde der Kapitalanlagebetrug dann von einem einschlägig vorbestraften Gefängnisgenossen des Mörders und einigen Komplizen, darunter auch einige aus dem Umfeld der kurz vorher pleite gegangenen Betrugsfirma Phoenix Kapitaldienst GmbH.

Damit das „Spiel“ besonders gut funktioniert, benötigt man nicht nur eine börsennotierte Gesellschaft und eine (möglichst lizenzierte) „Drückerkolonne“, sondern auch hilfreiche Geister, die schöne „offizielle“ Researchberichte verfassen und Roadshows organisieren und eine Aufsichtsbehörde, die der Drückerkolonnenfirma eine Lizenz erteilt.

Besonders gut zum Verticken wertloser Aktien eignen sich phantasieanregende Themen, wie Rohstoffe, Software, Pharma.
Wer würde nicht gern zum zweiten Rockefeller oder Bill Gates.

„A gold mine is a hole in the ground with a liar on top.“
Mark Twain

Zu dieser Erkenntnis kommen viele Anleger, die sich Rohstoffwerte in Form von “Penny Stocks” andrehen lassen.